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Juchtenkäfer sind mittlerweile selten geworden.
Juchtenkäfer sind mittlerweile selten geworden.
scobel: Das große Artensterben
Sendung aus dem Lichthof des Senckenberg Museum Frankfurt
Juchtenkäfer blockieren die Fällung von Bäumen. Die Zauneidechse gerät in Misskredit, weil sie die Baupläne von Großbahnhöfen durchkreuzt. Wieviel sind wir bereit auszugeben für den bedrohten Pandabären? Was dagegen für die Rettung des Schlitzblatt-Wermuts? Wer kümmert sich um den wirklich nicht so niedlichen Waldrapp oder die Auswilderung des Riesensalamanders?
Der Wert der Arten ist ein komplexes Thema. Naturschutz ist immer auch Menschenschutz - und das beeinflusst die Bestrebungen, welche Arten wir schützen. Welchen Nutzen haben sie für uns? Sind sie wichtig für die Ökosysteme oder einfach nur niedlich? Welche Rolle spielt die Wissenschaft dabei? Und welche die Bürgerinnen und Bürger - ohne Citizen Science, die Bürgerwissenschaften, wüssten wir über den Bestand vieler heimischer Arten nicht genau Bescheid.

Denn Artenschutz fängt schon damit an, wie Arten gezählt werden - früher hieß es: je mehr, desto besser. Doch auch die Funktion einer Art im Ökosystem ist wichtig, ihre genetische Wandlungsfähigkeit. Das Zusammenspiel der Arten kann ein Ökosystem entscheidender beeinflussen als ihre absolute Zahl - das ist funktionale Biodiversität.

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Wir stehen vor dem nächsten großen, dem sechsten, Massensterben. Ist das von Menschenhand gemacht? Kann man daran noch etwas ändern? Sollten wir ein Augenmerk auf unsere Landwirtschaft richten?Gert Scobel stellt und beantwortet mit seinen Gästen - Prof. Volker Mosbrugger, Direktor des Senckenberg-Museums in Frankfurt, und weiteren Experten aus der Welt der Biodiversitätsforschung - die wichtigsten Fragen zum Artenschutz in unserer Zeit.

Sendedaten
scobel
"Das große Artensterben"
Wissenstalk am Donnerstag,
28. September 2017, um 21.00 Uhr
Gastgeber
Gert Scobel moderiert das Wissensmagazin "scobel".