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Von Sonntag, 6 Uhr morgens, bis Montag, 6 Uhr morgens, geht es in dem 3sat-Themtag "In 24 Stunden um die Welt" einmal rund um den Globus.
In 24 Stunden um die Welt
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Für den Thementag "In 24 Stunden um die Welt" packt Max Moor wieder die Koffer und geht auf Weltreise. Und Sie, liebe 3sat-ZuschauerInnen, können mitreisen. Um 6 Uhr morgens geht es los: wir fliegen rund um den Globus, an Orte, die Geschichte geschrieben und Kulturen geprägt haben, die altes Wissen und Natur bewahren und deshalb von der UNESCO als Welterbestätten ausgezeichnet wurden.

Sendedaten
3sat-Thementag

In 24 Stunden um die Welt

Aus der ARD-Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"

Sonntag, 19. November 2017, ab 6 Uhr

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Handelsstädte Europas und die Hanse (6 Uhr)

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Die Speicherstadt in Hamburg.
Um 6 Uhr morgens besteigen wird die Rhätische Bahn und landen in Basel, der diesjährigen Basisstation der Weltreise. Eine Stadt reich an kulturellem Erbe: religiöses Zentrum, Handelsknotenpunkt, Stadt stolzer Zünfte – am Fluss und im Fluss.

Von Basel schauen wir auf andere stolze Handelsknotenpunkte Europas: Amsterdam, Regensburg, Brügge oder Lyon und wir besuchen die Hansestädte Hamburg, Visby und Riga.

Orte
Die Rhätische Bahn (Schweiz), Die Grachten von Amsterdam (Niederlande),Regensburg (Deutschland),Brügge (Belgien),Lyon (Frankreich),Speicherstadt und Chilehaus in Hamburg (Deutschland),Väsby (Schweden),Riga (Lettland),Tallinn (Estland)

 

Wasser - Landschaften und gefährdete Natur (8 Uhr)

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Mit dem Floss entlang der Tara im Durmitor Nationalpark in Montenegro.
Stadtführer Peter Habicht erklärt auf der Münsterterrasse mit Blick auf die Berge und den Rhein die Besonderheiten Basels. Wasser-Landschaften, wie der Yellowstone- und Durmitor Nationalpark, sind bis 10 Uhr das Thema und die Leidenschaft von Schriftsteller Hansjörg Schneider, der Max Moor von seinem Gespür für Wasser, der Kindheit an der Aare und seinem Roman „Das Wasserzeichen“ erzählen wird.

Die Umweltforscherin Marion Mertens blickt mit besorgtem Blick auf die Gletscher und leitet zu Naturerbe-Stätten über, die die UNESCO als gefährdet eingestuft hat.

Orte
Yellowstone Nationalpark (USA),Durmitor Nationalpark (Montenegro),Ilulissat Eisberge (Grönland),Die Wasserfälle des Iguazu (Brasilien/Argentinien),Der Fletsch Gletscher (Schweiz),Great Barrier Reef (USA),Die Everglades (USA)

 

Brücken und Fähren und Wasserkraft (10 Uhr)

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Die Brücke von Mostar.
Sieben Brücken und fünf Fähren verbinden das Altstadt- mit dem Kleinbasler Ufer. „Fährimaa“ in Basel – das ist mehr als ein Beruf. Eine Institution. Und Jacques Thurneysen ist ein Unikum in der Zunft der Fährleute, barfuß zu jeder Jahreszeit, unerschütterlich - und manchmal sogar mit Strickzeug anzutreffen.

Der Fährmann begleitet Max Moor in die Welt der Brücken, zum Pont du Gard, zur Brücke von Mostar und zur Ironbridge. Außerdem können technische Wunder am Wasser, wie das Schiffshebewerk des Canal du Centre oder das Wouda Schöpfwerk in den Niederlanden, bestaunt werden.

Orte
Pont du Gard (Frankreich),Die Brücke von Mostar (Bosnien-Herzegowina),Iranbridge (Großbritannien),Mérida (Spanien),Die Schwebefähre Portugaltee (Spanien),Die Schiffshebewerke des Canal du Centre (Belgien),Das Gouda Schöpfwerk (Niederlande),Die Mühlen von Kinderdick (Niederlande)

 

Antike und christliche Stätten (12 Uhr)

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Die Kreuzritterburg Byblos aus dem 12.Jahrhundert.
3000 Jahre Geschichte schlummern unter dem Münsterhügel. Die Archäologen haben dort gebuddelt, Erstaunliches zutage gefördert und alles wieder schön zugeschüttet. Deshalb braucht Max Moor ein Tablet und eine App, um eine Ahnung von den keltischen und römischen Schätzen und dem frühen karolingischen Münster zu bekommen.

Außerdem leitet ihn Guido Lassau von der Archäologischen Bodenforschung bei der "Schatz-Suche" an. Antike Stätten wie Petra und Paestum, Byblos und Akko sowie frühe christliche Orte stehen auf dem Programm.

Orte
Petra (Jordanien),Paestum und Zelia (Italien),Byblos (Libanon),Akko (Israel),Val Mastair (Schweiz)Bethlehem (Palästina),Lalibela (Äthiopien),Klöster Haghpat und Sandhin (Armenien)

 

Flusslandschaften, Urwälder, Kanäle und industrielles Erbe (14 Uhr)

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Schleuse am Panamakanal.
Der Schriftsteller Hansjörg Schneider ist Stammgast in der Badeanstalt Sankt Johann am Rhein. Flussschwimmen gehört zum Baseler Lebensgefühl. Trotz Schiffsverkehr, trotz Erinnerungen an den verheerenden Chemie-Unfall 1986.

Die Umweltforscherin Marion Mertens kann erzählen, dass diese Katastrophe auch eine Chance war. Max Moor tummelt sich mit seinen Gästen am Wasser und zeigt ihnen die Urwälder Bialowieza und Tai, bereist den Leeds- Liverpool-, den Kaiser- und den Panama-Kanal und besichtigt alte Industriedenkmäler in England, Polen, in Chile und Norwegen.

Orte
Liverpool (Großbritannien),Donaudelta (Rumänien),Bialowieza (Polen/Weißrussland),Tai (Elfenbeinküste),Leeds-Liverpool-Kanal (Großbritannien),Derwent Valley (Großbritannien),Salzbergwerk von Wieliczka (Polen)

 

Hafenstädte (18 Uhr)
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Porto mit dem dominierenden Bischofssitz rechts oben.
Hafenstädte sind immer auch ein starker Magnet für Touristen. So reisen wir nach Trogir in Kroatien, ins vietnamesische Hoi An und nach Willemstad auf die niederländischen Antillen.

Als Hafenstadt besonders angesagt ist derzeit Porto. Seit Kreuzfahrtschiffe und Billigflieger die Stadt ins Visier nehmen, ist aus dem Aschenputtel eine strahlende Prinzessin geworden. Mit einigen Unannehmlichkeiten für die Einwohner: Sie beklagen sich, manchmal nur noch mit Mühe durch die engen Gassen zu ihren Geschäften und Büros zu gelangen. Eine Last, mit der auch andere Weltkulturerbestätten zu kämpfen haben.

Orte
Luxemburg (Kanada),Trogir (Kroatien),Hoi An (Vietnam),Porto (Portugal),Willemstad (Niederländische Antillen)Sause (Tunesien)

 

Gärten (19 Uhr)

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Aquädukt im Kasseler Bergpark.
Brunnen in Basel sind Vergnügen, Zierde und Trinkwasserspender. Brunnen in den Parks und Gärten der Welt sind vor allem wichtige Gestaltungselemente.

Deshalb: Auf nach Kassel! Im Anschluss besichtigen wir Gartenkunst in Japan, England und an der Neiße, wo sich der verrückte Fürst Pückler-Muskau verwirklichte. Der Tinguely-Brunnen heißt übrigens auch "Fastnachtsbrunnen".

Orte
Bergpark Kassel Wilhelmshöhe, Deutschland

Itsukushima, Japan

Der königliche Park von Studley, Großbritannien

Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, Deutschland/Polen


 

Traditionen und Bräuche (20 Uhr)

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Baobab Allee im Tsingy de Bemaraha-Nationalpark, Madagaskar.
Was ist immaterielles Kulturerbe? Die Basler Fasnacht will es werden und hofft, zum Jahresende in die UNESCO -Liste des immateriellen Erbes aufgenommen zu werden.

Pia Inderbitzin, Mitglied im Basler Fasnachtskomitee, entführt Max Moor auf ihren Dachboden, ein Fundus an Kostümen und Geschichten. Außerdem werden Orte in Kenia, Neuseeland und Madagaskar vorgestellt – Kaya, Tongariro und Tsingy de Bemaraha, die ebenfalls Kraft ihrer Traditionen Welterbe geworden sind.

Orte
Kaya (Kenia),Tongariro (Neuseeland),Tsingy de Bemahara (Madagaskar)

 

Entdeckungsreisen und Wüsten (21 Uhr)

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Palácio Sao Paulo, der ehemalige Gouverneurspalast, Mosambik.
Max Moor träumt sich im Liegestuhl am Basler Dreiländereck in die Ferne: von Lissabon über die Azoren und Kapverden an die afrikanische Westküste nach Ghana und in den Senegal.

Außerdem macht er mit der Umweltforscherin Marion Mertens einen Abstecher in die Wüste. Sie diskutieren den Klimawandel, die verheerenden Folgen des Wassermangels in manchen Regionen und staunen über die 4.000 Jahre alten Bewässerungssysteme im Oman.

Orte
Belem (Portugal),die Azoren (Portugal),Cidade Velha (Kapverden),Accra (Ghana),das Bewässerungssystem des Oman,die Namib (Namibia),das Wadi Rum (Jordanien),Ile Saint Louis (Senegal)Ilha de Mocambique (Mosambik)

 

Seidenstraße (23.15 Uhr)

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Kamele vor der Kfz Kala-Palastruine in der alten Ruinenstadt Merv, Turkmenistan.
Max Moor folgt den Verlockungen der Seidenstraße, einem alten Netz von Karawanenstraßen, dessen Hauptroute das Mittelmeer über Zentralasien mit Ostasien verband. Seine Reise beginnt in der Türkei (Safranbolu), führt über Turkmenistan (Merv) nach Usbekistan (Buchara) und endet – sehr überraschend – im spanischen Valencia.

Einem Gotteshaus gleich ragt in der spanischen Stadt die dortige Seidenbörse in die Höhe. Der gotische Prüfanbau ist ein ehemaliger Tempel der Kaufleute.

Orte
Safranbolu (Türkei),Nerv (Turkmenistan),Buchara (Usbekistan),Valencia (Spanien)

 

Architektur (0 Uhr)

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Eingangsbereich mit Treppe der Casa Luis Barragen, Mexiko.
Basel bezeichnet sich selbst als „das Mekka der Architektur“. So operiert das Schweizer Duo "Herzog & de Meuron" von dort aus international und hat auch der Stadt diverse moderne Bauten beschert.

Max Moor blickt auf den knapp 178 Meter hohen Roche-Turm und entführt um Mitternacht in die Welt der Architektur: Zu den deutschen Fagus-Werken, zum Opernhaus nach Sydney und dem spanischen Palau da Música. Das Haus "Tugendhaft" in Tschechien, die Casa Luis Barragán in Mexiko und Le Havre runden die Reise ab.

Orte
Das Fagus-Werk in Alsfeld (Deutschland),das Opernhaus in Sydney (Australien),Palast der Katalanischen Musik Barcelona (Spanien),das Haus Tugendhaft (Tschechien),Casa Luis Barragán (Mexiko),Le Havre (Frankreich),die Berliner Moderne (Deutschland)

 

Inseln (1.30 Uhr)

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Öland: Trotz der Widrigkeiten wurde die Alvar schon früh von Menschen besiedelt.
Nun schlägt die Stunde der Sehnsucht: Traumziele, Inselglück. Von den äolischen Vulkaninseln, die zu Italien gehören, hüpfen wir aufs schwedische Öland, von dort in die vietnamesische Halong Bay und nach Sansibar.

Doch der Zauber des Namens und der Duft der Gewürze dürfen nicht vergessen machen, dass Sansibar einst eine Drehscheibe des Sklavenhandels war.

Von anderen dunklen Seiten der Inseln erzählen das südafrikanische Robben-Island und die Solowetzky-Inseln in Russland.

Orte
Äolische Inseln (Italien),Ölend (Schweden),Halong Bucht (Vietnam),Sansibar (Tansania),Robben Island (Südafrika),Solowetzky Inseln (Russland)

 

Rheingold (3 Uhr)

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Die bis zu 400 Meter tiefe und rund 13 Kilometer lange Rheinschlucht im Kanton Graubünden, Schweiz.
Hansjörg Schneider ist wach geblieben und trifft Max Moor noch einmal in der Nacht.

Der Schriftsteller, der die Flüsse liebt, blickt mit dem Moderator nicht nur auf den Rhein, sondern auch tief in die Geschichte des Flusses und in den Mythos. Sie räsonieren darüber, wie germanisch der Rhein einem Alemannen vorkommt.

Dann tauchen die beiden um 3 Uhr ein ins „Rheingold“ - eine poetische Reise.

Orte
Rheinschlucht (Schweiz)

 

Religiöse Zentren (4.30 Uhr)

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Mausoleum von Hodcha Ahmed Yassaui in Turkestan, Kasachstan.
Die letzte Etappe der 24-Stunden-Reise ist religiösen Zentren gewidmet.

Wir besuchen Kirchen in Georgien, das Mausoleum "Hodscha Ahmad Yasawi" in Kasachstan, die hinduistischen Felsentempel von Mahabalipuram in Indien, den heiligen Berg Gebel Barkal im Sudan und viele weitere Orte, die seit Jahrhunderten von großer Bedeutung für die Menschen sind.

Orte
Mtshketa (Georgien),Mausoleum "Hodscha Ahmed Yasawi" (Turkestan),Felsentempel von Mahabalipuram (Indien),Gebel Barkal (Sudan),Fatehpur Sigrid (Indien),Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Mossad (Russland), La Chaux-de-Fonds und Le Locke (Schweiz)

 

La Chaux-de-Fonds (5.30 Uhr)

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Die Uhrmacherstadt La Chaux-de-Fonds, Schweiz.
Kurz vor 6 Uhr, nach seinem Marathon über alle Erdteile, wird sich Max Moor verabschieden - mit einem Blick auf die Uhr in der Schweizer Uhrenstadt La Chaux- de-Fonds.

La Chaux-de-Fonds mit seinem einzigartigen schachbrettartigen Stadtbild gilt als Wiege der Uhrmacherei weltweit und als Jugendstil-Hochburg der Schweiz. Wegen des architektonischen Wertes der angelegten Bebauung und der Jugendstilbauten wurde die Stadt im Jahre 2009 zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Ort
La Chaux- de-Fonds (Schweiz)