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Wissenschaft und Wahrheit
Wie Erkenntnisse instrumentalisiert werden
Wissenschaftliche Erkenntnisse werden politisch instrumentalisiert und Wissenschaftler stehen zunehmend unter Druck. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Studien verschiedenster Disziplinen als erfunden oder frisiert entlarvt. "Fake science" - nicht erst seit Donald Trump.
Die Beiträge der Sendung:
Unverrückbar oder Auslegungssache? © reuters
Unverrückbar oder Auslegungssache?
Einflüsse auf die Wissenschaft © dpa
Einflüsse auf die Wissenschaft
Erkenntnistheorie früher und heute © obs
Erkenntnistheorie früher und heute
Über die Zukunft der Wissenschaft © ap
Über die Zukunft der Wissenschaft

Live im Studio - die Gäste der Sendung:
Jürgen Renn ist Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte sowie seit 2006 Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte an der FU Berlin. Jürgen Renn
Markus Gabriel ist Professor für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart am Institut für Philosophie der Universität Bonn. Markus Gabriel

Informationen zum Thema:
Raus aus der Opferrolle © dpa Raus aus der Opferrolle
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Doch auch wenn Fälschung ausgeschlossen werden kann, müssen Methodik und die Theorien der Evidenz in Frage gestellt werden. Zu jeder Zeit gab es wissenschaftliche Aussagen, deren Wahrheit zu Unrecht bestritten wurde, oder wahre Aussagen, die lange umstritten waren - wie die von Einstein postulierte Existenz von Gravitationswellen.

Über die Einflüsse auf die Forschung
Was der Mensch mit bloßem Auge nicht sehen kann, misst er mit Instrumenten - und die so gewonnenen Daten werden stets interpretiert. Es gibt keine einfachen, also uninterpretierten, Tatsachen. Nach Nietzsche gibt es keine reinen Tatsachen, sondern nur Interpretationen. Die Diskussion um den Klimawandel, wie sie in den USA geführt wurde und wird, zeigt zum einen, wie leicht wissenschaftliche Erkenntnisse politisch instrumentalisiert werden. Zum anderen zeigt sich daran auch, unter welchen Einflüssen Wissenschaft stehen kann: Politik, Lobbyismus, der Kampf um Fördergelder und ums Prestige.

Inzwischen wird viel über die Nachprüfbarkeit der Erkenntnis von Wahrheit geschrieben. Sind Studien reproduzierbar oder liefern sie ein anderes Ergebnis? Methodische und instrumentelle Grenzen werden zunehmend diskutiert. In der Metaforschung wurden vergangenes Jahr 11.000 Analysen veröffentlich. Ein Trend, der zwar zum einen auch instrumentalisiert werden kann. Zum anderen ist die wissenschaftliche Untersuchung wissenschaftlicher Arbeiten aber dringend notwendig, um genau dem Paroli zu bieten.

Gert Scobel diskutiert mit interdisziplinären Gästen über die Zukunft der Wissenschaften und die Frage, was noch verlässlich ist.

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Wissenschaft am Donnerstag
© dpaDie Weltvermesser
Forscher vermessen weltweit unseren Planeten so genau wie möglich. Mit Hightech-Instrumenten erfassen sie jeden Winkel der Erdoberfläche aus dem All, aber auch den Meeresgrund der Tiefsee.
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Gert Scobel moderiert das Wissensmagazin scobel.