Filme mit Audiodeskription
Hörfilme
Mittels akustischer Bildbeschreibungen werden Sendungen für Nichtsehende zugänglich gemacht. Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Hörfilme in 3sat:
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Montag, 19. Februar, 11:00 Uhr
(Wh. am 20.2. um 6:15 Uhr)

Die Tricks der Tiere - Wunderwelt Wasser
Film von Gavin Maxwell und Paul Williams

Die Reihe "Die Tricks der Tiere" begibt sich auf eine Reise rund um den Erdball und zeigt außergewöhnliche Verbindungen zwischen Tieren und Pflanzen, die das Leben auf der Erde in Gang halten.

Im Mittelpunkt dieses Teils steht die "Wunderwelt Wasser". Er führt vom brasilianischen Pantanal zu den Mangrovenwäldern der Sundarbans in Bangladesch und den Korallenriffen der Malediven in atemberaubende Tiefen des Ozeans.

Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche des Blauen Planeten sind von Wasser bedeckt. Ausnehmender Wasserreichtum herrscht auf der südlichen Hemisphäre. Allianzen unter Tieren und Pflanzen gibt es sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser. Ein Beispiel dafür kann in den Sundarbans in Bangladesch beobachtet werden. In den schier endlosen Mangrovenwäldern sorgen Krabben dafür, dass der nährstoffreiche Boden Sauerstoff bekommen kann. Sie sind es somit, die die Grundlage dafür schaffen, dass Pflanzen gedeihen können. Und diese Pflanzen versorgen wiederum die Tierwelt mit Nahrung.

Nicht selten sind es Verbindungen, die man auf den ersten Blick nicht erkennen kann, etwa im brasilianischen Pantanal. Das größte Feuchtgebiet der Erde, das eine Fläche vergleichbar mit jener Kaliforniens aufweist, ist Bühne für eine ganze Reihe unterschiedlichster Allianzen zwischen Pflanzen und Tieren. Von wesentlicher Bedeutung ist etwa die Arbeit einer Süßwasserschnecke. Ein Produkt ihres Verdauungsprozesses sind Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor. Diese Nähstoffe sind ein unverzichtbarer Dünger für das Pantanal. Pflanzen können gedeihen und Tiere finden Nahrung.


Montag, 19. Februar, 24:00 Uhr

37 Grad: Im Kaufrausch
Süchtig nach Konsum
Film von Ann-Kristin Danzenbächer

Ob Kleidung, Schuhe oder Möbel – Kaufsüchtige fühlen sich den Verlockungen der Warenwelt schutzlos ausgeliefert. Es ist wie ein Zwang: Sie müssen kaufen.

Viel mehr, als sie benötigen. Immer wieder. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind nach Studien Kaufsucht-gefährdet.

Die "37°"-Dokumentation will für eine Sucht sensibilisieren, die zwar noch nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt ist - in Zeiten permanenter Warenverfügbarkeit aber wohl weiter an Bedeutung gewinnen wird.


Dienstag, 20. Februar, 11:00 Uhr
(Wh. am 21.2. um 6:15 Uhr)

Die Tricks der Tiere - Geheimnisse des Graslandes
Film von Adam White und Gillian Taylor
Deutsche Bearbeitung: Sarah Julia Stross

Auf allen Schauplätzen der Erde haben Tiere wie Pflanzen Wege gefunden, um im stickstoffarmen Grasland überleben zu können. Ihr Trumpf: Sie haben Verbündete.

In diesem Teil der BBC-Produktion geht es um die "Geheimnisse des Graslands". Er führt vom Süden Australiens über die Savannen Afrikas bis nach Südamerika in den "Nationalpark Emas" in Brasilien.

Grasland und Steppen bedecken nicht weniger als ein Viertel der Erde. Es sind die jüngsten Habitate unseres Planeten - und trotzdem haben sie bereits 50 Millionen Jahre auf dem Buckel. Ganz gleich ob es die Prärien Nordamerikas, die Savannen Afrikas und oder die Steppen Asiens sind - überall herrschen herausfordernde Lebensbedingungen - sowohl für Tiere als auch für Pflanzen. Um innerhalb der einzelnen Ökosysteme überleben zu können, müssen sich die Lebewesen unterstützen. Ob es nun die Akazie ist, die in der Savanne Afrikas auf die Hilfe der Ameise angewiesen ist, oder aber ein Nashorn, das anderen Tieren der Steppe als "Nährstoffoase" dient.

Nicht selten sind diese Allianzen, die die Lebewesen miteinander eingehen, auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Verbindungen zwischen Tieren und Pflanzen sind über lange Zeit gewachsen und oftmals sind es Kettenreaktionen, die in mehreren Stufen wirksam werden. Der Akazienbaum etwa wehrt sich mit Dornen gegen hungrige Pflanzenfresser. Zusätzlich entwickelt die Pflanze Gallen, rundliche Gehäuse, die Ameisen anlocken und zur Symbiose einladen. Doch manche Tiere wie etwa Affen lassen sich von Hindernissen wie Dornen oder Gallen nicht aufhalten. Weil Ameisen auf ihrem Speiseplan ganz oben stehen, machen sich die Affen über die Gallen her. Die zerstörten Gallen dienen dann wiederrum Geckos als Nistplatz. Somit ist allen ein Stück weit geholfen.


Dienstag, 20. Februar, 20:15 Uhr

Tod an der Ostsee
Fernsehfilm, Deutschland 2013
Regie: Martin Enlen
Mit Matthias Koeberlin, Maria Simon, Justus von Dohnànyi, Ina Weisse u.a.

Ein Mann überfährt ein Mädchen und gilt in einem Dorf an der Ostsee fortan als „Mörder“ – bis er selbst tot in seinem Garten liegt. Ein Unfall, sagen alle.

Doch die Autopsie ergibt, dass Ralf Kossak erschlagen wurde. Die Polizei hält Stefan Hansen, den Vater der toten Lisa, für den Mörder, weil er das stärkste Motiv hat: Rache. Aber Hansen war es nicht, seine Frau Meike auch nicht.

Im Dorf beginnt eine regelrechte Hexenjagd auf Kossaks Witwe und ihre Söhne. Da entdeckt die Polizei, welch erschütterndes Drama sich in der Familie Kossak abspielt.


Mittwoch, 21. Februar, 11:00 Uhr
(Wh. am 22.2. um 6:15 Uhr)

Die Tricks der Kinder - Magie des Waldes
Film von Gavin Maxwell und Paul Williams

Wälder, die wechselnden Jahreszeiten ausgesetzt sind, sind etwas Besonderes. Ihr Ökosystem muss mit einem drastischen klimatischen Wechsel fertig werden - im Frühling und im Herbst.

Die einzelnen Tierarten sowie das gesamte Ökosystem müssen sich an diesen Wandel anpassen. Dieser Teil der BBC-Produktion zeigt, wie das Ökosystem Wald diese Aufgabe nur meistern kann, wenn auch alle Tiere in perfekter Übereinstimmung "funktionieren".

Der Film beobachtet die Wälder Nordamerikas über ein ganzes Jahr hinweg. Er zeigt Filmaufnahmen von Eichhörnchen, die von Baum zu Baum springen, Bilder davon, wie der Luchs den Winter überlebt und dokumentiert den entscheidenden Effekt, den Raupen auf das Blätterdach haben und nicht zuletzt, wie wichtig für den Wald das Beutegut der Bären ist.


Donnerstag, 22. Februar, 11:00 Uhr
(Wh. am 23.2. um 6:15 Uhr)

Die Tricks der Tiere - Zauber des Dschungels
Film von Adam White und Gillian Taylor

Wieso beherbergen gerade die Regenwälder eine derart atemberaubende Vielfalt an Lebewesen, mehr als jedes andere Habitat der Erde?

Dieser Teil der BBC-Produktion begibt sich auf eine Reise in die zahlreichen grünen Oasen, die unseren Planeten umspannen. Dabei versucht er, diesem größten Rätsel der Regenwälder auf die Spur zu kommen.

Auf der Suche nach einer Antwort führt der Film zuerst nach Panama, wo mehr neue Vogelarten pro Tag registriert werden als überall sonst auf der Welt. Danach geht die Reise weiter nach Borneo. Dort sind die größten Dschungelbewohner - der Orang-Utan und der Waldelefant - unentbehrlich für die Erhaltung der Biodiversität der Regenwälder. Die letzte Station der Reise ist der Amazonas, wo der Paranussbaum und seine faszinierende Beziehung zur Umwelt im Mittelpunkt stehen.


Donnerstag, 22. Februar, 22:25 Uhr

Jack
Spielfilm, Deutschland 2014
Regie: Edward Berger
Mit Ivo Pietzcker, Georg Arms, Luise Heyer, Nele Mueller-Stöfen, Vincent Redetzki u.a.

Jack ist zehn Jahre alt und muss im Leben funktionieren wie ein Erwachsener. Es ist Sommer. Die Vorfreude auf die Ferien ist groß. Am letzten Schultag im Jugendheim wird Jack nicht abgeholt.

Seine Mutter Sanna, 26, ruft an und vertröstet ihn. Jack bleibt mit Danilo und den Erziehern allein zurück. Es kommt zum Streit, bei dem er seinen Mitbewohner verletzt. Verängstigt läuft Jack nach Hause, um Schutz bei seiner Mutter zu suchen. Doch keiner ist da.

Nachdem Jack seinen sechsjährigen Bruder Manuel von einer Freundin abgeholt hat, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer Mutter.

Über mehrere Tage ziehen sie durch die Stadt und folgen ihrer Spur. Dabei scheint es niemandem aufzufallen, dass sie ganz allein sind. Eines Nachts brennt wieder Licht in ihrer Wohnung. Jack und Manuel rennen nach Hause, wo ihre Mutter sie in die Arme schließt. Gemeinsam essen sie zu Abend. Jack versucht sich mitzuteilen, doch Sanna hört nicht zu. Er trifft eine drastische Entscheidung.

"Jack" ist ein Film über die Reise eines Jungen, der früh gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Am Ende überrascht Jack mit einer mutigen Entscheidung, die dem Zuschauer den Spiegel vorhält.


Freitag, 23. Februar, 13:20 Uhr

Lilly Schönauer - Weiberhaushalt
Spielfilm, Deutschland/Österreich 2013
Regie: Karola Hattop
Mit Mira Bartuschek, Anna Rot, August Schmölzer, Matthias Schloo u.a.

Eigentlich kann Eva sich nicht beschweren: Ihr Mann Philip ist ein erfolgreicher Architekt, sie lebt in einem traumhaften Haus, ihr gemeinsamer Sohn Jonathan ist ein aufgewecktes Kerlchen.

Ihren Wunsch, nach einer Karenzzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren, unterstützen jedoch weder ihr Mann, der gerade an einem wichtigen Auftrag arbeitet, noch ihr Vater Bruno. Davon lässt sich die talentierte Innenarchitektin aber nicht abhalten.

Als Philip für längere Zeit nach Hamburg muss, zieht Eva zu Lucy aufs Land. Dabei wird ihr bewusst, dass sie sich bei der Freundin so wohl fühlt wie schon lange nicht mehr. Endlich erhält sie die Aufmerksamkeit, die sie bei ihrem Mann so lange vermisst hat. Doch die Sache hat einen Haken: Lucy hat sich in Eva verliebt und wünscht sich, dass sie bei ihr bleibt.


Samstag, 24. Februar, 22:15 Uhr

Der Teufel von Mailand
Fernsehfilm, Deutschland 2012
Regie: Markus Welter
Nach dem Roman von Martin Suter
Mit Regula Grauwiller, Ina Weisse, Max Simonischek, Aaron Hitz u.a.

Sonia Forster hat eine schlimme Zeit hinter sich: Ihre Ehe mit dem reichen Banker Frédéric Forster endete in einer Katastrophe. Die junge Frau beschließt deshalb, erst einmal unterzutauchen.

Eher unerwartet bekommt sie die Stelle als Physiotherapeutin in einem neueröffneten Wellness-Hotel in Val Grisch im Unterengadin. Bereits die Fahrt dorthin fühlt sich befreiend an, und Sonia ist gewillt, alles hinter sich zu lassen, einen Neuanfang zu wagen.

Bald schon freundet sie sich mit dem Masseur Manuel an, und auch den attraktiven Barpianisten Bob schließt sie ins Herz. Die junge Hotel-Besitzerin, Barbara Peters, ist Sonia ebenfalls sympathisch, obwohl sie sich ihre Situation nicht erklären kann: Das Hotel ist kaum ausgelastet, und damit sind die immensen Kosten für den Betrieb nicht einmal annähernd gedeckt. Sonia, die auch im abgelegenen Engadiner Tal trotz ihrer guten Vorsätze immer noch gegen Ängste und Wahnvorstellungen kämpft, bemerkt zunächst nicht, dass die Stimmung der Dorfbewohner gegenüber den Angestellten des Hotels feindselig ist. Val Grisch war bisher dem Tourismus verschlossen geblieben und sollte dies nach Ansicht der Einheimischen auch bleiben. Erst, als sich immer unerklärlichere Dinge im Hotel ereignen, wird Sonia allmählich hellhörig.

Haben die merkwürdigen Ereignisse vielleicht mit ihr selbst zu tun? Als sie auf die alte Engadiner Sage vom Teufel von Mailand stößt, begreift sie, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, und sie Teil eines makabren Spiels geworden ist. Die latente Gefahr wird immer greifbarer für die junge Frau, und bald erkennt sie mit erschreckender Klarheit, dass ihre Vergangenheit sie einzuholen droht und ihr Leben in Gefahr ist.


Sonntag, 25. Februar, 16:20 Uhr

Die Schwarzen Brüder
Spielfilm, Deutschland/Schweiz 2013
Regie: Xavier Koller
Mit Fynn Henkel, Moritz Bleibtreu, Waldemar Kubus, Richy Müller u.a.

Tessin, 19. Jahrhundert: Um den Arzt für die kranke Mutter bezahlen zu können, wird der 13-jährige Giorgio nach Mailand verkauft, um dort als Kaminfeger zu arbeiten.

Der Menschenhändler Luini will ihn und andere Kinder nach Mailand bringen. Bei der Fahrt über den Lago Maggiore kommt es zu einem Unglück: Der Blitz schlägt ins Boot ein, die meisten Kinder ertrinken. Nur vier überleben, darunter Giorgio und sein Freund Alfredo.

Während Alfredo beim brutalen Meister Zitrone landet, trifft es Giorgio etwas besser: Er kommt zum gutmütigen Battista Rossi, der unterm Pantoffel seiner zänkischen Frau steht. Zur Familie gehören auch die Tochter Angeletta und der verzogene Stiefsohn Anselmo.

Nicht nur die knochenharte Männerarbeit in den staubigen Schornsteinen, die Giorgio hochklettern und von innen säubern muss, ist gefährlich. Auf den Straßen treiben "Die Wölfe" ihr Unwesen und knöpfen ihm sein schwer verdientes Trinkgeld ab. Wortführer der Jugendbande ist ausgerechnet Muttersöhnchen Anselmo. Ohne die heimlichen Treffen mit der schönen Angeletta gäbe es für Giorgio keine Lichtblicke.

Frischen Lebensmut bekommt er durch ein unverhofftes Wiedersehen mit Alfredo, der ihn zum Geheimbund "Die schwarzen Brüder" mitnimmt. Gemeinsam wollen sich die Kaminfegerbuben aus ihrem Elend befreien und dem teuflischen Luini das Handwerk legen.