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Intensivstation
Wie viel ist uns ein Leben wert?
Film von Eveline Falk
© srf Das Ehepaar Laurent kämpft für ein gemeinsames Leben
Das Ehepaar Laurent kämpft für ein gemeinsames Leben
Sind wir als Gesellschaft bereit, einem kranken Menschen jede erdenkliche Therapie zu ermöglichen? Auch wenn sie bis zu 500'000 Franken kostet und auch dann, wenn der kranke Mensch bereits alt ist oder er die Krankheit selbst verschuldet hat? Die moderne Medizin bietet ein so grosses Angebot wie noch nie.

Ein Tag auf der Intensivstation kostet im Schnitt 4000 Franken. Eine Lebertransplantation etwa 200'000 Franken und eine Krebstherapie mitunter eine halbe Million. Es wird viel Geld investiert, um ein einzelnes Menschenleben zu retten. Mit den steigenden Krankenkassenprämien steigt der Druck auf unser solidarisches Gesundheitssystem. Schon heute fordern Politiker Einschränkungen: Betagte Menschen sollen keine Herzschrittmacher mehr bekommen und auch keine Hüft- und Knieprothesen.

Noch findet sich für eine solche Forderung keine Mehrheit, doch die Stimmung in der Schweiz hat umgeschlagen: Letztes Jahr sagte eine Mehrheit der Bevölkerung in einer repräsentativen Umfrage erstmals, alte Menschen sollen keine teuren Therapien bekommen.

Die Filmemacherin Eveline Falk war auf der Intensivstation und der Kinderonkologie. Sie begleitete betroffene Menschen, Junge und Alte, und fragte nach: Wie viel ist uns ein Leben wert? Wie viel, wenn es unser eigenes Leben betrifft oder das, der geliebten Partnerin? Sind wir bereit, solidarisch zu sein mit denen, die es brauchen, auch wenn wir nicht betroffen sind? Eveline Falk begleitete betroffene Menschen, Junge und Alte, und fragte nach.

Sendedaten
Mi. 30.01.19, 20.15 Uhr