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Buchcover: "Vom Menschen in der Medizin"
Buchcover: "Vom Menschen in der Medizin"
"Vom Menschen in der Medizin"
Für eine ganzheitliche Diagnosestellung
"Die Naturwissenschaften haben mittlerweile eine Bedeutung gewonnen, wie sie früher die Religion innehatte."
Diese Beobachtung veranlasst den Medizinhistoriker Volker Roelcke mit seinem Sachbuch, einen Perspektivwechsel in der Medizin zu empfehlen. Er spricht sich dafür aus, psychische und soziale Faktoren des Patienten in die Erforschung, Diagnose und Therapie mit einfließen zu lassen und wünscht sich künftig eine Synthese von Natur- und Kulturwissenschaften in der Medizin.
Der Gedanke, dass sich die Medizin am ganzen Menschen orientieren sollte, ist nicht neu.
"Dass psychische und soziale Faktoren signifikante und reproduzierbare Auswirkungen auf Krankheitsentstehung und Prognose auch bei gravierenden körperlichen Zuständen haben, kann somit als gesichert gelten."

Biografie und soziales Umfeld berücksichtigen
Volker Roelcke möchte weg von standardisiert angewandtem Wissen und der Fokussierung auf Naturwissenschaften in der Medizin. Das Anliegen seines Buches besteht darin, Ärzte dazu zu motivieren, die Biografie und das soziale Umfeld der Patienten mit einzubeziehen und das Bewusstsein dahingehend zu schärfen, dass es sich eben nicht nur um kranke Körper handelt. Roelcke fordert, dass auch die Kulturwissenschaften in der medizinischen Forschung und der Ausbildung der Ärzte zu Wort kommen sollen, so beispielsweise die Philosophie, die Geschichts- und Literaturwissenschaften.

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donnerstags, um 21.00 Uhr, in 3sat
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Info
Volker Roelcke
Vom Menschen in der Medizin
Für eine kulturwissenschaftlich kompetente Heilkunde
Psychosozial-Verlag 2017
ISBN: 978-3-8379-2690-3