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Die Wiener Secession - Symbol der Wiener Moderne
Die Wiener Secession - Symbol der Wiener Moderne
Wien um 1900
Um 1900 war Wien ein Treffpunkt von Ethnien, Sprachen und Dialekten, hervorgebracht durch das multinationale Riesenreich, für das Wien die Hauptstadt war. Diese Diversität machte Wien zur Kulturmetropole in einer Zeit starker gesellschaftlicher Umbrüche.
Sendedaten
Samstag, 27. Oktober 2018
ab 6.20 Uhr
Vor 100 Jahren, im Jahr 1918 starben gleich vier der wichtigsten Vertreter von Jugendstil und Wiener Moderne: Skandal-Maler Gustav Klimt, sein Kollege Egon Schiele, der Architekt Otto Wagner, der das Wiener Stadtbild maßgeblich mitgeprägt hat und der revolutionäre Formgestalter Koloman Moser.
Klimts Frauenporträts, Schieles schonungslose Selbstbildnisse oder Wagners Ideen für eine moderne Großstadt sind nur einige der kulturellen Höchstleistungen, die unser Wien-Bild heute ausmachen. Während wir 100 Jahre später all das feiern, prallten im "Wien um 1900" die radikalen Meinungen aufeinander und spalteten die Hauptstadt eines riesigen Reiches. Für weite Teile der Mehrheitsbevölkerung waren die vielen Minoritäten, die nach Wien strebten, ein Feindbild und lösten Angst um Jobs und Positionen aus. Die Parallelen zur Gegenwart sind unübersehbar.

3sat entführt mit Spielfilmen und Dokumentationen ins damalige Wien. Atmosphärisch tauchen wir tief ein in erotische Verwirrungen und Verunsicherungen der Gewissheiten - wie etwa der Vormachtstellung der Männer in der TV-Erstausstrahlung "Lina" über Lina Loos, die Ehefrau eines weiteren Vertreters des Wiener Jugendstils, Adolf Loos.
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Wiener Moderne 2018
Interaktive Website zum Thema - eine digitale Secession!

Die Sendungen im Überblick:

Der letzte große Kaiser - Franz Joseph I. zwischen Macht und Ohnmacht
© ORF/Vaughan Filmproduktion/Industriellenvereinigung
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Mit 18 Jahren hat er den Thron bestiegen und 68 Jahre lang regiert: Kaiser Franz Joseph I. war der längst dienende Herrscher der Habsburger-Dynastie und bereits zu Lebzeiten eine Legende.
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6.20 Uhr

Schönbrunn - Quelle der Schönheit
© ORF/Milenko Badzic
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Schloss Schönbrunn mit seinen Nebengebäuden und dem weitläufigen Park mit Tiergarten zählt auf Grund seiner langen und bewegten Geschichte zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Österreichs. Es ist feudales Spiegelbild seiner einstigen Bewohner, ein Zaubergarten mit botanischen Schätzen und zugleich gezähmte Wildnis, die dem Herrschaftsanspruch der Habsburger über Mensch und Natur entsprach. Die kühne Vision der Architekten geriet zum glanzvollen Zeitzeugen eines glanzlosen Niedergangs des habsburgischen Weltreichs. Kein anderes Bauwerk repräsentiert so eindrucksvoll die wechselhafte österreichische Geschichte.
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7.10 Uhr

Schloss Schönbrunn: Das neue Imperium
© ORF/kultek medien gmbh/Schloß Schönbrunn Kultur- u. Betriebsges.m.b.H./Julius Silver
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Derzeit gibt es mehr als 960 Denkmäler in beinahe 160 Ländern, die das UNESCO-Prädikat tragen, ein "Weltkulturerbe" zu sein. Nur zwei Stätten finanzieren sich, ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand, selbst: der "Tower of London" und das Schloss Schönbrunn in Wien.
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8.05 Uhr

Sommernachtskonzert Schönbrunn 2018
Schlosspark Schönbrunn bei Nacht © ZDF Wiener Philharmoniker Arve Dinda
Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn werden bei freiem Eintritt Arien italienischer Klassiker wie Giacomo Puccini, Francesco Cilea und Ruggero Leoncavallo erklingen. Außerdem stehen Stücke des russischen Ballett-Repertoires auf dem Programm.
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8.30 Uhr

Rund um den Ring - Die Geschichte der Wiener Ringstraße
© ORF
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Die Straße ist rund vier Kilometer lang, 57 m breit und von Alleen gesäumt. Sie wurde am 1. Mai 1865 feierlich eröffnet, jedoch erst unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg vollendet. Die beiden Endpunkte der Ringstraße sind entlang des Donaukanals durch den Franz-Josefs-Kai verbunden.
Niemals zuvor und auch nicht mehr danach haben die Menschen eine derart rasante Veränderung ihrer Stadt erfahren: Als im Frühjahr 1858 mit dem Abbruch der Stadtmauer begonnen wurde, konnten die Wienerinnen und Wiener sozusagen zuschauen, wie aus einer alten und engen Residenzstadt eine Weltmetropole wurde. Als signifikantes Zeichen dieser neuen Ära entstand die Ringstraße, Wiens bedeutendster Ort der Repräsentation.
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9.45 Uhr

Einfach schön - Die Wiener Werkstätte
© ORF
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Eine Brosche von Josef Hoffmann um 55.000 Euro, eine Eidose von Kolo Moser um 28.000 Euro oder eine Vase von Dagobert Peche um 75.000 Euro: Die Auktionen anlässlich "100 Jahre Wiener Werkstätte" brachten Spitzenpreise und bestätigten wieder einmal das internationale Interesse an dieser Wiener Marke.
Die Kunst in den Alltag hineinzutragen, das war die Idee der Wiener Werkstätte. Sehr schnell allerdings zeigte sich, dass "herrliche" Gebrauchsgegenstände - ob Hutnadel, Möbel oder Besteck - auch ihren Preis haben.
Hermann Sternath dokumentiert Geschichte und Leistung der Wiener Werkstätte, deren Produkte als modern, zeitlos und kostbar gepriesen wurden und mehr denn je weltweit hochgeschätzt werden. Objekte der Wiener Werkstätte sind in den Vitrinen aller bedeutenden Kunstgewerbemuseen zu finden und erzielen im internationalen Handel und bei Auktionen Spitzenpreise.
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10.00 Uhr

Der heimatlose Europäer - Stefan Zweig
© ORF
Er war ein überzeugter Europäer in einer Zeit von nationalen Feindbildern, und aus Verzweiflung über die Selbstzerfleischung Europas im Zweiten Weltkrieg nahm er sich im brasilianischen Exil das Leben: Stefan Zweig. Am 22. Februar 1942 schluckten er und seine Frau Lotte in Petropolis bei Rio de Janeiro eine Überdosis Veronal. Zum 75. Todestag widmet 3sat dem bekannten Literaten ein TV-Porträt, an dem Michael Heltau und Gabriele Buch mitwirken. Der Film von Wolfgang Hackl (Regie) und Peter Zurek (Buch) schildert Zweigs Leben im Wien der Habsburger-Monarchie, seine künstlerisch fruchtbarste Zeit in Salzburg, als in seinem Haus auf dem Kapuzinerberg die kulturelle Prominenz ein- und ausging, und die Zeit des Exils in England, den USA und schließlich in Brasilien.
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10.20 Uhr

Aufgetischt - Die Wiener Moderne
© ORF/Satel Film/© Lisa Mörtelmayr/Satel Film 2017
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Die Wiener Moderne, jene Zeit um 1900, zählt zu den wichtigsten Kunst- und Kulturepochen der österreichischen Geschichte. Neue Errungenschaften in Literatur, Architektur, Musik, Psychologie, Philosophie und Gesellschaft prägen die Zeit. Heute sind die Vertreter der Wiener Moderne Inspiration und Vorbild für die Künstler des 21. Jahrhunderts. Lampenfabrikant Wolfgang Karolinsky hält die revolutionären Designs der Künstler der Wiener Moderne in Ehren und produziert sie weiter. An 200 Lampenmodellen hat er die Herstellungsrechte erworben und baut sie originalgetreu in seinen Werkstätten nach.
Auch Ursi Fürtlers Anregungen kommen aus dem Wien der Jahrhundertwende. Mit einer selbstentwickelten Siebdrucktechnik bringt die Textilkünstlerin graphische Muster auf Stoffe, Paravents und Schals.
Andreas Gugumuck lässt eine um die Jahrhundertwende nur der Oberschicht vorbehaltenen Delikatesse wiederaufleben: Auf seinem Bauernhof kultiviert er Schnecken, hält Fortbildungskurse und vermittelt seine Begeisterung auf jede erdenkliche Weise.
Wer einen Digestif braucht, ist bei den "Kesselbrüdern" gut aufgehoben. Achim Brock, Florian Koller und Thomas Tirmantinger, stellen in einer kleinen Brennerei ihren Wacholderschnaps her.
Der Graffiti-Künstler Nikolaus Schuller alias NYCHOS wurde weltweit berühmt mit seiner gesprayten Hommage an Sigmund Freud.
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11.50 Uhr

Die nackte Wahrheit
© RBB/BR/Sammlung Dichand
Die Kunst im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne: Wiener Maler wie Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka greifen in den Jahren um 1900 schonungslos Tabuthemen auf: Sexualität und Macht, Homoerotik und Geschlechterkampf. Die Empörung des Publikums bleibt nicht aus.
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12.40 Uhr

Begierde und Sehnsucht - Arthur Schnitzler
© ORF/Vermeer Film
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Herbert Eisenschenk porträtiert in dieser neuen Dokumentation Leben und Werk von Arthur Schnitzler, des bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellers des beginnenden 20. Jahrhunderts. Wie kein anderer wusste Schnitzler die besondere Umbruchszeit der Jahrhundertwende zu beschreiben. Zeitgleich mit Sigmund Freud in der Psychoanalyse spricht Arthur Schnitzler Tabus wie Sexualität und Tod in seinen Werken an.
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13.20 Uhr

Spiel im Morgengrauen
© ORF/Milenko Badzic
"Spiel im Morgengrauen" handelt von der Ambivalenz zwischen Schein und Wirklichkeit: Steffi, eine mittlerweile reiche Frau, mit der der Infanterie-Leutnant Wilhelm Kasda einst "gespielt" hat, dreht nun, da er in Spielschulden erstickt, den Spieß um. Sie, vom Schicksal bevorzugt, bestimmt nun selbst das Spiel.
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14.00 Uhr

Die Windsbraut
© ORF/Terra-Film/Peter Korrak
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"Die Windsbraut" ist der Titel einer britisch-österreichischen Koproduktion über das bewegte Leben der österreichischen Künstlermuse, Komponistin und Femme fatale. Alma Mahler war nicht nur mit dem Komponisten Gustav Mahler, dem weltberühmten Architekten Walter Gropius und dem Dichter Franz Werfel verheiratet, sondern wurde auch durch ihre Liebesaffären mit den Künstlern Oskar Kokoschka und Gustav Klimt bekannt. "Die Windsbraut" - betitelt nach dem gleichnamigen berühmten Gemälde, das Kokoschka von seiner Geliebten angefertigt hat - zeigt, dass Alma Mahler wesentlich mehr war als nur die Frau an der Seite bedeutender Männer.
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15.30 Uhr

"Meine Zeit wird kommen"
© dpa
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Gustav Mahler und die Frauen, Gustav Mahlers Ängste und Verzweiflung, Gustav Mahlers sprunghafter Charakter: Kaum jemand kannte den Komponisten so gut wie eine bis heute nahezu unbekannte Frau, Natalie Bauer-Lechner. Basierend auf deren Tagebüchern beschreibt die Dokumentation von Beate Thalberg das Leben Gustav Mahlers bis zu seiner Heirat mit Alma Schindler.
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17.05 Uhr

Frauenbilder - Gegenbilder: Die Künstlerinnen der Wiener Moderne
© ORF/Filmwerkstatt/Marcel Lehmann
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Die Zeit von 1890 bis 1918 war ein Höhepunkt der österreichischen Kulturgeschichte. Zahlreiche Neuerungen in Kunst, Literatur, Architektur, Musik, Psychologie, Philosophie und Gesellschaft prägten die "Wiener Moderne". Ausschließlich Männer sind im kollektiven Gedächtnis als Wegbereiter der "Wiener Moderne" eingespeichert: Gustav Klimt, Otto Wagner, Oskar Kokoschka und Egon Schiele. Gerade in dieser Epoche emanzipierten sich aber die Frauen zusehends und waren am Aufbruch in die Moderne beteiligt. Trotz sehr schlechter Rahmenbedingungen für Frauen im Kunstbetrieb konnten sie sich durchsetzen, die meisten von ihnen sind allerdings in Vergessenheit geraten. In dieser Dokumentation von Barbara Weissenbeck werden Künstlerinnen wie die Malerinnen Tina Blau, Broncia Koller-Pinell und Olga Wisinger-Florian, die Bildhauerin Teresa Feodorowna Ries oder die Grafikerin Lili Réthi, deren Schicksale und Werke vorgestellt. Zugleich skizziert der Film ein vielschichtiges und ambivalentes Bild der damaligen Gesellschaft.
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18.00 Uhr

Lina
© ORF/Walter Wehmeyer Filmproduktion/Wolfram Wuinovic
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Lina Loos, Anfang des 20. Jahrhunderts nur drei Jahre lang die Ehefrau des damals bereits etablierten Architekten und Designers Adolf Loos, steht im Mittelpunkt des vorliegenden Kinofilms. Lina Loos war nach 1945 in der Frauen- und Friedensbewegung engagiert, Vizepräsidentin des Bundes demokratischer Frauen sowie Mitglied des Österreichischen Friedensrates.
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18.45 Uhr

Klimt
© ORF/Epo Film/Bernhard Berger
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Hollywoodstar John Malkovich spielt die Titelrolle in diesem außergewöhnlichen Spielfilmporträt eines herausragenden Künstlers der Wiener Moderne. Am Totenbett lässt der Maler Gustav Klimt sein Leben Revue passieren. Begegnungen mit berühmten Zeitgenossen, Frauen, Förderern und Feinden seiner Kunst bilden den roten Faden dieses Films des vielfach preisgekrönten chilenischen Filmemachers Raoúl Ruiz. Im Mittelpunkt des erotischen Reigens aus Leidenschaft, Sinnlichkeit, Ausdruckskraft und Aufbegehren steht Klimts ewige Suche nach der Vollkommenheit, der Erotik und der Liebe, die sich in seinen Werken und in seinem Verhältnis zu der französischen Tänzerin und Schauspielerin Cleo de Mérode widerspiegelt.
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20.15 Uhr

Gustav Klimt - Der Geheimnisvolle
© ORF/Vermeer-Film
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Als Gustav Klimt 1862 in eine ärmliche Wiener Handwerkerfamilie geboren wurde, stand Europa am Beginn epochaler Veränderungen. Wien verkörperte zu dieser Zeit, wie keine andere europäische Stadt, das Leben einer behaglichen Gesellschaft, für die Kunst vor allem die Verwirklichung eines unschuldigen und harmlosen Traumes bedeutete. Der hochbegabte Maler Klimt begann seine künstlerische Karriere zunächst mit der Fertigung dieser harmlosen Kunst, machte sich aber später u.a. als Mitbegründer der Sezessionisten einen Namen und leistete gegen die Kommerzialisierung der Kunst heftigen Widerstand. In seiner Dokumentation blickt Herbert Eisenschenk nicht nur hinter die schillernde historische Künstlerpersönlichkeit Gustav Klimts, sondern erforscht auch die verschlungenen Wege der heutigen Rezeption seiner einzigartigen Kunst.
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21.50 Uhr

Eine dunkle Begierde
© ZDF, Liam Daniel
Schweiz, 1904: Die junge Patientin Sabina Spielrein wird von ihrem Arzt Dr. Carl Gustav Jung einer neuartigen Gesprächstherapie unterzogen, die dieser mit seinem Kollegen Sigmund Freud entwickelt hat. Sabina zeigt aufgrund einer schwierigen Familiengeschichte sadomasochistisch geprägte erotische Neigungen. - David Cronenbergs erotisches Historiendrama mit Michael Fassbender, Viggo Mortensen, Vincent Cassel und Keira Knightley.
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22.45 Uhr

Mahler auf der Couch
© ORF/Cult Film
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Im Sommer 1910 trifft ein Brief den 50jährigen Gustav Mahler wie eine Bombe. Er ist an ihn adressiert, aber für seine junge Frau Alma bestimmt. In seiner Verzweiflung konsultiert er Sigmund Freud. Ein Ehedrama aus der Welt der symphonischen Musik mit einem guten Schuss Humor.
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0.25 Uhr

Klimt
WH v. 20.15 Uhr
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2.00 Uhr

Lina
WH v. 18.45 Uhr
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2.35 Uhr (Winterzeit!)

Eine dunkle Begierde
WH v. 22.45 Uhr
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4.05 Uhr