Zwischen dieser friedlichen Begegnung und der Expedition des alten Beringe liegt ein grausames Jahrhundert. Die Folgen der Entdeckung waren fatal, denn die raren Berggorillas zählten bald zu den begehrtesten Jagdtrophäen der Welt. Dass sie nicht ausgerottet wurden, hat die Welt einigen wenigen außergewöhnlichen Menschen zu verdanken, die im jeweils letzten Augenblick als Retter erschienen: vom Großwildjäger Carl Akeley, der angesichts der sanften, menschenähnlichen Gorillas sein Leben änderte und an der Gründung des Nationalparks mitwirkte, über den genialen Naturforscher George Schaller, der die geheimnisvollen Menschenaffen erstmals wissenschaftlich beschrieb, bis hin zur legendären Dian Fossey, die durch ihre Forschungsarbeit, ihr Buch "Gorillas im Nebel" und dem gleichnamigen Hollywood-Film weltberühmt wurde.
Andreas von Beringes Spurensuche führt auch an Fosseys Grab vorbei. Es liegt in Karisoke, einem Zauberwald im heutigen Nationalpark, wo Dian lebte, ihre berühmten Studien durchführte und letztlich ermordet wurde - vermutlich von einem übergeschnappten Studenten. Lange dachte man, dass die Forscherin von einheimischen Jägern getötet wurde, denn Dian Fossey kämpfte mit allen Mitteln gegen Wilddiebe und Fallensteller, die mit Trophäen oder lebenden Gorillas schwungvollen Handel betrieben.