Mehr als hundert Lamellenfelder schützen die Studierenden im größten Lesesaal der Welt vor der ägyptischen Sonne. Das inspirierende, aufrüttelnde und schon mehrfach ausgezeichnete Bauwerk wurde nach dreizehn Jahren Bauzeit von einer Gruppe internationaler Architekten rund um den Österreicher Christoph Kapeller im Jahr 2002 fertig gestellt.
Im Bau steckt eine profunde Symbolik: die aufgehende Sonne, die dem Mittelmeer zugewandt ist, welches das endlose und offene Wissen der Zukunft darstellt. Manche Menschen erinnert die äußere Form auch an einen Computerchip. Zurecht. Denn es ist die erste Bibliothek, die im 21. Jahrhundert für das 21. Jahrhundert und darüber hinaus gebaut wurde - eine digital geborene Bibliothek. Das gesamte Wissen der Welt wird hier digitalisiert und gespeichert.
Zum ersten Mal besteht die Möglichkeit, das gesamte Wissen allen Menschen jederzeit zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise sind auch alle Ereignisse im Internet seit 1996 im Digital Archive gespeichert und jederzeit abrufbar.
Die neue Bibliotheca Alexandrina an der Corniche ist wieder zum Symbol des Wissens und der Toleranz im Mittelmeerraum geworden. Sie schlägt auch mit mehr als 500 Veranstaltungen jährlich eine Brücke zwischen Westen und Osten.