Schweizer Aussichten
Schweizer Aussichten
Schweizer Aussichten
Wir nehmen sie mit über Stock und Stein, auf hohe Gipfel und saftige Wiesen. Einen Tag lang reisen wir quer durch die Schweiz an die schönsten Orte mit den atemberaubendsten Ausblicken. In Naturdokumentationen und Spielfilmen zum Schwelgen und Lachen geht es mit 3Sat auf die Reise ins Land, wo Milch und Honig fliessen.
Sendedaten
Thementag Schweiz am 29. Juli 2018, ab 06.05 Uhr
Unsere wilde Schweiz - der Aletschgletscher
© srf doc
Der Aletsch ist der grösste Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen.

Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.

Der Masseverlust ist so dramatisch, dass als Erklärung eine natürliche Wetterschwankung allein nicht ausreicht.

Kurzfristig beschert das im Überfluss vorhandene Schmelzwasser dem Vieh auf den sich ausdehnenden Almen üppiges Futter. Viele Pionierpflanzen nehmen den vom Eis freigegebenen Lebensraum in Besitz. Doch Bergführer Dominik Nellen sieht die Heimat seiner tierischen Lieblinge rapide zusammenschmelzen: Der Gletscherfloh ist die einzige Tierart, die dauerhaft auf dem Gletscher überleben kann.

Naturschützer und Wissenschaftler reagieren auf die Herausforderung: Revierförster Peter Aschilier erprobt Methoden zum Schutz des Bergwaldes bei zunehmender Trockenheit. Der Fotograf und Biologe Carsten Brügmann dokumentiert die Anpassung von Orchideen an schwierige Umweltbedingungen. Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. Pro-Natura-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte „Totholzburgen“, um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den ausserordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.
"Unsere wilde Schweiz"
29. Juli 2018 ab 13.50 Uhr

Das Menschlein Matthias
© SRF
Matthias ist der uneheliche Sohn einer Fabrikarbeiterin und lebt als «Verdingbub» bei seiner herrischen Tante auf einem abgelegen Gasthof. Was er dort kennenlernt sind Arbeit und Schläge. Nach einem Todesfall mach sich der unglückliche Junge zu Fuss auf den Weg zu seiner Mutter - und auf die Suche nach einem Vater. Als Filmvorlage diente Produzent und Drehbuchautor Stefan Markus der gleichnamige Roman von Paul Ilg. Engagiert griff er dabei Themen wie Kindsmissbrauch oder die Ausgrenzung unehelicher Kinder und ihrer alleinerziehenden Mütter auf, über die man zur Zeit der Entstehung des Filmes lieber schwieg. Neben bekannten Schauspielern wie Sigfrit Steiner stand im von SRF, Cinémathèque Suisse, Memoriav und Praesens aufwändig restaurierten Klassiker als Kinderdarsteller Röbi Rapp vor der Kamera - jener Röbi Rapp, dessen Leben 2014 im mehrfach preisgekrönten Film «Der Kreis» nacherzählt wird.
"Das Menschlein Matthias"
29. Juli 2018 um 17.15 Uhr

Heidi
© SRF
Das Waisenmädchen Heidi lebt mit ihrem verbitterten Grossvater, dem Alpöhi, auf der Alm. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit dem Ziegenhirten Peter. Doch dann ändert sich ihr Leben radikal.

Der 1952 in schwarz-weiss gedrehte Spielfilm «Heidi», nach der Erzählung «Heidis Lehr- und Wanderjahre» von Johanna Spyri, gilt noch heute als beste Adaption des Kinderbuchs.

Eines Tages taucht Heidis Tante Dete auf der Alm auf. Sie steht in Frankfurt bei der vornehmen Familie Sesemann im Dienst. Die Tochter des Hauses, Klara, ist gehbehindert. Unter einem Vorwand entführt die Tante die ahnungslose Heidi, damit sie dem Mädchen Gesellschaft leistet. Bald gewinnt Heidi Klaras Zuneigung. Klara blüht auf und überwindet sogar ihre Krankheit. Vielmehr noch gewinnt Heidi die Sympathie des ganzen Hauses, mit Ausnahme der strengen Gouvernante Fräulein Rottenmeier, doch Heidi hat starkes Heimweh.
"Heidi"
29. Juli 2018 um 18.40 Uhr

Liebe und andere Unfälle
© SRF
Er hat das Land bereits einem zahlungskräftigen Kunden versprochen. Doch wie es sich für eine waschechte romantische Komödie gehört, kommt schliesslich alles ganz anders als gedacht.

Philipp rechnet Marie minutiös vor, wie unrentabel ihr Bauernbetrieb ist, und droht ihr mit der Zwangsversteigerung, falls sie die Kreditschulden nicht innert nützlicher Frist zurückzahlen kann.

Als Philipp siegessicher mit seinem Sportwagen vom Hof braust, fährt er in ein Schlagloch, kommt ins Schleudern und knallt gegen einen Heuwagen. In Panik holt Marie den Bewusstlosen in ihr Haus. Schliesslich will sie die Situation retten und Hof, Haus und Buchhaltung subito in Ordnung bringen.

Dass Philipp aufwacht und nicht mehr weiss, wer er ist, nützt Marie für sich und tischt ihm eine dicke Notlüge auf. Von nun an ist er Milchbauer Micky und Maries Ehemann - natürlich nur so lange, bis Marie ihre Papiere bereinigt und den Hof auf Vordermann gebracht hat. Das ist zumindest ihr Plan.

An den Solothurner Filmtagen 2012 feierte der Film Premiere, und Lea Hadorn gewann den Preis in der Kategorie Beste weibliche Hauptrolle.
"Liebe und andere Unfälle"
29. Juli 2018 um 21.45 Uhr

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