Theater
Aufzeichnungen
Theater auf der Fernsehbühne
Auf 3sat hatte das Theater von Anfang an eine Heimat. Und jedes Jahr kommen vier bis fünf neue Inszenierungen hinzu. Ein unschätzbar wertvolles Archiv der Bühnenkunst.
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© Felix Cramer Video
Platonow
Theaterfilm nach Anton Tschechow
Die Hochzeitsgesellschaft hat sich auf einem Landgut versammelt, um Sonjas und Ralfs Vermählung zu feiern. Doch der Tag nimmt einen unerwarteten Verlauf, alles kommt anders als geplant: Regisseur Andreas Morell inszeniert den Film "Platonow“ nach Anton Tschechows gleichnamigen Stück.
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Eine Hochzeitsgesellschaft, ein Landgut und ein Tag mit fatalen Folgen: die frisch vermählte Sonja trifft auf ihrem eigenen Hochzeitsfest unerwartet auf ihren Ex-Geliebten Michael Platonow, mit dem sie einst die Welt verändern wollte. Platonow gibt sich als geistreicher, charmanter und zugleich zynischer Unterhalter, erschafft sich eine unwiderstehliche Aura, der die Damen erliegen.



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So ergeht es auch Sonja: kaum in seiner Nähe, entfachen die Erinnerung an vergangene Tage und Nächte ihre Liebe neu. Plötzlich steht ihr Leben Kopf, sie stellt alles in Frage, vor allem die erst am Morgen geschlossene Ehe mit dem treuen, aber recht langweiligen Ralf. Platonow ist zwar noch immer ein Frauenschwarm, mittlerweile aber verheiratet und Vater eines Sohnes. Doch auch er kann sich der alten Anziehungskraft nicht erwehren: in einem Moment der emotionalen Verwirrung verspricht er Sonja erneut ein Leben zu zweit.


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Er lässt sie in dem Glauben, mit ihr durchzubrennen. Noch in dieser Nacht. Neben den vielschichtigen emotionalen Verflechtungen brodelt unter der Hochzeitsgesellschaft ein weiteres Thema: wer bekommt das idyllische Landgut, das Ralfs Vater gehörte und auf dem das Hochzeitsfest stattfindet? Wer investiert, wer verliert, wer gewinnt, wer wird ausgebeutet? Jeder beäugt jeden, Alkohol fließt in rauen Mengen, Hemmungen fallen nach und nach. Das Fest eskaliert und hat unerwartete Folgen.


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Der Film "Platonow“ nach dem gleichnamigen Drama von Anton Tschechow beschreibt eine klassische Beziehungstat in einer Gesellschaft emotionaler und ökonomischer Bankrotteure, deren Welt ohne Ideale und Werte ist. Regisseur Andreas Morell inszeniert eine zeitgemäße Adaption des tschechowschen Werks, das um die Themen kreist, die auch heute hoch aktuell sind: das Warten auf bessere Zeiten, auf die Liebe, auf eine neue Gesellschaft, die Sehnsucht, das Spiel - um alles oder nichts. Es ist nach "LENZ“ sein zweiter Theaterfilm mit herausragender Besetzung: Franziska Petri als Sonja, Robert Besta als Platonow und Stephan Grossmann als Ralf.

Sendedaten
Samstag, 12.12. 2015
20.15 Uhr

Mit:
Franziska Petri
Robert Besta
Stephan Grossmann
Laura Schwickerath
Kida Khodr Ramadan
Roland Kuchenbuch
Michael Kind
Claudia Mehnert
Hannes Wegener
Hermann Beyer
Timmi Trinks
Franҫois Goeske
Florian Bartholomäi
Phillip Mauritz
Info
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