Die oft zitierte Äußerung, das hungernde Volk solle mangels Brot doch Kuchen essen, hat sie nie getan. Der Film von David Grubin stellt nicht nur dies richtig, sondern liefert ein interessantes, mit vielen erst heute bekannten Fakten angereichertes Porträt, das auch einen Einblick in das historische Umfeld bietet. Er schildert die Entwicklung eines unbedarften und lebensfrohen Mädchens bis hin zur engagierten Königin, die ihrem Gatten und ihrer Familie bis zum Ende auf der Guillotine zur Seite steht.
Das in dieser Dokumentation gezeichnete Porträt Marie-Antoinettes hat mit den zeitgenössischen Karikaturen nichts gemein. Mythos und Wahrheit werden mit Hilfe von Expertenmeinungen, zahlreichen Illustrationen und einigen nachgestellten Spielszenen lebendig. Deutlich wird, wie eng Leichtigkeit und Tragik beieinander liegen.