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© vandenhoeck&ruprecht Lupe
Buchcover "Max Weber und die Krise der Wissenschaft"
"Max Weber und die Krise der Wissenschaft"
Analyse des Wissenschaftsbetriebs
In Richard Pohles Band "Max Weber und die Krise der Wissenschaft" geht es um die Rezeption des Vortrags "Geistige Arbeit als Beruf", den der bekannte Soziologe Weber 1917 im Kunstsaal der Münchner Buchhandlung Steinicke gehalten hat.
Max Weber ist einer der Klassiker der Soziologie und Wissenschaftstheoretiker. Er gilt neben Ferdinand Tönnies und Georg Simmel als der jüngste der drei Gründerväter der deutschen Soziologie. In seiner Rede vertrat Weber die Auffassung, dass wissenschaftliche Leistung nur durch Spezialisierung möglich ist. Das innovative Denken ist laut Weber Ziel der Wissenschaft.
"Nicht nur äußerlich, nein, gerade innerlich liegt die Sache so: dass der einzelne das sichere Bewusstsein, etwas wirklich ganz Vollkommenes auf wissenschaftlichem Gebiet zu leisten, nur im Falle strengster Spezialisierung sich verschaffen kann."

Reaktionen auf die Rede
Als der Vortrag 1919 veröffentlicht wurde, stieß er - besonders in den Geistes- und Kulturwissenschaften - eine heftige Debatte über die Krise der Wissenschaften an. Wissenschaftstheoretisch trat Weber für eine qualitative Methode ein und bestand auf einer werturteilsfreien Wissenschaft.

Richard Pohle, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Neuere und Neueste Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, beschäftigt sich in seinem Band damit, welche Kritiken Max Webers Rede auslöste und wie sie – nicht nur im Wissenschaftsbetrieb – aufgenommen wurde.

Sendung zum Thema
Krise in den Wissenschaften?
Info
Richard Pohle
Max Weber und die Krise der Wissenschaft
Eine Debatte in Weimar
Vandenhoeck&Ruprecht 2009
ISBN 978-3-525-35822-1