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Dienstag, 20. April
Lupe
Ephesos - Artemision mit Isa Bey Moschee und Befestigungsanlage von Selcuk
Ephesos - Weltstadt der Antike
Österreichische Archäologen in der Türkei
Seit mehr als 100 Jahren liegt das Geschick der archäologischen Grabung von Ephesos in österreichischen Händen. Was ursprünglich als Schatzsuche nach dem geheimnisumwitterten Tempel der Artemis, dem Artemision, einem der Weltwunder der Antike, begann, wurde unter österreichischer Leitung zu einer systematischen Aufarbeitung von unzähligen Grabungsfunden, mit dem Ziel, die historischen Zusammenhänge dieser von Legenden und Mythen umrankten Stadt Kleinasiens zu klären.

Beschreibungen des täglichen Lebens der Menschen
© ORF/Rosemarie Lackner Lupe
Ephesos - Obere Kuretenstrasse
Das Ziel jeder archäologischen Forschung ist keinesfalls nur die systematische Beschreibung archäologischer Fakten, wie sie aus den ausgegrabenen Funden abgeleitet werden können, sondern wird erst im Zusammenhang mit der Erforschung und Beschreibung des täglichen Lebens der Menschen der vergangenen Kulturen tatsächlich erreicht. Kulturelle, soziale und ökonomische Zusammenhänge werden so verständlich und nachvollziehbar, Lehren für das heutige Leben der Menschen können daraus abgeleitet werden.

So genanntes Hanghaus II innen © ORF/Rosemarie LacknerLupeSo genanntes Hanghaus II innen
Bodenmosaik im Hanghaus II © ORF/Rosemarie LacknerLupeBodenmosaik im Hanghaus II
Großes Theater vom Bülbül Dagh © ORF/Rosemarie LacknerLupeGroßes Theater vom Bülbül Dagh

Viele schrieben in Ephesos Geschichte
© ORF/Rosemarie Lackner Lupe
Celsus-Bibliothek
Prominente Schlüssel, die das Tor der Geschichte von Ephesos aufsperren helfen, sind das sagenumwobene Volk der Amazonen, Alexander der Große, König Kroisos, G. Julius Caesar, Marcus Antonius, Cleopatra, aber auch der Apostel Paulus, der heilige Johannes und schließlich die Mutter Gottes Maria und andere mehr. Sie alle haben in Ephesos Geschichte geschrieben und dienen der Dokumentation als prominente "Einstiege" in die Vergangenheit der vergangenen Jahrtausende. Zusätzlich wird die historische Situation des Alltagslebens der breiten Bevölkerung beleuchtet.

100 Jahre archäologische Forschung und 3D-Animationen
© ORF/Rosemarie Lackner Lupe
Selcuk - Sonnenuntergang hinter der Isa Bey Moschee
Die Basis dafür bieten die Ergebnisse der mehr als 100-jährigen österreichischen archäologischen Forschung. An ausgewählten Beispielen wird auch die Bedeutung verschiedener Vorgangsweisen der Archäologen beleuchtet, wobei der Schwerpunkt vor allem auf die Einbindung modernster Auswertungstechnologien gelegt wird. Mit der Hilfe neuer Hochtechnologiemethoden ist es der modernen Archäologie heute möglich, aus den vielen Zeugen der Vergangenheit - von Kleinfunden wie keramischen Scherben, Münzen, Statuetten etc. über Inschriften, Großstatuen bis hin zu ganzen Gebäudekomplexen - die historischen Zusammenhänge heraus zu filtern. So können Legenden und Mythen, die sich im Laufe der Jahrtausende um einen Ort ranken, auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft bzw. die historischen Fakten verdeutlicht werden.
In diesem Sinne ist die Dokumentation "Ephesos - Weltstadt der Antike" eine nach neuesten archäologischen Erkenntnissen korrekt dargestellte, faszinierende Reise durch mehrere tausend Jahre Geschichte von Ephesos. Spielszenen in historischen Kostümen, die diskret - wie in einem fernen Spiegel - beobachtet werden, dienen der "Verlebendigung" der historischen Ereignisse ebenso wie modernste 3-D-Computeranimationen.

Sendedaten
Dienstag, 24. Juli 2012
um 16.15 Uhr
Wiederholung:
Samstag, 28./29. Juli 2012
um 4.25 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Ein Film von Alfred Vendl, Österreich 2000
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