Familie Woitzuck betreibt eine Schweinezucht. Auch hier dürfen die Tiere tagsüber in den Auslauf. Doch Schweine sind sehr gesellige und neugierige Tiere. Ihr Forschungsdrang macht sie unberechenbar. Sie nützen jede Gelegenheit auf eine Erkundungstour. Eine kleine Schwachstelle im Zaun - und die Truppe dringt in die Freiheit. So ein Ausbruch kann verheerend enden. Denn Schweine sind nicht nur Allesfresser, sie arbeiten auch fast so gut wie ein Pflug. In Windeseile ackern sie das Gemüsebeet der Bäuerin um. Als die Bäuerin die Missetäter entdeckt, ist es für das Beet bereits zu spät. Was den Schweinen unter die Nase ging, wurde gefressen, der Rest gründlich in den Boden eingearbeitet.
Auf Biobauernhöfen dürfen die Tiere immer, wenn es das Wetter erlaubt, ins Freie. Da fordert die Natur manchmal ihren Tribut. Freilaufende Hühner sind für Habichte eine leichte Beute. Der Habicht greift aus dem Hinterhalt an. Er versteckt sich in Baumkronen und wartet dort auf einen günstigen Augenblick, dann greift er sein Opfer. Wenn er einmal Erfolg gehabt hat, kommt er immer wieder. Doch bei 70 Hennen fällt der Verlust von einer nicht ins Gewicht. Familie Lingler sieht über den Vorfall hinweg.
Gefährlicher ist der Steinmarder. Wenn er in den Hühnerstall eindringt, hinterlässt er meist ein Horrorszenario - manchmal auch am helllichten Tag. Nur ein sehr guter Wachhund kann das Schlimmste verhindern.
Ärgernisse dieser Art tragen die Bauern mit Fassung. Zu schaffen machen ihnen vielmehr Plagegeister wie die Kartoffelkäfer. Da im Biolandbau auf den Einsatz der Giftkeule verzichtet wird, müssen sie besonders darauf achten, dass die Schädlinge rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden.