Abhängig!
Was Sucht bedeutet und wie man sich aus ihr befreien kann
Alkohol-, Tabletten-, Spiel- und Kaufsucht. Sucht hat viele Gesichter. Der Weg aus ihr heraus ebenfalls. Wenn das Verlangen außer Kontrolle gerät: 3sat beschäftigt sich in der Themenwoche "Abhängig!" in insgesamt 15 Dokumentationen, Dokumentar- und Spielfilmen mit allen Ausprägungen der Sucht.
Sendedaten
19. bis 23. Juni 2017
Cannabis
Cannabis als Medizin
Das therapeutische Potenzial von Cannabis ist gross. Die Pharmafirmen führen dazu aber kaum klinische Studien durch und die Politik tut sich schwer, die medizinische Nutzung zu liberalisieren. Derweil therapieren sich offenbar immer mehr Menschen selbst.
Der Cannabis-Apotheker
Dienstag, 20. Juni 2017, 0.20 Uhr (Nacht Di/Mi)
Sendung in der 3sat-Mediathek
 

"Kulturzeit" fragt: Wie gelingt ein freies Leben?
© ZDF, Jana Kay "Kulturzeit"-Moderatorin Nina Mavis Brunner
"Kulturzeit"-Moderatorin Nina Mavis Brunner
Im Rahmen der 3sat-Themenwoche "Abhängig!" beschäftigt sich das 3sat-Magazin "Kulturzeit" in einem Beitrag mit Abhängigkeiten und diskutiert sie philosophisch, politisch und gesellschaftlich. Gemeinsam mit der Philosophie-Professorin Beate Rössler von der Universität Amsterdam spricht Moderatorin Nina Mavis Brunner über die Frage, die viele Menschen umtreibt: Wie gelingt ein freies, autonomes Leben, wenn man sich doch häufig in – nicht selbstgewählten – Abhängigkeiten wiederfindet?

Das selbstbestimmte Leben gilt im individualisierten Westen als Ideal, nach dem viele streben. Aber wie kann das gelingen, wenn die Menschen finanziell vom Arbeitgeber, sozial von anderen Menschen und Beziehungen oder gesellschaftlich von funktionierenden Strukturen abhängig sind?
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Freitag, 23. Juni 2017, 19.20 Uhr

Erstausstrahlung

 

Digitale Drogen? -  Computer und Smartphone können süchtig machen Digitale Drogen? - Computer und Smartphone können süchtig machen
Die stille Sucht der älteren Damen - Vor allem Über-65-Jährige abhängig von Schlaf- + Schmerzmitteln © photocase Die stille Sucht der älteren Damen - Vor allem Über-65-Jährige abhängig von Schlaf- + Schmerzmitteln

 

Zahlen & Fakten: Die Phänomenologie der Sucht - Das Abhängigkeitssyndrom ist ein Massenphänomen © dpa Zahlen & Fakten: Die Phänomenologie der Sucht - Das Abhängigkeitssyndrom ist ein Massenphänomen
Neurologie der Sucht: Der Wille allein kann Sucht nicht besiegen -Sucht ist eine chronische Erkrankung des Gehirns  © dpa Neurologie der Sucht: Der Wille allein kann Sucht nicht besiegen -Sucht ist eine chronische Erkrankung des Gehirns
Hanf aus der Apotheke<br />Was ändert sich in Deutschland? © dpa Hanf aus der Apotheke
Was ändert sich in Deutschland?

 

Drogen kann man nicht erschießen - Wege aus dem Drogenkrieg
Der Drogenkrieg ist einer der längsten Kriege der Geschichte: Er begann 1971, als der damalige US-Präsident Richard Nixon erklärte: "Staatsfeind Nummer Eins ist der Drogenmissbrauch." Es ist ein weltweiter Krieg gegen die Drogen. Vor allem in Lateinamerika, obwohl die Drogen hauptsächlich in den USA und in Europa konsumiert werden. Doch dieser Kampf ist gescheitert: Drogen sind erhältlich wie eh und je, billiger als je zuvor.
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Montag, 19. Juni 2017, 22.25 Uhr

Dokumentation

Ganz unten - Ein Ort im Jura, wo Scheitern erlaubt ist
Zuhinterst in einem Juratal, am Rand der Gesellschaft, liegt das Hospice von Sonvilier: ein Heim für 100 Männer und Frauen, die meisten alkoholkrank, andere mit psychischen Problemen. Sie alle haben schon zahlreiche Therapien hinter sich, sind durch eine Reihe von Anstalten und Kliniken gegangen - vergebens, der Alkohol und die anderen Probleme waren stärker. Jetzt gelten sie als austherapiert.
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Montag, 19. Juni 2017, 23.40 Uhr

Dokumentation

Tödlicher Rausch
Ein Uhr nachts: Florian fordert den Dorfpolizisten Georg voller Wut zum Wetttrinken in der Gastwirtschaft auf. Georg solle sich vorsehen, droht Florian, er sei ein verlogenes Schwein. Am nächsten Morgen ist Florian tot. Er hatte vier Promille im Blut und starb an Kreislaufversagen infolge seiner Alkoholvergiftung. Die städtische Kripo arbeitet in der Untersuchung dieses möglichen Kapitalverbrechens mit dem Polizisten vor Ort, Georg, zusammen.
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Dienstag, 20. Juni 2017, 20.15 Uhr

Fernsehfilm

Messies - Ein schönes Chaos
© FAir&ugly Film
Etwa zwei Prozent der Schweizer Bevölkerung gelten als krankhafte "Messies". Ihr Verhalten gilt als Beleidigung jeglichen Empfindens für Ordnung und Mass in der aufgeräumten Schweiz. Ihr Hang zum "Zumüllen" der Wohnung und Horten nutzloser Dinge isoliert sie von ihren Mitmenschen, sie verkriechen sich in den eigenen Wänden - sofern da noch Platz ist. Nicht nur in Boulevardmedien werden jeweils besonders abstruse Fälle vorgeführt.
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Dienstag, 20. Juni 2017, 22.25 Uhr

Dokumentarfilm

Sexsüchtig - Wenn Frauen immer nur "das Eine" wollen
Sie haben ein zwanghaftes Verlangen nach Sex, wollen begehrt werden oder lieben es, ihren Körper zur Schau zu stellen. Nie würden sie zu einem Mann "nein" sagen. Es kommen vier Frauen zu Wort, deren Leben sich nur um Sex dreht. Der Film zeigt auf, wie sehr ihre Sucht ihr Leben dominiert und wie unterschiedlich die Frauen mit ihrer Sexsucht umgehen. Ob sie die Sucht besiegen wollen oder nicht.
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Mittwoch, 21. Juni 2017, 20.15 Uhr

Dokumentation

Sucht auf Rezept - Wenn Medikamente abhängig machen
© ORF/Langbein & Partner Media
Nur fünf Tropfen Valium nimmt Doris Grötzer anfangs, nur zum Einschlafen braucht sie das Medikament. Doch aus fünf Tropfen werden bald mehr, schließlich sind es 150 Tropfen täglich. Der Film zeichnet den Lebensweg von Menschen nach, die von sich und anderen unbemerkt in eine Abhängigkeit von Medikamenten geraten. Er zeigt, wie Sucht entsteht, wo es Unterstützung für die Entwöhnung gibt und wie ein Leben danach gelingen kann.
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Mittwoch, 21. Juni 2017, 20.55 Uhr

Dokumentation
Erstausstrahlung

Zucker: Die süße Sucht
35 Kilogramm Zucker nimmt der durchschnittliche Konsument in den USA und in Europa jährlich zu sich. Zwei Drittel dieser Menge verstecken sich in Fertigprodukten. Das ist etwa vier Mal so viel Zucker, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt. Kein Wunder, dass mittlerweile jeder zweite Erwachsene übergewichtig ist. In den letzten 20 Jahren haben sich die Patientenzahlen von Diabetikern verdoppelt.
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Mittwoch, 21. Juni 2017, 21.50 Uhr

Dokumentation

Die Spielerin
© ORF/NDR/Georges Pauly
Ein packendes Psychogramm einer Spielleidenschaft: Die wohlhabende Polina lernt den knapp vor dem Bankrott stehenden Anwalt Friedrich kennen, um ihm zu helfen, lässt sie sich dazu überreden, für ihn im Casino zu spielen. Doch schon bald verfällt Polina der Spielsucht, verliert ihr gesamtes Vermögen und endet beinahe tragisch.
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Mittwoch, 21. Juni 2017, 22.25 Uhr

Fernsehfilm

Rien ne va plus - Spielsucht statt Spielspaß
"Anfangs ging es tatsächlich um Geld. Aber später, da waren es eigentlich die Sucht nach Erfolg, der Kick und die Spannung beim Spiel", sagt Andreas O. über seine Spielsucht. Katrin Claußner recherchierte für ihre Reportage in Spielhallen, Beratungsstellen und in einer Suchtklinik. Als Interviewpartner kommen Betroffene, Ärzte, Wissenschaftler, Therapeuten sowie Vertreter der Deutschen Automatenwirtschaft zu Wort.
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Mittwoch, 21. Juni 2017, 23.55 Uhr

Dokumentation

Die Anti-Sucht-Pille
© colourbox
Alkoholsucht wird meist mit psychotherapeutischen Maßnahmen bekämpft. Den Patienten fällt es dennoch sehr schwer, den Alkoholkonsum zu kontrollieren. Selbst nach einer stationären Therapie werden etwa 50 Prozent der Patienten innerhalb von ein bis zwei Jahren rückfällig. Eine Anti-Sucht-Pille, die das Verlangen nach dem Rauschmittel Alkohol eindämmt, wäre eine Revolution und ein Segen für die Betroffenen und ihre Familien.
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Donnerstag, 22. Juni 2017, 20.15 Uhr

Dokumentation
Erstausstrahlung

scobel - Volksdroge Alkohol
© dpa
"Die am meisten verbreitete suchterzeugende Substanz bei behandlungsbedürftigen Patienten ist Alkohol." Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit schätzungsweise 140 Millionen Menschen alkoholkrank. In Deutschland sind derzeit knapp zwei Millionen Menschen alkoholabhängig, ein Drittel mehr als im Jahr 2006.
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Donnerstag, 22. Juni 2017, 21.00 Uhr

Gespräch/Diskussion
Erstausstrahlung

Julia
© ZDF, Les Productions Bagheera, Le Bureau
Eine Alkoholikerin entführt ein Kind, um von dessen Großvater Geld zu erpressen und damit ihr miserables Leben in bessere Bahnen zu lenken. Ihr Plan mündet in eine gefährliche Flucht, die die Frau wieder zu sich selbst bringt. - Schauspielerin Tilda Swinton zieht als Julia alle Register ihres Könnens.
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Donnerstag, 22. Juni 2017, 22.25 Uhr

Spielfilm

Smartphone - Wie ein kleines Ding uns im Griff hat
Ein Smartphone ist praktisch und kann nahezu alles: telefonieren, chatten, navigieren. Es verwundert dabei nicht, dass viele Menschen ihr Gerät kaum mehr aus der Hand legen. Mehr als 70 Mal im Durchschnitt schaut der Nutzer täglich auf sein Smartphone.Konzentrationsstörungen, Haltungsschäden, manchmal sogar Sucht sind die Folgen. Mediziner vergleichen die Abhängigkeit vom Smartphone mit Abhängigkeiten wie Alkohol oder Nikotin.
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Freitag, 23. Juni 2017, 20.15 Uhr

Dokumentation

Shame
© Abbot Genser
Der New Yorker Single Brandon verbringt seine Freizeit mit der Jagd nach dem nächsten anonymen Sex-Abenteuer. Als er eine Affäre mit seiner Kollegin Marianne beginnt, scheitert er kläglich. Umso schlimmer, dass seine Schwester mit seinem Chef David schläft. - Steve McQueens intensives Erotikdrama mit dem großartigen Michael Fassbender.
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Freitag, 23. Juni 2017, 22.10 Uhr

Spielfilm

Snow White
Party, Sex und Drogen bestimmen Nicos Luxusleben, bis sie auf den Rapper Paco trifft. Naiv und endlos selbstbewusst versucht sie, die neuen Einsichten auf ihr Leben anzuwenden. - Das Liebesdrama ist ein modernes Märchen. Split-Screens und eine unkonventionelle Erzählstruktur weisen auf die unverkennbare Handschrift des Zürcher Regisseurs Samir hin.
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Freitag, 23. Juni 2017, 23.40 Uhr

Spielfilm