Dokumentation
Die Bergführer
Drei Seilschaften, drei Gipfel, drei Abenteuer
Die Bergführerinnen und Bergführer verhelfen ihren Gästen zu unvergesslichen Hochtouren und Gipfelerlebnissen. Aber sie dürfen sich auf den anspruchsvollen Routen keinen Fehler erlauben. Denn jeder Misstritt könnte in einer Katastrophe enden.
Was wenn ein Gast am Berg an seine Grenzen kommt, weil er seine Fähigkeiten überschätzt hat? Was wenn der Schnee tief und weich ist, und der Kunde trotz Lawinengefahr sein Gipfelerlebnis will?
Bergführer dürfen kein Risiko eingehen und müssen ihren Kunden trotzdem Abenteuer und einzigartige Naturerlebnisse bieten. Das ist häufig eine Gratwanderung. Sie verlangt von den Bergführern nicht nur eine absolut sichere bergsteigerische Technik und umfassendes Fachwissen, sondern auch viel psychologisches Geschick.
Eine Bergführerin, zwei Bergführer:Marianne Ebneter ist eine der ganz wenigen Bergführerinnen der Schweiz. Unter den mehr als 1500 Schweizer Bergführern gibt es nur gerade 25 Frauen. Und nur einige wenige von ihnen können von diesem anspruchsvollen Beruf leben. Marianne Ebneter, 44jährig, ist eine davon. Sie ist das ganze Jahr mit Gästen und Seilschaften unterwegs im Tiefschnee und auf die höchsten Alpengipfel.
Stephan Siegrist ist einer der erfolgreichsten Extrembergsteiger aus dem Berner Oberland. Der 36jährige hat schon weltweit schwierigste Kletterrouten durchstiegen. In der Schweiz ist die Eigernordwand so etwas wie sein zweites Zuhause. Unzählige Tage und Nächte hat er darin verbracht, hat neue Routen eingerichtet und die Wand schon gegen zwanzig Mal bezwungen. Aber als Bergführer mit einem Gast die Nordwand hoch auf den Eigergipfel, das ist auch für Stephan Siegrist ein Abenteuer - nicht ohne Risiko.
Edi Bohren gehört zu den erfahrensten Bergführern der Schweiz. Als junger Bergsteiger hatte er 1978 zielsicher einen Mythos durchbrochen. Er war der erste Grindelwaldner, der die Eigernordwand bezwang. Zuvor war die gefährliche Wand für die Einheimischen Tabu. Seit 35 Jahren führt Edi Bohren nun seine Gäste sicher auf Gipfel. Und als Ausbildner hat der 57jährige den Bergführer-Beruf den modernen Bedürfnissen angepasst. Edi Bohren macht mit seinem Gast die klassische, anspruchsvolle Tour auf das Schreckhorn.
Um die drei Gipfelabenteuer mit einzigartigen Bildern zu dokumentieren, hat Dok einen großen Aufwand betrieben. Alle drei Hochtouren wurden von Bergsteigern begleitet, die gleichzeitig erfahrene Kameraleute sind. Für die Aufnahmen aus dem Heli kam eine ganz neue Kamera mit dem modernsten Stabilisierungssystem zum Einsatz. Und alle drei Touren wurden in HD-Qualität gedreht.
Sendedaten
In der Nacht zum 16. Dezember 2012,
um 4.40 Uhr
Info
Film von Frank Senn und Kurt Frisch- knecht (Erstsendung: 18.09.2008)
Stand: 16. Juni 2009 / 3sat.online/ug
Mit Material vom SRF
3sat [E-Mail]