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La Bâtie
Genf
Die französische Schweiz wird im September zum Hotspot für Performance, Tanz und Musik, wenn in Genf das Festival "La Bâtie" seine Tore öffnet. Benannt nach dem Wald, der sich mitten durch die Stadt bahnt, findet es alljährlich statt, und das bereits zum 41. Mal!
An 16 Tagen präsentiert das Festival mehr als 40 verschiedene internationale Künstler in 30 ganz unterschiedlichen Locations, von Theater über Konzerthallen bis hin zu Museen.

Eric Mayer geht auf Erkundungstour, trifft Künstlerinnen und Künstler und ist zu Gast bei beeindruckenden Performances und Stücken: zum Beispiel bei "Romances Inciertos", einer Mischung aus Musik, Gesang und Tanz von François Chaignaud und Nino Laisné.

Ein gewaltiges Stück, in dem vier Solisten die iberische Kultur zelebrieren. Und Eric Mayer freut sich unter anderem auf Pieter Ampe, einen der verrücktesten belgischen Tänzer und Choreografen, der mit „So you can feel“ eine lustige und gleichzeitig melancholische Performance zum Thema Selbstfindung präsentiert. Das und vieles mehr gibt es rund um den Genfer See beim Festival „La Bâtie“ zu erleben. Ein Fest!

Infos zu den Künstlern:

Dada Masilo
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InterviewInterview
Die Tänzerin und Choreografin Dada Masilo wird 1985 in Johannesburg geboren. Sie studiert an der Dance Factory, der National School of the Arts, dem Jazzart Dance Theatre in Kapstadt und bei den Performing Arts Research and Training Studios bei Anna Teresa de Keersmaeker in Brüssel. Sie arbeitet mit zahlreichen Choreographen zusammen und entwickelt viele eigene Arbeiten, in denen sie auch selbst mitwirkt, darunter "Romeo und Julia", "Carmen", "Schwanensee" und nun auch "Giselle". Internationale Gastspiele führen sie nach Tansania, Mali, Madagaskar, Mosambik, die Niederlande, Russland, Großbritannien, die USA, Mexiko, Deutschland, Israel und Frankreich. Sie gilt als Choreographie-Shootingstar und ist bekannt für ihre einzigartigen und radikalen Neudeutungen der großen Ballettklassiker.

François Chaignaud und Nino Laisné
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Der Franzose François Chaignaud ist Absolvent der Paris Dance Conservatory. Er arbeitet mit Choreografen wie Boris Charmatz, Emmanuelle Huynh, Gilles Jobin, Tiago Guedes, Alain Buffard oder Cecila Bengolea zusammen. Chaignaud zeigt Performances und Konzerte an verschiedenen Veranstaltungsorten und kreuzt dabei unterschiedliche Inspirationen miteinander von Erotica "Aussi Bien Que Ton C½ur Ouvre Moi Les Genoux" (2008) bis hin zu Operette mit Hula Hoop "Duchesses" (2009), zusammen mit Marie-Caroline Hominal.
Der Künstler Nino Laisné ist nicht auf eine bestimmte Ausdruckssprache beschränkt. Seine Werke entfalten sich im Dialog mit anderen Medien wie Kino und Musik, sowie historische und soziologische Elemente: Kunst, Volksbräuche, Mode, Kabarett und Oper. Diese Vielzahl der Disziplinen sowie die Bedeutung der hispanischen Kultur in seiner Arbeit machen Nino Laisnés Kunst zu einem reichen und köstlich originellen Mix, der sich nicht einordnen lässt.

Mathieu Bertholet
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Der Autor, Tänzer und Regisseur Mathieu Bertholet wird 1977 im Wallis geboren, mit 20 Jahren geht er nach Berlin und absolviert dort den Studiengang „Szenisches Schreiben“ an der UdK Berlin. Für sein erstes Stück "Farben" erhält er 2001 den Förderpreis des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und den Prix Europa 2009. Von 2006 bis 2009 ist Mathieu Bertholet Hausautor am "Théâtre du Grütli" in Genf. Während dieses Engagements tritt er auch als Tänzer in Solos von Cindy van Acker und Foofwa D´Imobilité auf und gründet seine eigene Kompagnie"mufuthe", mit der er seine Stücke zur Uraufführung bringt. Daneben lehrt er Szenisches Schreiben an der ENSATT in Lyon und ist Studienleiter an der Schauspielschule La Manufacture in Lausanne. Seit Sommer 2015 ist er außerdem Direktor des "Théâtre Le Poche" in Genf.

Pieter Ampe
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Der belgische Tänzer und Choreograf Pieter Ampe wird 1982 in Burundi geboren und wächst in Gent auf. Er studiert an der "Salzburg Experimental Academy of Dance", an der "Arnhem Dance Academy" und am P.A.R.T.S. in Brüssel. Seit 2009 ist Pieter Ampe am Kunstzentrum CAMPO in Gent tätig und ist von allen CAMPO-Künstlern derjenige, dessen biografische und künstlerische Entwicklung am engsten mit Gent und der Geschichte des Kunstzentrums verknüpft ist. Dort entwickelt er drei Duos, ein Quartett und mit "So you can feel" sein erstes Solo.

Sendedaten
Sonntag, 15.10.2017,
18:00 Uhr
Moderator
© rico rossivalLupeEric Mayer
Die Sendung wird moderiert von Eric Mayer. Als studierter Theaterwissenschaftler ist er ein Kenner der Theaterszene.
Vorschau
Steirischer Herbst
Der Steirische Herbst in Graz feiert in diesem Jahr 50jähriges Jubiläum. Eric Mayer ist dabei, wenn das Festival mit „to come (extended)“ der provokativen dänischen Choreografin Mette Ingvartsen eröffnet wird.