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Dienstag, 20. April
Das Sultanat Oman
Von Bergen, Schluchten und Höhlen
Das Sultanat Oman liegt im Südosten der arabischen Halbinsel. Auf einer Fläche von knapp dreihunderttausend Quadratkilometern leben rund zweieinhalb Millionen Einwohner. Der Oman ist reich an Höhlen. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Klimaperioden und stellen ein Archiv der jüngeren geologischen Geschichte auf der arabischen Halbinsel, dar.

Al Hoota Höhle
Wegen ihrer imposanten Eingänge ist die Al Hoota Höhle nicht zu übersehen
In 1.000 Höhenmetern, zwischen dem Wadi Hoota im Norden und dem Wadi Falahi im Süden verläuft die etwa fünf Kilometer lange Al-Hoota-Höhle. Sie ist eine der größten Tropfsteinhöhlen im ostarabischen Raum. Altersbestimmungen lassen den Schluss zu, dass die Bildung der Tropfsteine vor 350.000 Jahren begann und erst vor 6000 Jahren endete. In der Höhle gibt es einen unterirdischen See von knapp einem Kilometer Länge, der zum zugänglichen Teil des Grundwassersystems gehört, das das ganze Gebirgsmassiv durchzieht. Der See ist ein Speichersystem, das trotz des ariden, also trockenen Klimas an der Oberfläche, permanent beständig ist – ein sorgsam zu hütender, sensibler Schatz dieser Region.
Neuerdings hat sich die Al-Hoota-Höhle zu einer Sehenswürdigkeit entwickelt, die Einheimische und Gäste aus aller Welt anzieht. Ein kleiner Teil ist als Schauhöhle ausgebaut.Der Eintritt erfolgt durch einen Schleusentunnel, um das empfindliche Mikroklima der Höhle zu schützen. Die gut ausgebauten Wege unter der Erde sind820 Meter lang und führen zu unterschiedlichsten Attraktionen: Zur fossilen Tropfsteinhalle, zu wasseraktiven Sinterbecken, und einer mächtigen Figur, die “der Löwen” genannt wird.

Hohe Wasserkultur
Im Norden Omans kann der Regen jahrelang ausbleiben
Große Teile des Sultanats Oman bestehen aus einer unwirtlichen Sandwüste. Obwohl es dort sehr trocken ist, gehen die ersten Spuren von Oasensiedlungen bis zu 5000 Jahre zurück. Die Omaner haben schon früh gelernt, die wenigen natürlichen Wasserquellen richtig zu nutzen und aufwendige Kanalsysteme zu bauen.
In der quellreichen Bergoase von Balad Seet leben Menschen seit mehr als zwei Jahrtausenden. Dank eines ausgeklügeltes Bewässerungssystems gedeihen Datteln und Weizen, Zwiebeln, Hirse und Knoblauch. Die Oase wird seit Jahrhunderten. Tag und Nacht bewässert. Da Wasser hier ein derart wertvolles Gut ist, wird seine Zuteilung präzise geregelt. Nach einem genauen Zeitplan wird es umgeleitet und kommt reihum jeder Landwirtschaft und jedem Haushalt zu Gute.

Sendedaten
Sonntag, 23. Dezember 2012,
6.00 Uhr
Info
Film von Wolfgang Hackl
(Erstausstrahlung 06.01.2008)
Info
LupeTropfsteine wachsen nicht kontinuierlich. Sie brauchen Wasser, um wachsen zu können.Der Tropfstein entwickelt sich vom Sinterröhrchen zum Stalaktiten, zum Stalagmiten und weiter zur Tropfsteinsäule.Die Wassermenge sowie die Konzentration an Kalzium und Kohlendioxid in der Tropflösung nehmen Einfluss auf die Form und das Höhen- undBreitenwachstum.Je nach Klima wächst ein Tropfstein zwischen einigen Millimetern und wenigen Zentimetern in hundert Jahren. Das gilt aber nur für die vom Boden aufragenden Stalagmiten