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Die ersten Koalas erobern die Schweiz
Zwei Halbbrüder sorgen im Zoo Zürich für Publikumsandrang
"Jööh!" - Es gibt keinen treffenderen schweizerdeutschen Ausdruck für die Entzückung über die neuen Bewohner des Zürcher Zoos. Süss sind sie, die beiden zweijährigen Australier, ob schlafend (häufig!) oder futternd (wenn sie mal grad nicht dösen). Und sie scheinen sich gut akklimatisiert zu haben.
Der Koala
  • Koalas wiegen bei der Geburt 1 Gramm.
  • Sie entwickeln sich im Beutel ihrer Mutter weiter.
  • Koalas trinken praktisch nichts. Ihre einzige Nahrung: Eukalyptus-Blätter. Sie enthalten genug Flüssigkeit.
  • Koala-Weibchen leben durchschnittlich 19 Jahre, Männchen 10 Jahre.

© d.vorburger Mitten im Eukalyptus-Baum schlafen und essen: EIn kleines Paradies für die Zürcher Koalas.
Mitten im Eukalyptus-Baum schlafen und essen: EIn kleines Paradies für die Zürcher Koalas.
Mikey und Milo heissen die Koala-Bären, die eigentlich gar keine Bären sind, sondern Beuteltiere. Seit März dieses Jahres bewohnen die beiden die neue Australien-Anlage. Seit die "Schnügel" zu sehen sind, hat sich die Zahl der Besucher um 50 Prozent erhöht!

Dabei machen die Koalas auch in Zürich am liebsten, was sie auch in ihrer Heimat tun: Schlafen. 20 Stunden am Tag! Dazu hocken Koalas in eine Astgabel und hängen da ab. Gut, so ganz untätig ist das Pelzknäuel dabei nicht. Es muss schwere Kost verdauen!

Einziges Futter: Eukalyptus-Blätter!
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Denn: Die beiden Koalas Mikey und Milo in der neuen Australienanlage im Zoo Zürich kennen bei der Nahrung keine Kompromisse: Sie fressen nur Eukalyptus - wie alle Koalas. Der Zoo Zürich hat für seine neuen Schützlinge ein Gartenbauunternehmen in der Region Zürich gefunden, der den Anbau von Eukalyptus übernommen hat.

Urs Lüscher, Leiter des Gartenbauunternehmens hat bereits bei der Elefantenanlage des Zoo Zürichs mitgebaut. Dabei ist ihm die Idee gekommen, mit Eukalyptus zu experimentieren.


Vom Samen zum Bäumchen
In einem der Gewächshäuser sät Urs Lüscher Samen aus Australien. Wenn die Pflanzen einen Meter hoch sind, kommen sie auf eine kleine Plantage, wo sie später bereitstehen, um geerntet zu werden. Die Miniplantage ist mit Folien bedeckt, um die Eukalyptus-Bäumchen vor dem Wetter zu schützen.


Eukalyptus ist nicht gleich Eukalyptus
Die Koalas fressen bei weitem nicht jede Sorte Eukalyptus! Einige wenige Arten sind beliebt, und da lieben die knuffigen Beuteltiere die Abwechslung. Die einzelnen Sorten schmecken denn auch ganz unterschiedlich. Urs Lüscher weiss, was die putzigen Pelztiere lieben: Die Blätter des «Eukalyptus Grandis» zum Beispiel seien bei den Koalas beliebt. Allerdings nur die jungen, zarten Blätter. Urs Lüscher hat inzwischen 22 Sorten Eukalyptus im Angebot. Seine Firma liefert alle zwei Tage rund 15 Kilo frischen Eukalyptus in den Zoo Zürich.

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