Im Herbst 1888 steht der österreichische Thronfolger Rudolf (Max von Thun) am Scheideweg seines Lebens. Unter dem Einfluss von Premierminister Graf Taaffe (Christian Clavier) und der katholischen Kirche führt der Kaiser (Klaus Maria Brandauer) das österreichisch-ungarische Kaiserreich immer näher an den für Rudolf absehbaren Zerfall. Das deutsche Reich unter seinem jungen Kaiser Wilhelm II. (Robert Stadlober), einst Rudolfs belächelter Freund, nun sein persönlicher Feind, strebt immer vehementer nach der Vorherrschaft in Europa.
Der Kronprinz, der wiederholte Angebote ungarischer Nationalisten ausschlägt, sich in Budapest krönen zu lassen, sucht vergeblich die Nähe seines Vaters. Noch immer sieht er im geliebten, schlecht beratenen Kaiser das Vorbild für einen guten Monarchen. Sein Cousin Erzherzog Johann (Fritz Karl) drängt ihn zu einer Entscheidung, Partei gegen den Vater zu ergreifen. Rudolfs Ablehnung ist vehement, obwohl auch seine Mutter, Kaiserin Sisi (Sandra Ceccarelli), ihn auffordert, über Ungarn "nachzudenken".