Heute ist die Schneise aus Schlamm und Geröll längst unter einer saftigen Almwiese verschwunden, und nur das geübte Auge kann die Spuren der damaligen Verwüstung noch erkennen. Kann man einen Schicksalsschlag wie diesen verkraften, ohne Verbitterung weiterleben und dem Leben etwas Positives abgewinnen - kann man diesen Ort überhaupt noch als seine Heimat betrachten?
"Unterwegs nach Heimat" zeigt Schicksale und Menschen, die der Tourist wohl nur am Rande bemerkt und als Zugabe für seine romantische Fantasie konsumiert. Die Bewirtschaftung der steilen Hänge stellt massive Anforderungen dar - Anforderungen, die nicht mit der Gewissheit zu begründen sind, die Landschaft zu pflegen. Ein Bauer ist kein Gärtner, sein Selbstverständnis bezieht er aus der Tatsache, dass er durch das Bewirtschaften der Hänge leben kann - durch seine Arbeit und nicht durch Subventionen für Gartenarbeit. Diese Ideale und Vorstellungen sind auf Grund der schwierigen Geländebedingungen und des Konkurrenzdruckes schwer aufrecht zu halten. Und die Gewissheit, dass man gerade ohne die Subventionen nicht mehr wirtschaften kann, verschärft dieses Problem noch.