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Buchcover: "Was das Haben mit dem Sein macht"
Buchcover: "Was das Haben mit dem Sein macht"
"Was das Haben mit dem Sein macht"
Zwischen Verzicht und Konsum
In den 1970er Jahren prägte Erich Fromms "Haben oder Sein" eine ganze Generation. Beide Existenzweisen waren für ihn gegensätzlich, zwei grundverschiedene Lebenseinstellungen.
Der Psychologe Jens Förster versteht unter einer Haben-Ausrichtung die Fokussierung auf Geld und unter einer seins-orientierten Ausrichtung Tätigkeiten wie reden oder lesen. Er fragt, wieviel Haben für ein zufriedenes Sein nötig ist. Der Sozialpsychologe Förster zeigt, welchen Einflüssen unsere Bedürfnisse unterliegen und fragt, ob sie wirklich dazu geeignet sind, glücklich zu machen.

Sehnsucht nach Sinn
Nie gab es so viel Konsum wie heute. Und nie eine solche Sehnsucht nach Sinn. Dabei möchte Förster eine materialistische Einstellung nicht ausschließlich negativ sehen. Dennoch erkennt er die schlimmen Folgen übermäßigen Konsums für Menschheit und Erde: "Uns gehört diese Erde nicht. Sie ist kein Habenmittel. Sie ist Sein."…“

Bei seinen Betrachtungen kommt Förster zu der Erkenntnis, dass haben oder sein oder beide zusammen gut oder weniger gut sein können. Der Psychologe schreibt im Plauderton und unterhält mit persönlichen Schilderungen und Anekdoten.

Sendung zum Thema
© dpaIch kaufe, also bin ich
Info
Jens Förster
Was das Haben mit dem Sein macht
Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht
Droemer 2017
ISBN 978-3-426-30123-4