Künstliches Herz
scobel: Baukasten Mensch
Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile
Das organische Überleben hängt am reibungslosen Zusammenspiel der Teile. Fällt ein Teil aus, wird es ersetzt. Eine Hüfte, die Lunge, das Herz. Die Chirurgie läuft zu Höchstform auf. Selbst Nervenbahnen lassen sich wieder verbinden und so scheint es auch nur eine Frage der Zeit, bis tatsächlich der erste Kopf transplantiert werden kann.
Ob nun der Personalausweis des Kopfs oder des Rumpfs mitgeführt werden muss, ist noch nicht diskutiert. Skandale um die gerechte Verteilung von Spenderorganen haben die Organspende-Bereitschaft indes sinken lassen, aber es werden weiterhin Spenderorgane benötigt. Sind künstliche Organe eine Alternative? In Frankreich wurden bereits erste künstliche Herzen eingesetzt, mit bislang nur kurzzeitigem Erfolg - so war es auch vor einem halben Jahrhundert, als das erste menschliche Herz in Kapstadt transplantiert wurde.

Lässt sich ein künstliches Organ leichter als Teil des eigenen Körpers akzeptieren als ein menschliches Organ? Wie sind die psychologischen Folgen von Transplantationen? Wie fühlt sich dagegen ein künstliches Organ an? Oder, noch weiter gedacht, gehen wir fahrlässiger mit unserem Körper um, weil es ja Ersatz gibt, egal woher?

"scobel" geht der These nach, ob wir uns vielleicht selbst vergessen haben bei der Weiterentwicklung der medizinischen Möglichkeiten. Inzwischen werden Organe aus Stammzellen gezüchtet oder sogar aus dem 3D-Drucker geworfen. Ist alles gut, was möglich ist?

Sendedaten
scobel
"Baukasten Mensch"
Wissenstalk am Donnerstag,
23. November 2017, um 21.00 Uhr
Gastgeber
Gert Scobel moderiert das Wissensmagazin "scobel".