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Dienstag, 20. April
Lupe
Wölfe im Schneesturm - sie haben bis heute vielen Klimaveränderungen getrotzt
Das Erbe der Eiszeit
Teil 2 der Reihe "Wilde alte Welt"
Hatten die Umwälzungen der Erdkruste Europa in groben Zügen geformt, so waren es die ebenso mächtigen Kräfte des Klimas, die während der letzten zwei Millionen Jahre das heutige Gesicht des Kontinents prägten. Seit dieser Zeit schwankt das Klima der Nordhalbkugel zwischen extremen Kalt- und Warmzeiten.

Eine neue Macht: das Klima
Als Europa seine heutige Position auf der Oberfläche des Planeten erreicht hatte, übernahm eine neue Macht die Herrschaft über den Kontinent und sorgte für den Feinschliff der "Halbinsel aus Halbinseln" - das Klima. Durch Unregelmäßigkeiten der Erdumlaufbahn stürzte Europa in eine Abfolge von bitterkalten Eiszeiten und mitunter tropisch warmen Zwischeneiszeiten, in einer solchen leben wir bis heute. Immer wieder wechselten Fauna und Flora, einmal zogen Mammuts und Wollnashörner durch die Kältetundra, dann wieder herrschten Löwen und Flusspferde in warmen Savannenlandschaften.

Doch das machtvollste Werkzeug der Eiszeit waren die Gletscher. Sie gaben dem heutigen Europa seine Form, plätteten Landschaft und fraßen breite Trogtäler durch die Alpen. Sie überzogen große Landschaften mit Löss, fruchtbarem Flugstaub, und bereiteten den Boden für zwei Menschenarten, den Neandertaler und uns, den Homo sapiens.

Rekonstruktion von eiszeitlichem Fischen  © ORF/Pip Lawson LupeEiszeitliche Fischerin
Der Trafalgar Square in London und seine Umgebung in der Zwischeneiszeit (Computeranimation) © ORF/BBCLupeTrafalgar Square
Computergeneriertes Bild der Finchley Road Station in London in der Eiszeit © ORF/BBCLupeDie U-Bahn in London


Sendedaten
Dienstag, 18. September 2012
um 14.25 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Reihe
Wilde alte Welt
Eine Naturgeschichte Europas

Dokumentationsreihe in vier Teilen von Klaus Feichtenberger und Walter Köhler, Österreich 2005