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Sonntag, 21. Dezember
Im Bild: Veronica Ferres, Tobias Moretti
Die Rückkehr des Tanzlehrers
Kommissar Stefan Lindman verschlägt es zu Ermittlungszwecken ins abgelegene nordschwedische Nest Sveg. Sein Ex-Kollege und Mentor Herbert Molin ist ermordet worden. Am Tatort finden die Kriminalisten blutige Fußabdrücke, die ein seltsames Muster aufweisen. Fast scheint es, als hätte jemand mit dem Opfer Tango getanzt. Im Lauf der Untersuchung mehren sich die Hinweise auf einen Racheakt. Die Spuren des Verbrechens führen bis in den Zweiten Weltkrieg zurück.

Inhalt Teil 1:
© ORF/Stefan Haring Lupe
Im Bild: John Wood
Kommissar Stefan Lindman (Tobias Moretti) ist an Krebs erkrankt. Vor der Chemotherapie wollte sich der vom Dienst befreite Polizist ursprünglich mit Lebensgefährtin und deren Tochter seiner einige Tage auf Mallorca erholen. Doch als er von der Ermordung seines früheren Kollegen Herbert Molin (Werner Prinz) hört, lässt er alles stehen und liegen, um in das nordschwedische Provinznest Sveg zu fahren, wohin sich Molin nach seiner Pensionierung zurückgezogen hatte.
Die Kollegen dieses Ortes sind wenig erbaut über die ungebetene Unterstützung. Doch als Lindman neue Indizien präsentiert, aus denen hervorgeht, dass Molin von seinem Mörder offenbar längere Zeit beobachtet worden war, gewinnt er das Vertrauen des leitenden Ermittlers Giuseppe Larsson (Matthew Marsh). Gemeinsam finden die beiden heraus, dass der Ermordete ursprünglich nicht Molin hieß: Merkwürdigerweise änderte er in den fünfziger Jahren seinen Namen. Auch beim Hauskauf schaltete er die befreundete Tanzlehrerin Elsa Berggren (Bibi Andersson) als Vermittlerin ein: Warum und vor wem wollte er sich verstecken? Immer fremder wird Lindman der frühere Kollege. Veronica (Veronica Ferres), Molins Tochter, die inzwischen aus Frankfurt angereist ist, weiß auch keine Antwort, denn sie kannte ihren Vater ebenso wenig.
Elsa Berggren jedenfalls scheint mehr über Molins Vergangenheit zu wissen, als sie im Gespräch mit Lindman preisgegeben hat. Bei einem nicht ganz legalen Besuch in ihrem Haus stößt Lindman in einem Schrank auf eine SS-Uniform. Doch wie passt dieser merkwürdige Fund zur Entdeckung Larssons, der mit seiner Frau einen Tanzkurs besucht und nun bemerkt, dass die markanten Blutspuren auf Molins Dielenboden einer Folge von Tanzschritten entsprechen? Hatte Larsson in Molins CD-Player nicht auch Tangomusik gefunden?
Bei seinen Ermittlungen entgeht Lindman, dass noch jemand an dem Fall interessiert ist: Ein gewisser Emil Wetterstedt (Michael Byrne) lässt den Polizisten von zwei Helfern beschatten, die offenbar sehr besorgt darüber sind, was Molins Nachbar Jonas Andersson (John Wood) dem Schnüffler über Molins Verbindung nach Argentinien erzählen könnte. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn Andersson wird vorher ermordet.

Inhalt Teil 2:
© ORF/Stefan Haring Lupe
Im Bild: Maximilian Schell
Bei einem Spaziergang mit seiner Frau in Buenos Aires hört der jüdische Emigrant Ferndando Hereira (Maximilian Schell) durch das offene Fenster eines Konzertsaals eine alte, selten gespielte Tangomelodie. Sie versetzt ihn augenblicklich in das Berlin der dreißiger Jahre zurück. Damals musste er als Kind mit ansehen, wie sein Vater (Roland Jaeger) von seinem Tanzschüler, dem fanatischen jungen SS-Mann Molin, zu einem tödlichen Tango gezwungen wurde. Über den in Buenos Aires gastierenden schwedischen Geiger Jonas Andersson (John Wood) findet Hereira die Spur zu dem Mörder seines Vaters, der in der nordschwedischen Kleinstadt Sveg untergetaucht ist - und kann endlich Rache üben.

Doch kurz darauf wird auch der Geiger Jonas Andersson, der Molins Nachbar war, auf brutale Weise ermordet. Um dem Verdacht entgegenzuwirken, dass er auch etwas mit diesem Mord zu tun haben könnte, macht sich Hereira auf die Suche nach den wahren Übeltätern, die er unter den Gesinnungsfreunden von Molin vermutet. Zunächst bringt er Molins Freundin Elsa Berggren (Bibi Andersson) in seine Gewalt und will sie zwingen, ihm den Namen von Anderssons Mörder zu nennen.
Dabei wird er jedoch von Stefan Lindman (Tobias Moretti) gestört. Der an Krebs erkrankte Kommissar ist auf der selben Spur: Unter einer losen Diele in Molins Haus ist er auf Unterlagen gestoßen, die Molins Verbindungen zu Emil Wetterstedt (Michael Byrne) und seiner rechtsradikalen Organisation "Für Schwedens Wohl" belegen, zu der einflussreiche Politiker und Juristen gehören.
Lindman hat sich in Molins Tochter Veronica (Veronica Ferres) verliebt, als ihm der schreckliche Verdacht kommt, dass auch sie zu Wetterstedt gehört - der inzwischen den Killer Magnus (Peter Andersson) auf den lästigen Schnüffler angesetzt hat. Ihn kann Lindman in einem Kampf auf Leben und Tod überwältigen. Dann aber steht er Hereira gegenüber, der von der Polizei als Doppelmörder gejagt wird. Ihre Unterredung wird jäh gestört durch Veronica, die ebenfalls nur einen Gedanken kennt: Ihren Vater zu rächen.

Eine internationale Großproduktion
© ORF/Stefan Haring Lupe
Im Bild: Tobias Moretti, Bibi Andersson
Die Vorarbeiten dauerten mehr als zwei Jahre, gedreht wurde von August bis Oktober 2003, das Ergebnis - zwei mal 90 Minuten topbesetzte, spannende und atmosphärisch dichte Krimispannung - steht auf dem Programm: Urs Eggers Henning-Mankell-Verfilmung "Die Rückkehr des Tanzlehrers", eine Produktion der LISA-Film in Zusammenarbeit mit dem ORF und ARD-Degeto.

Der Zweiteiler ist mit österreichischen wie internationalen Stars - u. a. Veronica Ferres, Tobias Moretti, Maximilian Schell, Matthew Marsh, John Wood und Björn Floberg - topbesetzt.
Regie bei der filmischen Umsetzung des Bestsellers "Die Rückkehr des Tanzlehrers", von dem mehr als 1,6 Millionen Bücher in Deutschland und Österreich verkauft wurden und der vom US-Drehbuch-King Don Bohlinger ("Das Experiment") TV-gerecht adaptiert wurde, führte Urs Egger ("Der Opernball").
Gedreht wurden die zwei 90-Minüter im Sommer/Herbst 2003 an malerischen Locations in Österreich und in Schweden.

Sendedaten
SENDUNG ENTFÄLLT!
16:9, Videotext-UT
Zweikanalton mit Bildbeschreibung
Credits
Zweiteiliger Fernsehfilm,Österreich/Deutschland 2004
Regie: Urs Egger
Drehbuch: Con Bohlinger sowie Rolf und Cilla Börjlind
Musik: Ina Siefert und Nelles du Biel
Nach dem gleichnamigen Roman von Henning Mankell

Mit Tobias Moretti (Stefan Lindman), Veronica Ferres (Veronica Molin), Maximilian Schell (Fernando Hereira), Matthew Marsh (Guiseppe Larsson), Mats Langbacka (Erik Johansson) u.a.
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