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Brauchen wir Regeln für die Anwendung von neuen Technologien?
scobel: Ethik der Algorithmen
Die Grenze zwischen Software und menschlichem Verhalten
Unser Leben wird immer mehr von Computern bestimmt. Nach welchen Regeln handeln die Algorithmen – nach unseren oder nach ihren eigenen?
Live im Studio - Gäste der Sendung

Katharina A. Zweig, Informatikerin
Katharina Anna Zweig
Katharina Anna Zweig studierte Biochemie sowie Bioinformatik und promovierte im Fach Informatik an der Universität Tübingen. Seit 2012 hat sie einen Lehrstuhl an der TU Kaiserslautern. Sie gründete dort den Studiengang "Sozioinformatik", in dem es um die Frage geht, wie IT-Systeme und Gesellschaft miteinander interagieren und sich gegenseitig in ihrer Entwicklung beeinflussen.

Barbara Prainsack, Politikwissenschaftlerin
Barbara Prainsack
Barbara Prainsack studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien. Sie war unter anderem Gastprofessorin in Bangkok, Cardiff, London und Frankfurt am Main. Seit 2009 ist sie Mitglied der Österreichischen Bioethikkommission und seit 2017 arbeitet sie auch als Beraterin in einem Gremium der Europäische Kommission (European Group on Ethics and New Technologies).

Christoph von der Malsburg, Physiker und Neurobiologe
Christoph von der Malsburg
1990 gründete er mit Werner von Seelen das Institut für Neuroinformatik an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2007 forscht Christoph von der Malsburg am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Seine Forschungsinteressen sind Mustererkennung im Gehirn, dynamische Bindung von neuronalen Einheiten, Neuronale Netzwerke und maschinelles Sehen.



Beiträge aus der Sendung
<b>Kapitalinteressen und Technologieträume</b>
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Kapitalinteressen und Technologieträume
<b>Selbstlernende Algorithmen</b>
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<b>Den  Feind ohne Risiko erledigen</b>
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<b>Wir leiden an einem Technikaberglauben</b>
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Bonusmaterial - Interview

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Fragen an Jutta Weber
Ein technokratischer Albtraum
Vergessen wir den Menschen hinter der Technik? Muss Technologie neu gedacht werden? Wir haben die Technikphilosophin Jutta Weber befragt.
Interview ansehen

Aufgaben des Alltags werden an Algorithmen delegiert

Delegiert wird insbesondere dann, wenn es sich um schwer zu übersehende und komplexe Zusammenhänge handelt, wie bei der Steuerung von Stromnetzen und Kernkraftwerken, Krankenhäusern oder des Bahn- und Flugverkehrs. Neue, selbstständig lernende Technologien haben zu Durchbrüchen in vielen Bereichen der Technik geführt. Sie ermöglichen bereits den Einsatz komplexer Industrieroboter, autonomer Drohnen und Kampfrobotern oder selbstständig fahrender Autos. Darüber hinaus dienen Algorithmen in der Finanz- und Bankenwelt, zunehmend aber auch in der Verwaltung, im Management und Governance-Bereich dazu, Entscheidungen zu treffen.


Brauchen wir Regeln für die Anwendung neuer Technologien?

Bei autonom fahrenden Autos hat es schon die ersten Todesfälle gegeben. Aber auch im Finanzbereich sind zwei der großen Börsencrashs von autonom agierenden Handelsalgorithmen verursacht worden. Noch problematischer wird es, wenn man bedenkt, dass Algorithmen, die mit dem "Deep Learning" Verfahren entwickelt werden, anschließend für keinen der Programmierer mehr einsehbar sind.

Das vollkommen selbstständige Lernen von künstlichen Systemen führt zu individuellen Architekturen, deren Aufbau und vor allem deren Kriterien Entscheidungen zu treffen, unsichtbar sind. Entscheidungen aber, die weder transparent noch durchschaubar sind, stellen ein gravierendes Problem dar.

Auch auf einfachen Ebenen stellen sich ethische Fragen, etwa im Umgang mit Software wie "Alexa" oder "Amazon Echo". Kinder nehmen diese Geräte schnell wie Personen wahr und vertrauen ihnen, obwohl es sich dabei nicht um Personen handelt. Die Grenzen zwischen Software und menschlichem Verhalten drohen, mit Blick auf kommende Generationen, zu verschwimmen. Ist dies eine gute Entwicklung für das Individuum und das Zusammenleben in der Gesellschaft?




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