Zu Beginn der 1980er Jahre eroberte eine österreichische Filmfigur millionenfach die Sympathien des Kino- und Fernsehpublikums: Karl Merkatz als "Der Bockerer", ein widerspenstiger Fleischhauer, der im Wien der Nazizeit mit List und Eigensinn der Unmenschlichkeit der neuen Herren im Lande trotzt und dabei des öfteren sein Leben riskiert. Die nach dem großen Theatererfolg "Der Bockerer" von Ulrich Becher und Peter Preses verfilmte tragische Posse erhielt 16 in- und ausländische Preise und wurde auch für den Oscar nominiert. Karl Merkatz erhielt für die Darstellung des aufsässigen Karl Bockerer bei den internationalen Filmfestspielen in Moskau den "Großen Preis". 1996 entstand die Fortsetzung "Der Bockerer II - Österreich ist frei", 1999 wurde der dritte Teil mit dem Titel "Der Bocker III - Die Brücke von Andau" gedreht, der Mitte März 2000 in die österreichischen Kinos kam, 2004 wurde der letzte Teil "Der Bockerer IV - Prager Frühling" erstausgestrahlt - ein Stück österreichische Filmgeschichte.
Kurt Nachmann arbeitete das Bühnenstück zum Drehbuch um, Regisseur Franz Antel drehte den "Bockerer" in nur drei Monaten. Auf der Besetzungsliste finden sich viele der besten deutschsprachigen Darsteller.
Mit der Wiener Kinopremiere von "Der Bockerer" im Jahr 1981 startete auch der internationale Erfolgszug: Festivals unter anderem in Moskau, San Remo, Budapest, Prag, Los Angeles, Seattle und Melbourne zeigten den österreichischen Kinofilm einem begeisterten Publikum. In Österreich erhielt der Film die Prädikate "wertvoll" und "sehenswert".