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Lupe
Die schöne Tote im Glassarg: nach dem Vergiftungsversuch der Stiefmutter mit einem präparierten Apfel wird Schneewittchen in einem Glassarg von den Zwergen bestaunt.
Märchen & Sagen (1/3)
Schneewittchen und der Mord in Brüssel
Schneewittchens Stiefmutter konnte die Schönheit der jungen Prinzessin nicht ertragen und trachtete ihr deshalb nach dem Leben: Der Märchenstoff könnte dem Schicksal der hessischen Grafentochter Margaretha von Waldeck nachempfunden sein. - In der ersten Folge der dreiteiligen Reihe "Märchen & Sagen" ist der hessische Heimatforscher Eckhard Sander dem "Fall Schneewittchen" auf der Spur.
Der Heimatforscher Eckhard Sander hat im Stadtarchiv von Bad Wildungen Handschriften aus dem 16. Jahrhundert entdeckt, die dies belegen, darunter ein Dokument über "Fräulein Margaretha von Waldeck", die wegen ihrer einzigartigen Schönheit über die Landesgrenzen hinaus bekannt war. Sie wuchs unter der strengen Hand ihrer Stiefmutter auf. Im Alter von etwa 16 Jahren schickt ihr Vater, Graf Philipp IV. von Waldeck, das Mädchen an den kaiserlichen Hof von Brabant ins heutige Brüssel. Rauschende Feste und Begegnungen mit Kavalieren aus dem europäischen Hochadel sind dokumentiert und belegen: Margaretha war eine umworbene Dame der Gesellschaft.

Sie erhielt sogar kostbare Geschenke vom spanischen Thronfolger Philipp II. und seinem Rivalen, dem niederländischen Grafen Egmont. Gaben, die ihr bald zum Verhängnis werden sollten. In besorgten Briefen nach Hause berichtet die Grafentochter von ihrer zunehmend schlechter werdenden Gesundheit. Schließlich stirbt Margaretha im zarten Alter von 21 Jahren. Sie hinterlässt ein brisantes Testament, verfasst in zittriger Schrift. Daraus wird deutlich: Ihren nahen Tod hat die junge Frau geahnt. Wurde sie aus dem Weg geräumt, weil Philipp von Spanien ernsthaft daran dachte, sie zu heiraten? In der Heimatchronik von Waldeck jedenfalls taucht der Vermerk auf, dass Margaretha vergiftet wurde.

Sendedaten
Montag, 21. April 2014, 9.30 Uhr
Info
Film von Kirsten Hoehne und Claudia Moroni
(Erstsendung: 9.10.2005)
Teil 2 um 10.15 Uhr
LupeSterntaler und das himmlische Gold
Film von Kirsten Hoehne und Helga Lippert
(Erstsendung: 16.10.2005)

Ein armes Mädchen verliert Heim und Eltern. Dem Kind bleiben nur ein Stück Brot und die Kleider, die es trägt. Trotzdem gibt es noch sein letztes Hemd weg und wird für seine Nächstenliebe mit Talern belohnt, die vom Himmel fallen. - Die zweite Folge der dreiteiligen Reihe "Märchen & Sagen" erzählt das Märchen "Sterntaler" der Gebrüder Gimm nach und rekonstruiert die historischen Grundlagen der Ereignisse.
Teil 3 um 10.55 Uhr
LupeDer Rattenfänger und die verschwundenen Kinder
Film von Kirsten Hoehne
(Erstsendung: 23.10.2005)

1284 kam ein Mann in die Stadt Hameln, der die Einwohner von einer Rattenplage befreien wollte. Doch mit seiner Flöte soll er nicht nur Ratten, sondern auch 130 Kinder ins Verderben gelockt haben. - Die dritte Folge der dreiteiligen Reihe "Märchen & Sagen" rekonstruiert die Geschichte des Rattenfängers von Hameln als historischen Bericht.
Thementag
Märchenhaft
2. Februar 2014, ab 6.20 Uhr
mehr zum Thema
Schneewittchen und das Geheimnis der Zwerge