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Dienstag, 20. April
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In Kleinsee besucht Andreas die größte Seebärenkolonie der Südhalbkugel. Gemeinsam mit den Rangern hat er ein verletztes Robbenbaby gefunden.
Andreas Kieling - Mitten in Südafrika (1/5)
Die Westküste - Start an der namibianischen Grenze
Andreas' Erwartungen sind groß. Südafrika ist ein Land der Gegensätze und am stärksten macht sich das an der Westküste bemerkbar. Durch den typischen roten Sand schlängelt sich hier der Gariep, Südafrikas längster Fluss, dem Andreas ein Stück weit folgt, bis er an der Mündung auf das Grenzstädtchen Alexander Bay trifft. Von hier aus geht die Reise in Richtung Süden, bis dahin, wo die milde Wärme der Kapregion die Hitze der Wüste ablöst.
Auf seinem Weg entdeckt Andreas Kieling verträumte Siedlungen, die noch immer vom Diamantenrausch der Vergangenheit zeugen. Er erlebt die unerträgliche Hitze und Einsamkeit des Landesinnern mit seinen Oryx-Antilopen, den Springböcken und Straußen. Er sieht aber auch eine Küste, die von einem schier unerschöpflichen Reichtum des Meeres zeugt.

Seebären und Kaptölpel
Der Ozean hier wird von den nährstoffreichen, kalten Gewässern des Südens versorgt. Andreas besucht die größte Seebärenkolonie der Erde, wo täglich tausende Robbenjunge geboren werden. Auf der benachbarten Insel der Kaptölpel geht es hingegen zu wie auf einem modernen Flughafen. Ständig starten und landen die Vögel, die auf Nahrungssuche hunderte von Kilometer aufs Meer hinaus fliegen. Bei so viel Verkehr kann es schon mal zu der einen oder anderen Bruchlandung kommen.

Der Westen Südafrikas hat etwas Verträumtes. Weitab von den Touristenrouten des Landes, erinnert vieles noch an alte Kolonialzeiten. Das Land ist nur spärlich besiedelt und viele Städte sind geprägt vom Baustil des frühen 20. Jahrhunderts. Die Küste ist rau und das Wasser kalt.

Extreme Bedingungen
Der kühle Ozean entzieht dem Land die Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass es überaus selten regnet. Im Landesinnern dreht die Crew hingegen unter extremen Bedingungen. Das Thermometer überschreitet regelmäßig die 50-Grad-Marke. Vor allem Hund Cleo macht die Hitze schwer zu schaffen. Sie nutzt jede Gelegenheit, sich in den Schatten zurückzuziehen. Aber der ist schwer zu finden und so liegt sie meist unter einem der Autos.

Besonders bizarr wird es, wenn am Abend oder am frühen Morgen der Nebel vom Meer heraufzieht und die einzige Feuchtigkeit bringt, die das Land erreicht. So kommt es, dass Andreas den Diamantentauchern von Port Nolloth im kühlen Morgennebel begegnet, der sich wie ein Zauberschleier über die Wüstenregion legt.


Sendedaten
10. Dezember 2012, 14.45 Uhr
Fünfteilige Doku-Reihe
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