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Dienstag, 20. April
Im Bild: Karl Merkatz
Der Bockerer I
Die Tage des Einmarsches der deutschen Truppen im Jahre 1938 bewirken Veränderungen im Dritten Reich. Schon bald dringen diese auch in die kleine Welt des Wiener Vorstadt-Fleischhauers Karl Bockerer ein. Als Individualist leistet er mit bissigem Humor und großen Worten passiven Widerstand.

Internationaler Erfolg
© ORF Lupe
Karl Merkatz, Heinz Marecek, Ida Krottendorf, Alfred Böhm
Zu Beginn der 1980er Jahre eroberte eine österreichische Filmfigur millionenfach die Sympathien des Kino- und Fernsehpublikums: Karl Merkatz als "Der Bockerer", ein widerspenstiger Fleischhauer, der im Wien der Nazizeit mit List und Eigensinn der Unmenschlichkeit der neuen Herren im Lande trotzt und dabei des öfteren sein Leben riskiert. Die nach dem großen Theatererfolg "Der Bockerer" von Ulrich Becher und Peter Preses verfilmte tragische Posse erhielt 16 in- und ausländische Preise und wurde auch für den Oscar nominiert. Karl Merkatz erhielt für die Darstellung des aufsässigen Karl Bockerer bei den internationalen Filmfestspielen in Moskau den "Großen Preis". 1996 entstand die Fortsetzung "Der Bockerer II - Österreich ist frei", 1999 wurde der dritte Teil mit dem Titel "Der Bocker III - Die Brücke von Andau" gedreht, der Mitte März 2000 in die österreichischen Kinos kam, 2004 wurde der letzte Teil "Der Bockerer IV - Prager Frühling" erstausgestrahlt - ein Stück österreichische Filmgeschichte.

Kurt Nachmann arbeitete das Bühnenstück zum Drehbuch um, Regisseur Franz Antel drehte den "Bockerer" in nur drei Monaten. Auf der Besetzungsliste finden sich viele der besten deutschsprachigen Darsteller.

Mit der Wiener Kinopremiere von "Der Bockerer" im Jahr 1981 startete auch der internationale Erfolgszug: Festivals unter anderem in Moskau, San Remo, Budapest, Prag, Los Angeles, Seattle und Melbourne zeigten den österreichischen Kinofilm einem begeisterten Publikum. In Österreich erhielt der Film die Prädikate "wertvoll" und "sehenswert".

Oscar-Nominierung für "Der Bockerer"
Regisseur Franz Antel wurde 1913 in Wien geboren, wo er 2007 starb. Mit dem Revuefilm "Das singende Haus" feierte er sein Debüt als Regisseur. Rund hundert Filme und Fernsehstücke folgten. Einige der von ihm inszenierten Filme - "Hallo Dienstmann", "Kaisermanöver", "Krambambuli", "Lumpazivagabundus" sowie der berühmte "Oberst Redl" mit Ewald Balser und Oskar Werner - gehören heute zu den Klassikern österreichischer Filmgeschichte. Antel erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter dreimal die "Goldene Leinwand“ in Deutschland, den "Sascha-Kolowrat-Pokal" in Österreich und eine "Oscar"-Nominierung für "Der Bockerer".

Sendedaten
Sonntag, 20./21. Jänner 2013
um 0.55 Uhr
Mono, 4:3, Videotext-UT
Credits
Spielfilm, Österreich/Deutschland 1981
Regie: Franz Antel
Drehbuch: Kurt Nachmann
Nach dem Bühnenstück von Ulrich Becker und Peter Preses

Mit Karl Merkatz (Karl Bockerer), Ida Krottendorf (Sabine Bockerer), Alfred Böhm (Hatzinger), Heinz Marecek (Dr. Rosenblatt), Klausjürgen Wussow (Dr. von Lamm), Michael Schottenberg (Gstettner), Sieghart Rupp, Marianne Nentwich, Walter Schmidinger, u.a.
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