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scobel: Niedergang des Journalismus
Der Qualitätsjournalismus verliert zunehmend an Terrain
Lügenpresse-Vorwürfe, Hetzjagden auf Journalisten und ein allgemeiner Vertrauensverlust des Berufsstandes prägen die Wahrnehmung des Journalismus in der Öffentlichkeit. Die Diagnose eines "Niedergangs des Journalismus" scheint mehr als berechtigt.
  • Bleiben journalistische Aufklärung und Qualität gegenüber dem pseudodemokratischen Laienjournalismus zunehmend auf der Strecke?
  • Doch wie lässt sich Qualitätsjournalismus definieren?
  • Satire-Formate wie die "heute-show" oder "Die Anstalt" werden über Generationengrenzen hinweg zunehmend zum Hauptinformationsmedium. Ist Satire damit zur zentralen Instanz journalistischer Wahrheitsfindung geworden?
  • Werden die Medien zunehmend von Politikern, Wirtschaftsunternehmen und mächtigen Lobbys gelenkt und die Öffentlichkeit auf diese Weise manipuliert? Treffen diese Vorwürfe zu oder handelt es sich um opportune Verschwörungstheorien?
  • Was sind die Maßstäbe für journalistische Objektivität?

Nachgefragt

<b> Sind Satiriker die besseren Journalisten? </b><br />Alles wird unterhaltsamer, einfacher - wo aber bleibt das "Schwarzbrot", er journalistische Biss? Kabarettist Christian Ehring hat Antworten. [Video]
Interview
Sind Satiriker die besseren Journalisten?
Alles wird unterhaltsamer, einfacher - wo aber bleibt das "Schwarzbrot", er journalistische Biss? Kabarettist Christian Ehring hat Antworten. [Video]
<b>Wie sieht es aus mit der Pressefreiheit?</b><br />Werden Journalisten von Politik und Wirtschaft beeinflusst? Haben wir die Freiheit, zu sagen, was wir möchten? Wir haben uns umgehört. [Video]
Umfrage
Wie sieht es aus mit der Pressefreiheit?
Werden Journalisten von Politik und Wirtschaft beeinflusst? Haben wir die Freiheit, zu sagen, was wir möchten? Wir haben uns umgehört. [Video]


Der Kampf um die Pressefreiheit
Während die demokratischen, westlichen Gesellschaften um Vielfalt, Qualität und Glaubwürdigkeit ihrer Medienlandschaft ringen, müssen Journalistinnen und Journalisten in vielen Ländern um die Pressefreiheit als demokratisches Grundrecht fürchten und aktiv um sie kämpfen. Beispielsweise schaut die Welt seit dem Putschversuch des Militärs in der Türkei zu, wie die Regierung Erdogan nicht nur Justiz und Wissenschaft, sondern auch die vierte Gewalt im Staat, freie Presse, Rundfunk und soziale Medien, einer systematischen "Gleichschaltung" und massiver Zensur unterzieht.

Michel Friedman und der türkische Sportminister - Eklat um Interview

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Deutsche Welle klagt gegen türkisches Ministerium
Kulturzeit: Der Streit zwischen der Deutschen Welle und der türkischen Regierung um das Videomaterial eines Interviews geht vor Gericht. Der Auslandssender hat beim Zivilgericht in Ankara Klage auf Herausgabe des Materials eingereicht.
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Pressefreiheit in Gefahr - Blick auf die Freiheit der Medien

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Die Unabhängigkeit der Medien ist weltweit bedroht
Kulturzeit: Pressefreiheit ist noch nicht einmal dort selbstverständlich gegeben, wo sie gesetzlich verankert und Teil einer freiheitlich-demokratischen Kultur ist.
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Die Freiheit der Medien und ihrer Berichterstattung wird nach Angaben von Reporter ohne Grenzen weltweit zunehmend bedroht. Nach Zahlen für 2015 sieht die Organisation die Pressefreiheit am wenigsten in China, Syrien, Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea gewährleistet - sie belegen auf der Rangliste die letzten Plätze von 176 bis 180.

Gründe für die zunehmende Bedrohung seien autoritäre Tendenzen bei Regierungen wie in Ägypten und der Türkei, eine verschärfte Kontrolle öffentlicher Medien durch Regierungen - etwa in Polen - sowie Kriege und Bürgerkriege wie im Jemen, Libyen oder Burundi. Auch religiöse Ideologien und der wachsende politische Einfluss von Oligarchen übten Druck auf private und öffentlich-rechtliche Medien aus, hieß es.

Am besten gewährleistet ist die Pressefreiheit der Rangliste zufolge in Finnland, den Niederlanden, in Norwegen, Dänemark und Neuseeland. Deutschland liegt auf Rang 16 und hat damit vier Plätze eingebüßt.

Im vergangenen Jahr starben laut Reporter ohne Grenzen mindestens 67 Journalisten wegen ihrer Arbeit. Auch 27 Bürgerjournalisten und sieben Medienmitarbeiter wurden getötet. Besonders viele Journalisten starben im Irak, in Syrien und im Jemen. Bis Dienstagvormittag kamen in diesem Jahr der Organisation zufolge 13 Journalisten weltweit ums Leben, mindestens 147 saßen in Haft.

Begriffe knapp erklärt: Pressefreiheit

Pressefreiheit bezeichnet das Recht von Rundfunk, Presse und anderen (etwa Online-) Medien auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen.
"Pressefreiheit ist die Freiheit, Tatsachen, Meinungen (Gedanken), Stellungnahmen und Wertungen durch jede Art von Druckerzeugnissen (z. B. Bücher, Zeitungen, Flugblätter) zu verbreiten.
Die Pressefreiheit soll die freie Meinungsbildung gewährleisten. Details regelt das Medienrecht, speziell das Presserecht. Die Idee der Pressefreiheit wurde insbesondere in der Zeit der Aufklärung entwickelt.

In Deutschland gewährleistet Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland die Pressefreiheit gemeinsam mit der Meinungsfreiheit, der Rundfunkfreiheit und der Informationsfreiheit.



Leseecke

<br /><b>"Die Unbelangbaren"</b><br /> Wie politische Journalisten mitregieren: Ein unbedingt lesenswertes Buch von Thomas Meyer. [Artikel] © Suhrkamp
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"Die Unbelangbaren"
Wie politische Journalisten mitregieren: Ein unbedingt lesenswertes Buch von Thomas Meyer. [Artikel]
<br /><b>"Rettet die Medien"</b><bR>Wer sich mit Veränderungen im Medienbereich befasst sollte das Buch von Julia Cagé unbedingt lesen! [Artikel] © Beck
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"Rettet die Medien"
Wer sich mit Veränderungen im Medienbereich befasst sollte das Buch von Julia Cagé unbedingt lesen! [Artikel]
<b> "Lebenslang für <br />die Wahrheit"</b><br />Aufzeichnungen aus dem Gefängnis:Das erste handschriftlich verfasste Buch von Can Dündar. [Artikel] © Hoffmann & Campe
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"Lebenslang für
die Wahrheit"

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Wissen kompakt: Fragen und Antworten

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Sendedaten
scobel
"Niedergang des Journalismus"

Wissensmagazin am Donnerstag,
29. September 2016, um 21.00 Uhr
Wissenschaftsdokumentation
Video
Interview
Woher kommt der Begriff "Lügenpresse"?
Ein großer Teil der Bevölkerung hält das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer noch für die glaubwürdigste Informationsquelle. Gleichzeitig wird es mit dem Vorwurfder „Lügenpresse“ konfrontiert. Ein Widerspruch? - Gert Scobel bantwortet Fragen zum Thema. [PDF]
Gäste der Sendung
Stefan Niggemeier
Onlinejournalist und Medienkritiker

Bernhard Pörksen
Medienwissenschaftler

Susanne Fengler
Kommunikationswissenschaftlerin

Verliert die vierte Gewalt und mit ihr die Demokratie immer mehr ihr aufklärerisches Fundament? Gert Scobel und seine Gäste diskutieren. [Artikel]