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Dienstag, 20. April
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Nubya, Profilerin
Nubya, Tochter eines Nigerianers und einer Schweizerin, besucht nach ihrer Matura für ein Jahr die «New School Jazz Academy» in New York.
Zurück in Basel studiert Nubya Wirtschaft. Nebenbei singt sie in den verschiedenen Jazz-, Blues- und Pop-Bands.1999 erscheint ihr Debüt-Album «From the Bottom of my Heart“. Sie tritt bei «Art on Ice» auf und singt ein Duett mit den «Scorpions». Es meldet sich der Manager der deutschen Erfolgsband «Pur». Bald schon steht Nubya mit Hartmut Engler im Studio und ist später Gastsängerin in der «Pur-Tour». 2005 erscheint ihr drittes Album «Auf meine Weise». 2007 ein Cover-Album mit weltbekannten Hits. Nubyas Stil ist ein Mix zwischen Pop, Jazz und Soul. Im September 2011 erscheint ihre neue CD "Today".

Nubya über Tonspur:
"Wer hätte geahnt, was man anhand einer Songliste alles über einen Menschen herausfinden kann! Die Detektivarbeit ist unglaublich spannend. Wir haben die Möglichkeit, die Person hinter der Songliste auf eine neue Art kennenzulernen. In einem Interview, das ganz anders an den Gesprächspartner herangehen kann. Und die Auseinandersetzung mit der Musik rundet das Ganze ab. Ein tolles Format, und es macht grosse Freude dabeizusein."

Nubyas eigene Playlist
  1. Jennifer Holiday: His Eye Is On The Sparrow
    Dieses Lied, gesungen von Jennifer Holiday, hat in mir den Wunsch geweckt, selbst einmal in einem Gospelchor zu singen. An meiner Maturfeier sang ich dieses Lied dann zum ersten Mal, und kurz darauf erfüllte sich ein grosser Herzenswunsch und ich wurde Mitglied des Anthony Evans & Reprise Choir in New York. Eine unvergessliche Zeit.
  2. Erykah Badu: On & On
    Ich habe früher immer meine Freunde aus den USA gebeten, mir die neuesten R&B-CDs mitzubringen. Ein Freund aus Miami hat mir dieses Album mitgebracht und sagte zu mir "You'll love this". Er legte das Debut-Album von Erykah Badu ein und ich war hin und weg. Mit diesem Album, das für mich auch zu den besten bis heute zählt, hat sie die Nu Soul Ära eingeläutet. Und ihr Kleidungsstil hat Millionen Frauen beeinflusst. Plötzlich rannten wir alle mit Turban auf dem Kopf herum.
  3. Ray Charles: Game Number Nine
    Meine Mutter hatte einige Vinyl-Platten von Ray Charles, und das ist einer meiner Favoriten. Leider fast unbekannt, aber von Anfang bis Schluss grossartig. In „Game Number Nine“ singt er nicht, sondern spricht, fast eine Urform von Rap. Und dies mit einem Charme und Humor, unglaublich. Mittlerweile habe ich die Songs auf iTunes gefunden, und ich kann sie jedem wärmstens ans Herz legen.
  4. Rachelle Ferrell: You Send Me
    Früher waren wir jedes Jahr in Südfrankreich in den Ferien, und da gab es einen unglaublich guten Jazz-Plattenladen. Da wurden uns reihenweise musikalische Pretiosen vorgelegt. Und eine davon war das Album "First Instrument" von Rachelle Ferrell. Ich habe es hunderte Male gehört, und es war für mich auch eine Inspiration, in die Jazzschule von New York zu gehen. Ich habe sie im Big Apple dann auch live auftreten sehen und das war ein Erlebnis. Diese Frau ist eine Urgewalt.
  5. Miles Davis: Blue In Green
    Eine der ersten Hausarbeiten in der New School for Jazz in New York war es, das Trompetensolo in „Blue In Green“ zu transkribieren. Also die gespielte Improvisation in Noten aufzuschreiben.
  6. Yolanda Adams: This Too Shall Pass
    Wie schon oben beschrieben, hat Gospel eine grosse Bedeutung für mich. Ich liebe die Musik und vor allem die Stimmen, aber auch der Inhalt vieler Songs begleitet mich durch viele Lebenssituationen.
  7. J.S. Bach: Das Wohltemperierte Klavier
    Diese Platte war eine der meistgespielten aus dem Plattenschrank meiner Mutter und auch ein Grund dafür, weshalb ich mit 7 Jahren anfing, Klavier zu spielen. Das Präludium habe ich dann gleich in den Klavierunterricht mitgenommen und war unglaublich stolz, als ich es dann selbst spielen konnte.
  8. Billie Holiday: Strange Fruit
    Während meiner Zeit in New York habe ich viele Jazz-Biographien gelesen und eine davon war „Lady sings the Blues“ über Billie Holidays Leben. Ich konnte mit ihrem Sound erst nicht so viel anfangen, es tat fast weh, dieser zu Ende so kaputten Stimme zuzuhören. Doch nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, wurden „Lady in Satin“ und „Lady sings the Blues“ zu meinen Favoriten im CD-Regal. Besonders „Strange Fruit“ rührt mich bis heute zutiefst. Der Schmerz, der in diesem Lied steckt, ist unglaublich intensiv.

Sendedaten
Ab 9. Juni 2012, 22.35 Uhr, jeden Samstag, wöchentlich, 10 Folgen.
TON SPUR
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