Ein Teil des Museums wird jedes Jahr von Gegenwartskünstlern neu gestaltet. So wird dem Besucher bewusst, dass sich das Stift Admont nicht nur dem Historischen widmet, sondern sich auch mit der Kunst der Gegenwart identifiziert und die Kultur unserer Zeit im neuen Museum fördert. Abt Hubl meint dazu: "Wichtig ist, dass man in der Sprache unserer Zeit - und Kunst und Kultur ist eine Sprachform - den Dialog pflegt, auch mit dieser Sprache an die Menschen herantritt.
Klöster üben heute wieder eine erstaunliche Faszination aus.
Die Gründe dafür können sehr mannigfach sein. Für die einen steht die Wallfahrt im Vordergrund; andere wieder schätzen die Atmosphäre und die Spiritualität, die Klöster ausstrahlen; stressgeplagte Manager sehnen sich nach Ruhe und Kontemplation, wenn sie sich in ein Kloster zurückziehen; Historiker und andere Wissenschafter finden im Bücherschatz der Bibliothek und in den Beständen des Museums ein reiches Betätigungsfeld für ihre Forschungen.
In der schnelllebigen Zeit von heute haben Klöster ihre neue Bestimmung gefunden - sie werden zu Festungen der Stabilität und Wertevermittlung: Sie können Antworten geben auf Fragen nach Wert und Sinn, wenn sie - wie das Stift Admont - ihre Tore öffnen für Suchende, woher diese auch immer kommen mögen.