Die Maskarenen - ein Naturwunder im Indischen Ozean
Die Bewohner der Inseln Mauritius, Réunion und Rodrigues sind vom Schatzfieber befallen. Kaum jemand, der nicht zumindest jemanden kennt, der von einem vergrabenen Schatz weiß oder etwa den Teil einer alten Schatzkarte besitzt. Angeblich haben ein paar Glückliche schon etwas gefunden, offizielle Auskünfte darüber gibt es keine. So manche Mauritier hat die verbissene Suche nach vermeintlichen Schätzen in den Ruin gestürzt. Da gibt es beispielsweise den ehrenwerten Mister Hedley Gunness, heute bereits im Pensionsalter. Er unterminiert seit den fünfziger Jahren die Westküste von Mauritius, ohne auch nur eine einzige Münze gefunden zu haben. Oder jene alte Lady und ihr ebenso betagter Kompagnon, die mit verstorbenen Piraten Kontakt aufnehmen und ihr gesamtes Vermögen in die Suche von Schatzkisten investiert haben, von denen die Geister erzählen, sie enthielten die atemberaubende Summe von tausend Millionen Dukaten.
All jene, die so leidenschaftlich nach Gold, Silber und Juwelen suchen, blicken an den tatsächlich vorhandenen Schätzen der Maskarenen vorbei: Auf Réunion gibt es in einem riesigen, einsamen Vulkankrater entlegene Dörfer, die man "Inseln" nennt und in denen die Nachfahren geflüchteter Sklaven leben - ohne Telefon und ohne Straßen. Eine Enklave der Vergangenheit.