© Kobalt Productions GmbH, Sören Steffen
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Ein Besuch im Atelier von Tomás Saraceno ist immer auch eines: ein heiterer Blick in unsere Zukunft.
"Kulturpalast" am 11. Februar 2017
Fachmagazin für U- und E-Kultur
Wenn Künstler sich die Zukunft ausmalen, ist sie manchmal rosa und oft schwarz. Unterhaltsam aber ist sie immer. Und vor allem: inspirierend. Auch für die Wissenschaft. Diesmal geht es im "Kulturpalast" um das Thema "Science-Fiction".
Jahrzehnte, bevor der erste Hubschrauber abhob, knatterte er schon durch die Romane von Jules Vernes. Den Countdown beim Raketenstart erfand - lange vor der ersten Mondrakete - Regisseur Fritz Lang. Und das erste Klapphandy kannte man längst als "Star Trek Communicator". Science-Fiction ist mehr als eine unterhaltsame Spinnerei: Es ist extrapolierte Gegenwart - und sagt viel über unsere Ängste und Hoffnungen aus. So sind die Fiktionen von einst oft ein Spiegel aktueller Diskurse. Das zeigt sich auch bei der bildgewaltigen Retrospektive der Berlinale 2017. Düstere Zukunftsvisionen wie die Öko-Katastrophe ("Soylent Green"), der Überwachungsstaat ("1984") und die Überbevölkerung ("Blade Runner") sind aktueller denn je. Und die Angst vor der Zukunft scheint eher noch zuzunehmen.

Etappen auf dem Weg zur Utopie
Doch es gibt auch Künstler, die an eine bessere Zukunft glauben. Zu Gast im "Kulturpalast" ist der Konzeptkünstler und utopische Architekt Tomás Saraceno. Der Argentinier plant Luftschlösser, sogenannte "Cloud Cities" - schwebende Städte, die neuen Wohnraum schaffen sollen, ohne fossile Energien zu verbrauchen. Bisher hat er schon gigantische Drachen und Ballons steigen lassen und begehbare Spinnennetze in die Höhe gehängt - doch das sind nur Etappen auf dem Weg zur Utopie.

Auch andere sind bereits dabei, die Zukunft herbeizuführen: "Cyborgs" sind Menschen, die sich nicht mit den Unzulänglichkeiten des menschlichen Körpers abfinden wollen und ihn mit Technik ergänzen. "Robocop" lässt grüßen. So hat sich der irische Cyborg-Guru Neil Harbisson eine Antenne am Kopf befestigen lassen, mit der er seine Farbenblindheit austricksen kann: Er hört nun Farben. Wie sagte doch der Science-Fiction-Autor William Gibson: "Die Zukunft ist schon da, sie ist nur ungerecht verteilt."

Beiträge vom 11. Februar in der Mediathek ...

<b>Tomás Saraceno</b> © Kobalt Productions GmbH, Sören Steffen
Tomás Saraceno
<b>Cyborgs</b> © ZDF
Cyborgs

Rückblick ...

<b>"Kulturpalast" vom 04.02.2017:<br />"Bibel"</b><br />Gast: Ben Becker, Schauspieler © Kobalt Productions GmbH, Sören Steffen "Kulturpalast" vom 04.02.2017:
"Bibel"

Gast: Ben Becker, Schauspieler
<b>"Kulturpalast" vom 28.01.2017:<br />"Der Tod - Faszination und Tabu"</b><br />Gast: Bela B. Felsenheimer, Musiker © Kobalt Productions GmbH Sören Steffen "Kulturpalast" vom 28.01.2017:
"Der Tod - Faszination und Tabu"

Gast: Bela B. Felsenheimer, Musiker
<b>"Kulturpalast" vom 29.10.2016:<br />"Kampf um den Körper"</b><br />Gast: Sasha Waltz, Choreografin "Kulturpalast" vom 29.10.2016:
"Kampf um den Körper"

Gast: Sasha Waltz, Choreografin

 

Sendung
"Kulturpalast"
Fachmagazin für U- und E-Kultur mit Nina "Fiva" Sonnenberg


Folge I: "Der Tod - Faszination und Tabu"
Zu Gast: Bela B. Felsenheimer, Musiker
Samstag, 28.01.2017,
um 19.30 Uhr in 3sat

Folge II: Bibel
Zu Gast: Ben Becker, Schauspieler
Samstag, 04.02.2017,
um 19.30 Uhr in 3sat

Folge III: Science-Fiction
Zu Gast: Tomás Saraceno, Bildhauer

Samstag, 11.02.2017,
um 19.30 Uhr in 3sat
Wiederholung:

Folge IV: Verlierer
Zu Gast: Josef Hader, Schauspieler und Regisseur
Samstag, 25.02.2017,
um 19.30 Uhr in 3sat

Folge V: Emanzipation
Zu Gast: Sookee, Qeer-feministische Rapperin
Samstag, 04.03.2017,
um 19.30 Uhr in 3sat
Homepage
Nina Fiva Sonnenberg
Musik / Moderation / Spoken Word
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