© ORF/SATEL
Video online ab 12.9.2017, 6.00 UhrVideo online ab 12.9.2017, 6.00 Uhr
Endlos wie der Ozean - doch ohne einen Tropfen Wasser
Durch die Sahara
Teil 2 der Reihe "Söhne der Wüste"
"Bar bela mar" - "Meer ohne Wasser" nennen die Nomadenstämme Nordafrikas die sengende Sandwüste Sahara. Mitte des 19. Jahrhunderts durchquerte der Hamburger Ethnologe und Botaniker Heinrich Barth als erster Europäer die Sahara und erreichte nach endlosen Strapazen die goldene Stadt Timbuktu am Fluss Niger.

Neues Kapitel in der Geschichte des "Dunklen Kontinents"
© ORF/SATEL
Traditioneller Tuareg-Hochzeitstanz in der südlybischen Oasenstadt Ghat.
Die große Afrika-Expedition, die 1850 in der libyschen Hauptstadt Tripolis nach Süden aufbricht, öffnet ein neues Kapitel in der Geschichte des "Dunklen Kontinents". In fünf Jahren legt sie mehr als 15.000 Kilometer unter extremsten Bedingungen zurück. Ihren sensationellen wissenschaftlichen Erfolg verdankt sie einem 29-jährigen Deutschen aus Hamburg. Heinrich Barth sammelt auf Tausenden von Notizbuchseiten unzählige Informationen über Geologie und Ethnologie, über die Pflanzen- und Tierwelt der Wüste. Seine Messdaten ermöglichen erstmals zuverlässige Landkarten, seine archäologischen Entdeckungen schreiben die Geschichte der Sahara neu. Die bahnbrechenden Forschungsergebnisse stellen ihn auf eine Stufe mit Alexander von Humboldt, doch in Deutschland gerät der unbequeme Wissenschafter schnell in Vergessenheit.

Der See Um-el-Ma ist eines der großen Naturwunder in der Sahara © ORF/SATEL Der See Um-el-Ma
Vor einer mit magischen Zeichen bedeckten Felswand vollziehen die Dogon in Mali das Initiationsritual. © ORF/SATEL Felswand mit magischen Zeichen
 Im "Dünenmeer" des Erg Murzuq in Südlibyen © ORF/SATEL Im "Dünenmeer" des Erg Murzuq


Dreharbeiten im Schatten von 09/11
© ORF/SATEL Die Vorfahren dieses Tuareg-Häuptlings haben Barths Expedition durch die Wüste geführt.
Die Vorfahren dieses Tuareg-Häuptlings haben Barths Expedition durch die Wüste geführt.
Auch die Dreharbeiten in den Monaten nach den Ereignissen am 11. September 2001 verliefen dramatisch. Journalisten wurden in Mali von Banditen überfallen, Libyen verweigerte aus Angst vor nordamerikanischen Vergeltungsschlägen zeitweilig die Einreise, und blutige Unruhen im Norden Nigerias verhinderten dort jegliche Filmaufnahmen. So spiegelt die Entstehungsgeschichte der Dokumentation das historische Geschehen der Barth-Expedition wider. Trotz aller Schwierigkeiten gelangen außergewöhnliche Bilder von der Schönheit der Wüste und ihrer Bewohner. Szenische Rekonstruktionen schildern die abenteuerlichen Erlebnisse dieses bedeutenden deutschen Afrika-Forschers in einer der faszinierendsten Landschaften der Welt.

SÖHNE DER WÜSTE
Expedition in die Stille
Werner Fitzthum, Hans-Christian Huf
Econ Verlag, 2002
ISBN: 978-3430148719

Sendedaten
Dienstag,12. September 2017
um 14.45 Uhr
Wiederholung:
12./13. September 2017, 3.05 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Ein Film von Michael Gregor, Österreich 2002
Rückblick
© dpaExpedition Wüste
Einen Tag lang reist 3sat durch Sand- über Salz-, Fels- und Eiswüsten und stellt die kargen und bizarren, aber faszinierenden Landschaften vor.
Dokumentationsreihe
© ORF/SATELSöhne der Wüste
In drei Teilen
Links