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© westend Lupe
Buchcover: "Keine Angst vor Hanf"
"Keine Angst vor Hanf"
Plädoyer für eine Entkriminalisierung
Der Autor, Journalist und Schriftsteller Mathias Bröckers gilt als Vorreiter der Hanfbewegung und schreibt schon seit vielen Jahren gegen die Dämonisierung von Hanf an. Bereits mit dem Buch "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" setzte er sich für die Legalisierung von Cannabis ein. Diesen Weg geht er auch mit "Keine Angst vor Hanf" weiter.
Darin beschreibt er die Jahrtausende alte Geschichte der Pflanze und ihre heilende und relaxierende Wirkung:
"Zudem stehen den oben skizzierten vielfältigen medizinischen Heilwirkungen nur geringe schädliche Nebenwirkungen gegenüber, was darauf zurückzuführen ist, dass Cannabinoide keine fremden, unnatürlichen Stoffe sind, sondern gleichsam gute Bekannte, die als Endo-Cannabinoide auch vom Körper selbst produziert werden."

Für eine Legalisierung
In "Keine Angst vor Hanf" beschreibt Mathias Bröckers, warum eine Legalisierung des Hanfs längst überfällig ist. Dabei verweist er auch auf die Alkoholprohibition in Amerika, die nach vierzehn Jahren aufgegeben wurde, weil die Nebenwirkungen gesellschaftlich bedeutend negativer waren, als der Alkohol selbst. Eine drogenfreie Gesellschaft hält Bröckers für eine Utopie. Das Cannabis-Verbot habe Jahrzehnte lang dazu geführt, dass die Forschung vernachlässigt wurde:
"Weil die wissenschaftliche Erforschung von Hanf und seinen Wirkstoffen durch die Prohibition jahrzehntelang erschwert und behindert wurde, konnten (…) grundsätzliche(n) Entdeckungen erst in den letzten beiden Jahrzehnten gemacht werden."
Das ist schade, denn so wurde der beträchtliche medizinische Nutzen der Hanfpflanze lange ignoriert.

Mathias Bröckers stellt auch heraus, dass der 'Krieg gegen Drogen' vornehmlich gegen Hanf geführt wird, was umso mehr erstaunt, weil "die gesamte Medizingeschichte (…) weltweit keinen einzigen Fall auf(weist), bei dem durch Cannabis jemand zu Tode gekommen ist." Von den wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen ausgehend, hält der Autor es für ein absolutes Dilemma, "…dass in Deutschland auch schwerkranke Menschen, denen Cannabis gegen ihre Leiden hilft, bestraft werden, wenn sie sich ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt beschaffen oder selbst anbauen."

Irrationalitäten und Angstpropaganda
Bröckers vertritt die Auffassung, dass es keine überzeugenden Argumente für ein Hanfverbot gibt, das seiner Ansicht nach im Wesentlichen auf Irrationalitäten und Angstpropaganda fußt.
"Die knapp 40 Prozent aller Deutschen, die mindestens einmal Cannabis konsumierten, und die 7 Prozent, die es gelegentlich oder regelmäßig tun, sind keine Kriminellen, genauso wenig wie die Millionen, die Alkohol konsumieren oder täglich legale oder illegale Pharmazeutika verwenden."

Sendung zum Thema
© reutersCannabis - Medizin oder Droge
Info
Mathias Bröckers
Keine Angst vor Hanf!
Warum Cannabis legalisiert werden muss
Westend 2014
ISBN 978-3-86489-071-0