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Erektion um jeden Preis
1998 kam Viagra auf den Markt. Seitdem nehmen Millionen Männer weltweit das Potenzmittel, darunter auch viele jüngere. Aber ist Viagra tatsächlich die Lösung aller Sex-Probleme? Ein Film von Susanna Dörhage und Claudio Tonetti
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Edgard, Fabrice, Manfred und Adriano haben eines gemeinsam: sie nehmen Viagra. Die Gründe dafür sind aber ganz unterschiedlich. Den einen hilft das Medikament, auch im Alter sexuell aktiv zu bleiben. Bei anderen aber hat es negative Auswirkungen.

"Die Sexualität war immer ein Sonnenstrahl auf der Landschaft meines Lebens", sagt Edgard, ein Genfer Informatiker im Ruhestand, der gerade zum zweiten Mal geheiratet hat. Für ihn ist Viagra eine ideale Lösung, um sexuell aktiv zu bleiben und er rät allen seinen Freunden, es ihm gleich zu tun.

Für viele aber stellt die simple Einnahme des Medikaments nicht die erhoffte Lösung ihrer Probleme dar. Adriano hatte nach einer Nieren-Transplantation oft so starke Schmerzen, dass er zu Sex nicht fähig war. Das Medikament allein half ihm nicht. Erst durch eine Psycho-Therapie, in der er sich selbst besser kennenlernte, bekam er seine Probleme in den Griff.

Für manche ist Viagra sogar zur Gefahr geworden. Fabrice erzählt, wie er Viagra in der Homosexuellen-Szene als Party-Drogen nutzte, häufig vermischt mit anderen Substanzen. Heute warnt er vor den gefährlichen Cocktails. Dass Viagra teils von Männern genommen wird, die es eigentlich gar nicht brauchen, liegt auch an der Strategie des Herstellers Pfizer, der nach immer neuen Kunden sucht.

In "Erektion um jeden Preis" reden Männer und Frauen mit erstaunlicher Offenheit über ihre Erfahrungen. Die Mitglieder der Münchner Selbsthilfegruppe "Erektile Dysfunktion" erläutern, weshalb Erektions-Störungen von vielen Männern als persönliche Katastrophe erlebt werden. Und manchmal können ungewöhnliche Lösungen die besten sein.

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© FabriceLupeSendedatum:

Mittwoch, 21. März 2018, 20.15 Uhr