Übersicht
TV-Programm
Dienstag, 20. April
Lupe
Der Gateway-Arch am Mississippi bei St. Louis, Denkmal für die Eroberung des amerikanischen Westens
Am Mississippi (3/3)
Von Elvis zu Mark Twain
Der Mississippi ist Amerikas großer Strom. "Vater des Wassers" nannten ihn die Ureinwohner des Kontinents. Lange maß man dem "Ol' Man River" keine besondere Bedeutung bei, doch jetzt entdeckt Amerika ihn als Teil seines kulturellen Erbes wieder, als Heimat von Jazz und Blues, Elvis Presley und Mark Twain.
Die dreiteilige Reise auf dem Mississippi und an seinen Ufern entlang vermittelt Geschichten über Menschen, Mythen und Musik. Der dritte Teil führt nach Memphis im US-Bundesstaat Tennessee. Elvis Presley machte die Stadt 1954 zum Geburtsort des Rock'n'Roll. Weiter stromaufwärts, in der Kleinstadt Hannibal, wuchs der Schriftsteller Mark Twain auf, der dem Mississippi mit seinen berühmten Romanfiguren Tom Sawyer und Huckleberry Finn ein literarisches Denkmal setzte.

Graceland - hier wohnte Elvis Presley, hierher pilgern heute seine FansLupeGraceland - hier wohnte Elvis Presley, hierher pilgern heute seine Fans
Heute Teil eines Museums: Auf dem Balkon eines Motels in Memphis wurde Martin Luther King erschossenLupeHeute Teil eines Museums: Auf dem Balkon eines Motels in Memphis wurde Martin Luther King erschossen

Memphis ist die größte Stadt am Mississippi und dank Elvis auch die berühmteste. Fast 600.000 Fans pilgern jährlich zum Haus des "King" nach Graceland - nur das Weiße Haus zieht mehr Amerikaner an. Schier endlose Prozessionen schieben sich durch ein Anwesen voller Nippes und Devotionalien. Begonnen hat alles in einem unscheinbaren Eckgebäude im Sommer 1954, als ein schüchterner 18-Jähriger sein Lied "It's Alright Mama" vorspielte. Der Rock'n'Roll war geboren.

Zwei Stunden von Memphis entfernt liegt die "Hurley", das Flaggschiff des Ingenieurkorps der US-Army. Der ganze Lauf des Mississippis untersteht dem Militär, das einen ungehinderten Schiffsverkehr auf der Lebensader der USA garantieren soll. Die "Hurley" kämpft wie ein großer Staubsauger gegen die Verlandung des schlammigen Flusses.

Captain Segree vor der "Hurley", dem Flagschiff des Ingenieurkorps der US-ArmyLupeCaptain Segree vor der "Hurley", dem Flagschiff des Ingenieurkorps der US-Army
Seltener Anblick: einer der letzten Schaufelraddampfer auf dem MississippiLupeSeltener Anblick: einer der letzten Schaufelraddampfer auf dem Mississippi

Schon lange vor der Ankunft des weißen Mannes war der Mississippi ein bedeutender Handelsweg. So lebten in Cahokia in Illinois vor 800 Jahren etwa 10.000 bis 20.000 Menschen. Die "Mississippians" errichteten einst 120 künstliche Hügel. Der größte von ihnen, Monk's Mound, gilt mit seinen 30 Metern Höhe als eine der größten Pyramiden der Welt.

Ein paar Meilen stromaufwärts liegt Hannibal, die letzte Station der Reise. An diesem Ort wuchs Samuel Langhorne Clemens auf, der als Schriftsteller unter dem Namen Mark Twain berühmt wurde. Mit "Tom Sawyer" und "Huckleberry Finn" hat er dem Strom ein literarisches Denkmal gesetzt.

Sendedaten
Dienstag, 9. Juli 2013, 18.15 Uhr
Info
Film von Peter Adler
(Erstsendung: 6.8.2010)
Teil 1
Der tiefe Süden
Teil 2
Blues und Baumwollfelder
mehr zum Thema