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scobel: Gemeinsam zu neuen Erkenntnissen
Wie bewährt sich interdisziplinäre Forschung in der Praxis?
Die vielversprechende Beschwörungsformel für die Bewältigung komplexer Aufgabenstellungen im Wissenschaftsbetrieb lautet "Interdisziplinarität". Denn durch das Zusammenspiel mehrerer Forschungsrichtungen sollen über die Grenzen einzelner Disziplinen hinaus neue Erkenntnisse gewonnen und nachhaltige Problemlösungen ermöglicht werden.
  • Was sind die Methoden, aber auch die Voraussetzungen erfolgreicher Forschungsprojekte, die weit über Einzeldisziplinen hinausgehen?
  • Wie funktioniert die Umsetzung eines gemeinsamen interdisziplinären Forschungsprojektes?
  • Gibt es genügend Schnittmengen der Fachdisziplinen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit?
  • Können die Abgrenzungen überwunden und gemeinsame Methoden der Problembewältigung erarbeitet werden?
  • Was verbindet beispielsweise die Natur- und Sozialwissenschaften?
  • Welche Methoden, Instrumente und Vorgehensweisen sind für interdisziplinäre Modelle geeignet?
  • Wie gelungen ist der Austausch zwischen den Disziplinen tatsächlich?

<b>Forschung über transdisziplinäre Projekte </b><br /> Wir stellen vor: die Metastudie "Transimpact" und die gewünschten Wirkungen. [Video]
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Forschung über transdisziplinäre Projekte
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<b>Trans - und Interdisziplinarität</b> <br /> Prof. Martina Schaefer untersucht im Rahmen von  "Transimpact" transdisziplinäre Projekte.[Video]
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<b>Die fünfte Generation des Mobilfunks </b><br /> Interdisziplinäres Team im Dresden 5G Lab. [Video]
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<b>Ist ein sicheres Endlager möglich? </b><br /> Die Forschungsplattform ENTRIA arbeitet daran. [Video]    © dapd
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<b>Methoden der eigenen <br />Disziplin hinterfragen</b><br /> Ist Interdisziplinarität das neue Zukunftsmodell? [Video]
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Disziplin hinterfragen

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CERN - ein Beispiel für interdisziplinäre Forschung
Es ist so groß wie eine kleine Stadt und liegt hauptsächlich in der Schweiz; ein Teil des Beschleunigerrings befindet sich im benachbarten Frankreich. 20 Länder sind inzwischen am weltgrößten Teilchenforschungszentrum beteiligt. Jeder fünfte Euro kommt aus Deutschland. Die Leistungen des CERN beschränken sich jedoch nicht nur auf Physik und Technik, Menschen aus verschiedenen Nationen, unter anderem auch aus den Ostblockstaaten lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs, haben sich dort persönlich kennen gelernt und miteinander gearbeitet.

In drei Stunden zehn Jahre gealtert
ReportageReportage
Ein Blick in die Arbeit der Fachbereiche der UNI Mainz
Um Großprojekte wie den ATLAS-Detektor am europäischen Kernforschungszentrum CERN realisieren zu können, benötigt man das Know-how gleich mehrerer Fachbereiche. Auch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind Physiker aus unterschiedlichen Fachrichtungen an den Forschungen beteiligt. Detektorteile werden vor Ihrem Einbau am CERN auf Alterungsprozesse getestet. Dies geschieht am Forschungsreaktor TRIGA: in rund drei Stunden Strahlzeit wird ein Detektorbetrieb von 10 Jahren simuliert.
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Das Kernforschungszentrum CERN

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Die Gesichter des Cern
Der Fotograf Andri Pol blickt hinter die Geräte des Cern und auf seine Wissenschaftler
Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung bei Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz und wird von rund 10.000 Forschern und Angestellten sowie einem Jahresbudget von 1,3 Milliarden Franken getragen. Am CERN wird physikalische Grundlagenforschung betrieben, insbesondere wird mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht. Das meiste Geld steckt das Zentrum in den 27 Kilometer langen Großen Hadron-Beschleuniger (Large Hadron Collider, LHC), der 2008 in Betrieb genommen wurde. Dieser hat bereits Hinweise auf den Ursprung der Schwerkraft geliefert. Die Forscher hoffen mit der knapp zwei Milliarden Euro teuren Wissenschaftsmaschine der Natur der mysteriösen Dunklen Materie und Dunklen Energie im Kosmos auf die Spur zu kommen. Außerdem möchten sie die Vorliebe der Natur für Materie statt Antimaterie untersuchen und diejenige Form von Materie erzeugen und studieren, die zum Anbeginn der Zeit direkt nach dem Urknall existiert hat.

Die populärste Errungenschaft des CERN benutzen mehr als 700 Millionen Menschen: Das World Wide Web - 1990 am Cern erfunden, um den Physikern den Datenzugriff zu erleichtern - hat sich von den Laboren bei Genf in rasender Geschwindigkeit um die Welt gewoben, den Zugang zu Information revolutioniert und ganz neue Wirtschaftszweige entstehen lassen. Dabei ist das "WWW" lediglich ein Nebenprodukt aus der Forschung am Cern.

Die am CERN gewonnenen Einblicke haben den Physikern erlaubt, die Energieerzeugung in der Sonne zu erklären und zu verstehen, warum nach dem Urknall überhaupt Materie übrig geblieben ist. Für ihre Versuche beschleunigen die Forscher subatomare Partikel in kilometerlangen runden Röhren nahezu auf Lichtgeschwindigkeit und lassen sie zusammenstoßen. Aus dem Hagel der Kollisionsbruchstücke gewinnen sie ihre Erkenntnisse über elementare Teilchen und die Grundkräfte der Welt, die an diesen zerren. Die dabei anfallende Datenmenge ist riesig und kann leicht den Informationsfluss im gesamten deutschen Telefonnetz übersteigen.



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Wissensmagazin am Donnerstag,
2. März 2017, um 21.00 Uhr
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Gert Scobels Gedanken
zum Thema der Sendung
Gäste der Sendung
Forschungsbündnisse erfordern Kooperation, Kreativität und Kommunikation, aber auch neue Wege der Koordination und des Managements. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen:

- Matthias Bergmann
Senior Researcher, Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main

- Gerhard Fettweis

Koordinator 5G Lab, TU Dresden

- Matthias Kleiner

Präsident Leibniz-Gemeinschaft, Berlin