© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger
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Cristiana Capotondi (Sisi)
Sisi
in zwei Teilen
Sie ist eine moderne Frau ihrer Zeit. Aus Liebe wird sie Kaiserin von Österreich. Das Leben im goldenen Käfig des Wiener Hofes empfindet sie als Qual. Man nimmt ihr die Kinder, bestimmt jedes Detail ihres Alltags. Sisi nimmt den Kampf gegen ihre allmächtige Schwiegermutter auf. Schritt für Schritt erwirbt sie ihre Freiheit wieder bis sie als ebenbürtige Partnerin und geliebte Kaiserin an die Seite ihres Mannes tritt.
Prunkvolle Schlösser, goldene Kutschen, große Gefühle - das Leben von Sisi, der legendären Kaiserin von Österreich, wurde an Schauplätzen in Österreich, Ungarn und Italien gedreht.

Unter der Regie von Xaver Schwarzenberger steht für "Sisi" ein internationaler Cast vor der Kamera: Kaiserin Sisi spielt der italienische Jungstar Cristiana Capotondi. Ihr Ehemann Kaiser Franz Joseph wird von David Rott verkörpert, Franz Josephs Mutter - Erzherzogin Sophie - gibt Martina Gedeck. In der Rolle von Sisis Vater Maximilian steht Herbert Knaup vor der Kamera. In der Rolle von Graf Andrassy ist der österreichische Publikumsliebling Fritz Karl zu sehen. Franz Josephs Bruder Max wird ebenfalls von einem Österreicher dargestellt: Xaver Hutter. Als Marschall Radetzky vor der Kamera: Friedrich von Thun. Erwin Steinhauer ist Napoleon.

Teil 1:
© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Im Bild: Herbert Knaup (Herzog Maximilian), Cristiana Capotondi (Sisi), Licia Maglietta (Herzogin Ludovika)
Im Bild: Herbert Knaup (Herzog Maximilian), Cristiana Capotondi (Sisi), Licia Maglietta (Herzogin Ludovika)
Die Aufregung im bayrischen Schloss Possenhofen ist groß, als der österreichische Kaiser Franz Joseph (David Rott) Nené von Bayern (Christiane Filangieri) nach Wien einlädt, um sie näher kennenzulernen. Alle erwarten, dass Nené die Frau des jungen Kaisers wird. Doch als sich beim Kennenlernen auch die Wege der lebenslustigen jüngeren Schwester Sisi (Cristiana Capotondi) und des streng erzogenen Franz Joseph kreuzen, kommt alles anders. Die beiden verlieben sich auf den ersten Blick, und der Kaiser entscheidet sich gegen den Willen der Kaiserin Mutter Sophie (Martina Gedeck) dafür, Sisi zu heiraten.

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Sisi (Cristiana Capotondi) und Kaiser Franz (David Rott) tanzen frisch verliebt am Hof zu Wien
Sisi (Cristiana Capotondi) und Kaiser Franz (David Rott) tanzen frisch verliebt am Hof zu Wien
Doch nach einer traumhaften Hochzeit wird das junge Paar schnell vom Alltag eingeholt. Während Franz nur das Leben als Kaiser kennt, auf das er seit seiner Geburt vorbereitet wurde, fühlt sich die freiheitsliebende Sisi von den Traditionen am Wiener Hof erdrückt, die ihrer liberalen Erziehung in Bayern so sehr widersprechen. Besonders Franz Josephs Mutter Sophie zeigt sich von der unkonventionellen Art der jungen Frau alles andere als begeistert und zweifelt an deren Eignung, ihrem Volk eine gute Kaiserin zu sein.

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Im Bild: David Rott (Kaiser Franz Joseph), Cristiana Capotondi (Sisi)
Im Bild: David Rott (Kaiser Franz Joseph), Cristiana Capotondi (Sisi)
Gewohnt, ihren eigenen Kopf durchzusetzen, beginnt Sisi, gegen die Etikette bei Hof aufzubegehren, womit sie auf Bewunderung, aber auch auf Erstaunen und Ablehnung konservativer Adelskreise stößt. Für den Kaiser ungewohnt sind das politische Interesse und die Einflussnahme seiner liberalen Frau, die Waisenhäuser besucht und große Sympathien im Volk genießt. Immer wieder führt dies zu Meinungsverschiedenheiten, die den kaiserlichen Führungsstil in der Vergangenheit, aber auch die aktuelle Innen- und Außenpolitik betreffen.

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Franz Joseph (David Rott, re.) trifft in Ungarn auf den leidenschaftlichen Freiheitskämpfen Andrassy (Fritz Karl). Der junge Kaiser hat ihn amnestiert, so dass er aus dem Exil in die Heimat zurückkehren kann. Doch Andrassy zeigt wenig Dankbarkeit.
Franz Joseph (David Rott, re.) trifft in Ungarn auf den leidenschaftlichen Freiheitskämpfen Andrassy (Fritz Karl). Der junge Kaiser hat ihn amnestiert, so dass er aus dem Exil in die Heimat zurückkehren kann. Doch Andrassy zeigt wenig Dankbarkeit.
Hierdurch wird die Liebe zwischen Sisi und Franz auf eine harte Probe gestellt, doch die Probleme im Kaiserreich sind nicht zu übersehen: Sowohl in den südlichen als auch in den östlichen Provinzen des Reichs keimen revolutionäre Gedanken auf, und die Rufe nach Mitbestimmung und Abspaltung werden immer lauter.
Die Konflikte zwischen Sisi und Franz verschärfen sich noch, als der charismatische ungarische Revolutionär Graf Andrassy (Fritz Karl) auf der Bildfläche erscheint und Sisi für seine Sache gewinnen will.Franz entschließt sich, Sisi stärker in die Regierungsgeschäfte einzubinden. Um die große Beliebtheit der Kaiserin zu nutzen, begleitet Sisi ihren Mann zunehmend bei politischen Auftritten, so auch bei Besuchen in Italien und Ungarn. Gegen den Willen der Schwiegermutter nimmt Sisi ihre beiden Kinder Sophie und Gisela mit nach Budapest, wo sie und Franz Joseph einen harten Schicksalsschlag erleiden: Die kleine Sophie stirbt auf der Reise an einer Lungenentzündung.

Teil 2:
© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Freund oder Feind? Kaiser Napoleon III. von Frankreich (Erwin Steinhauer, re.) ist in Wien zu Besuch bei Kaiser Franz Joseph (David Rott)
Freund oder Feind? Kaiser Napoleon III. von Frankreich (Erwin Steinhauer, re.) ist in Wien zu Besuch bei Kaiser Franz Joseph (David Rott)
Es dauert lange, bis Sisi sich von diesem Schmerz erholt hat, doch die Liebe zu ihrem Mann und ihrer verbliebenen Tochter geben ihr die Kraft, sich ihren Aufgaben als Ehefrau, Mutter und Kaiserin wieder zu stellen. Und es wird höchste Zeit, denn dem Kaiserreich droht Krieg. Während Franz Joseph sich gegen die abtrünnigen Provinzen in Italien die Unterstützung Napoleons III. (Erwin Steinhauer) erhofft, hat Sisi ihre Zweifel an der Ehrlichkeit des französischen Kaisers, und sie soll Recht behalten. Napoleon III. verrät Österreich und Franz kehrt geschlagen aus der Schlacht zurück.

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Erzherzogin Sophie (Martina Gedeck) bangt um die Zukunft der Österreichischen Monarchie
Erzherzogin Sophie (Martina Gedeck) bangt um die Zukunft der Österreichischen Monarchie
Zu Hause kommt es in der Frage um die Erziehung der Kinder, insbesondere des jüngsten Sohns Rudolf, zum Eklat. Sophie bestimmt, dass sich dessen Erziehung nach den strikten Prinzipen der Habsburger Traditionen für den Thronfolger zu richten hat. Sie erhält Rückendeckung von Franz Joseph - und Sisi sieht sich handlungsunfähig in die Ecke gedrängt. Der Kampf für Veränderungen bringt sie ans Ende ihrer Kräfte. Nur eine Flucht in letzter Sekunde schafft ihr eine Pause zum Luftholen.

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Xaver Hutter (Maximilian von Österreich), Cristiana Capotondi (Sisi)
Xaver Hutter (Maximilian von Österreich), Cristiana Capotondi (Sisi)
Sie verlässt Wien und versucht in Venedig, seelisch sowie körperlich wieder gesund zu werden. Doch eine Lösung für ihr Dilemma ist kaum zu finden: Sie liebt ihre Kinder, ihren Mann und ihr Volk.

Doch dort, wo ihre Familie ist, wird Sisi von den starren Strukturen erdrückt. In Venedig wiederum quält sie sich mit ihrer Sehnsucht. Ihr Lebenswille hängt nur noch an einem seidenen Faden.

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Die Krise in Ungarn spitzt sich zu. Sisi wird zur Schlüsselfigur für die Zukunft des Kaiserreiches. Im Bild: Cristiana Capotondi (Sisi), Fritz Karl (Graf Andrassy).
Die Krise in Ungarn spitzt sich zu. Sisi wird zur Schlüsselfigur für die Zukunft des Kaiserreiches. Im Bild: Cristiana Capotondi (Sisi), Fritz Karl (Graf Andrassy).
Im letzten Moment gelingt es Franz Joseph, sich gegen seine dominante Mutter durchzusetzen. Er hört einzig und allein auf sein Herz, kommt Sisi entgegen und nimmt den kleinen Rudolf von der Militärschule. Durch diese Geste gestärkt kehrt Sisi schillernd und selbstbewusst an den Hof zurück. Sie hat nun die Kraft, die Geschicke des zweitgrößten europäischen Reichs entscheidend mitzulenken, und schaltet sich in letzter Minute in den Konflikt zwischen Österreich und Ungarn ein. Umfangreiche Zugeständnisse an das ungarische Volk und die Annahme der Königswürde verhindert ein Auseinanderbrechen des Reichs und lässt Sisi und Franz mit neuer Zuversicht in die Zukunft gehen.

Besetzung:
Elisabeth, genannt Sisi Cristiana Capotondi
Kaiser Franz Joseph David Rott
Erzherzogin Sophie Martina Gedeck
Kaiser Maximilian v. Mexiko Xaver Hutter
Herzogin Ludovika Licia Maglietta
Gräfin Esterhazy Franziska Stavjanik
Graf Andrassy Fritz Karl
Helene, genannt Nené Christiane Filangieri
Herzog Maximilian in Bayern Herbert Knaup
Napoleon III. Erwin Steinhauer
Charlotte von Belgien Federica de Cola
Graf von Thurn und Taxis Christoph von Friedl
Fürst Bismarck Dieter Kirchlechner
Ida Ferenczy Katy Saunders
Feldmarshall Radetzky Friedrich von Thun
Kaiserin Eugénie Andrea Osvart
Gräfin Hunyady Stefanie Fürstenberg
u.a.

Sisi - ein Idol, ein Popstar und eine Stilikone
Xaver Schwarzenberger: "Unsere Sisi ist kein Heimatfilm wie Ernst Marischkas 'Sissi' aus den 50er Jahren, sondern eine moderne, packende Geschichte über eine Person mit Höhen und Tiefen. Sisi war ein Idol, ein Popstar und eine Stilikone in einer Zeit, als diese Worte noch nicht einmal existierten. Sie dachte mit ihrem eigenen Kopf und ließ sich in kein Korsett zwängen. Mit diesem rebellischen Selbstverständnis, für eine Überzeugung einzustehen, kann Sisi auch heute noch Vorbild sein. Die große Herausforderung und der Reiz sind für mich daher, eine zeitgemäße Aufarbeitung zu schaffen und diese Fassetten von Sisi zu zeigen.

Gegen Romy Schneiders 'Sissi' anzukämpfen ist eine mühsame Angelegenheit für jede deutschsprachige Schauspielerin. Umso mehr freut es mich, mit der Italienerin Cristiana Capotondi ein außerordentliches Talent gefunden zu haben, das den Bogen zwischen einem 16-jährigen Mädchen und einer 30-jährigen Frau mit viel Lebenserfahrung mühelos spannen kann."

© ORF/Sunset Film/Bernhard Berger Unter großem Prunk heiratet Sisi (Cristiana Capotondi) ihre große Liebe, Kaiser Franz Joseph (David Rott).
Unter großem Prunk heiratet Sisi (Cristiana Capotondi) ihre große Liebe, Kaiser Franz Joseph (David Rott).
Der rund elf Millionen Euro teure Zweiteiler "Sisi" war eine Fernsehproduktion der Superlative. 2.000 Komparsen spielten an Originalschauplätzen wie der Wiener Hofburg, Schloss Schönbrunn und seinen Gärten, Schloss Laxenburg, dem niederösterreichischen Schloss Eckartsau, Schloss Brunnsee in der Steiermark sowie auf dem Lido und in den Gassen von Venedig. Für die Dreharbeiten im italienischen Schloss Miramare wurde eigens ein historisches Segelschiff nach Triest gebracht und im Mittelmeer zu Wasser gelassen. Besonderen Aufwand verlangte auch die detailgetreue Ausstattung der 20 Kutschen und 100 Pferde. Die goldene Hochzeitskutsche von Sisi und Franz war ein Original-Sechsspänner aus dem Jahr 1740. Das vier Tonnen schwere Gefährt, eine Leihgabe des Erzbischofs von Olmütz (Tschechien), wurde nach den Dreharbeiten einem Museum übergeben. Benötigt wurden außerdem rund 700 Kostüme, die vielfach extra für Sisi geschneidert werden. Die Kaiserin allein trug 40 verschiedene Roben, darunter ein Hochzeits- und ein Krönungskleid.

Für Vorhänge, Baldachine und Fahnen wurde eine eigene Abteilung eingerichtet, die ausschließlich damit beschäftigt war, mehrere hundert Laufmeter edle Stoffe zu finden, auszuwählen und zu bearbeiten. Für die Schlachten von Königgrätz und Solferino wurden u. a. Traditionsvereine engagiert, um möglichst originalgetreue und authentische Kampfszenerien darzustellen. Für die zusätzliche Ausstattung der Komparsen wurden 200 Waffen, hauptsächlich Degen und Säbel, benötigt.

Sendedaten
Sendung entfallen!
DSS 5.1., 16:9, Videotext-UT
Credits
Fernsehfilm, Österreich/Deutschland/Italien 2009
Regie: Xaver Schwarzenberger

Mit Cristiana Capotondi (Sisi), David Rott (Kaiser Franz Joseph), Martina Gedeck (Erzherzogin Sophie), Fritz Karl (Graf Andrassy), Licia Maglietta (Herzogin Ludovika), Fanny Stavjanik (Gräfin Esterhazy), Christiane Filangieri (Nené), Xaver Hutter (Maximilian von Österreich), Herbert Knaup (Herzog Maximilian), Friedrich von Thun (Marschall Radetzky als Gast) u.a.
Sendung zum Thema
Der letzte große Kaiser - Franz Joseph I. zwischen Macht und Ohnmacht
Mit 18 Jahren hat er den Thron bestiegen und 68 Jahre lang regiert: Kaiser Franz Joseph I. war der längst dienende Herrscher der Habsburger-Dynastie und bereits zu Lebzeiten eine Legende.

Freitag, 8. Dezember 2017
um 10.55 Uhr