Größer als das Salzburg in den heutigen Grenzen war auch das Territorium des Fürsterzbistums mit dem Rupertiwinkel im heutigen Bayern, Teilen Tirols und Kärntens, dazu Grundbesitz in Bayern, der Steiermark und Niederösterreich (Weingüter in Arnsdorf, Wölbling, Traismauer) sowie Slowenien (Lichtenwald, Reichenburg, Reichenstein, Rann). Die größte Ausdehnung hatte Salzburg unter Erzbischof Pilgrim II. (1365-96).
Ein wichtiges Bollwerk der Salzburger Fürsterzbischöfe im Südosten war das im heutigen Kärnten gelegene Friesach mit seinen gewaltigen Befestigungsanlagen auf dem Petersberg, dem Geyersberg und dem Virgilienberg.
Um 1100 herum beschrieben Chronisten Friesach als den bedeutendsten von allen unter erzbischöflicher Herrschaft stehenden Orten. Friesach gleiche "eher dem Sitz eines Kaisers als dem eines Bischofs".
Friesach wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu einem bedeutenden kirchlichen und kulturellen Zentrum, ebenso war es ein Münzprägezentrum. Der "Friesacher Pfennig" war ab 1130 lange Zeit die Leitwährung im Südostalpenraum.