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Interview mit Thom LuzInterview mit Thom Luz
Traurige Zauberer
Eine veränderte Perspektive. Das Theaterhaus selbst als einer der Hauptakteure. In "Traurige Zauberer" sitzt das Publikum auf der Bühne und blickt in den Zuschauerraum. In der Ferne spielt ein Mann Klavier. Auf hohen Leitern stehen Tonbänder und geben in monotonem Rhythmus Applaus und Gelächter wieder.
Wenn sich der Vorhang schließt beginnen die Vorbereitungen zu einem letzten großen Gefecht, kein Kampf, sondern ein Kräftemessen zwischen Magiern. Zwischen Alexander und dem großen Nicola, der eine der Schüler des anderen, der seinen Meister nun zu überflügeln droht. Die Zauberer und ihre Assistentinnen bereiten sich vor, von geheimnisvollen Tricks ist die Rede, dem Jungfrauenrätsel, der Münzvermehrung, doch bis zu deren Ausführung kommt es nie. Die traurigen Zauberer buhlen um ihre Partnerinnen und versuchen sich gegenseitig auf jede nur erdenkliche Weise zu sabotieren.

Szenenfotos
© Andreas Etter
© Andreas-Etter

Magisch wird es aber dennoch, wenn die Illusionsmaschine Theater alles auffährt, was sie zu bieten hat. Das Licht mehrerer Schminkspiegel taucht die Bühne in warmes Orange, der Bühnennebel breitet sich aus, hauchzarte Stoffbahnen verschleiern dem Zuschauer nach und nach den Blick und die Sinne. Und dazu immer Musik, vom Klavier, von der Orgel, vom Grammophon. Ein Abend über das Theater und warum man es einfach lieben muss.

Der Schweizer Regisseur Thom Luz ist ein großer Nostalgiker und Freund der abseitigen Heldinnen und Helden, der sich mit Vorliebe auf die B-Seiten der Geschichte stürzt. In seinem Stück "Traurige Zauberer" am Staatstheater Mainz vereint er Magie, Theater und Musik zu einem romantisch-poetischen Abend voll absurder Komik.

Public Viewing der TV- Aufzeichnung:
im Sony Center am Potsdamer Platz Berlin
14.05.2017 16.00 Uhr

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Sendedaten
Samstag, 13. Mai 2017
20:15 Uhr

Erstausstrahlung
stereo, HD, 16:9,
ca. 90 min

Inszenierung: Thom Luz

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