Archiv: "Scobels Kolumne" 2015
Hier finden Sie alle Texte von unserem Moderator Gert Scobel zu den Themen und Sendungen aus dem Jahr 2015.


Gert Scobels Gedanken zu unseren Themen

Europa bewegt sich nur sehr langsam
Zu meiner Urlaubslektüre des Sommers gehörte ein Buch, das im Original 1967 erschienen ist. Es heißt "Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens" und wurde von den beiden Medizinern und Psychoanalytikern Margarete und Alexander Mitscherlich geschrieben.
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Wir entnehmen mehr, als wir sollten
Eigentlich gibt es nicht viel zu sagen. Vielleicht nur so: Jedes Jahr rückt der sogenannte Welterschöpfungstag ein paar Tage weiter nach vorne. 2010 fand er am 21. August statt, 2013 am 20. August und dieses Jahr am 13. August.
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Zehntausende von Toten auf den Schlachtfeldern
Ich gebe zu, dass ich glücklich bin, bislang keinen Krieg erlebt zu haben. Und ich gebe auch zu, dass mich dennoch das Nachdenken über Krieg, der in einer globalisierten Welt allgegenwärtig ist, geradezu lähmt.
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Physikalische Absurditäten
Für mich sind, mit Blick auf die physikalischen Absurditäten des Kosmos, vor allem drei Aspekte von zunehmendem Interesse. Zum einen haben wir – und damit meine ich unsere Vorfahren und die Milliarden von Menschen, die bereits gelebt haben, irgendwann in dieser Zeit nachts zu den Sternen geschaut.
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Es sollte keine Tabus geben
In der Vorbereitung auf das Thema Tabu fiel mir auf, dass es in den letzten Monaten kaum ein Thema gab, das mit derart vielen und zum Teil emotional geführten Debatten verbunden war. Es beginnt mit der genauen Bestimmung des Begriffs, die es nach wie vor nicht gibt, wenn man einmal von der engeren ethnologisch-historischen Bestimmung des Wortes bei den Völkern der Südsee absieht.
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Der Bedarf an Therapien wird steigen
Der Psychiater Manfred Lütz schrieb am 20. März 2014 in der Zeit (13/2014): "Es gibt einen Skandal in Deutschland, und niemand schaut hin. Der Zusammenbruch der ambulanten Versorgung schwer psychisch kranker Menschen ist eine tägliche Katastrophe."
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Eine großartige, neue Sicht auf die Welt
Vielleicht ist es kein Zufall, dass ein universal gelehrter Mensch wie Goethe immer wieder auf das Studium von Mustern zurückkam. Ein gutes Beispiel dafür sind seine Schriften zur Morphologie, die man vielleicht als Wissenschaft von den Mustern und der Musterbildung bezeichnen könnte.
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Die Welt in der Phase "Industrie 4.0“
Was haben das Internet, mein Kühlschrank, mein Arbeitsplatz und die Herstellungskette dieses Kühlschranks samt der Produkte, die sich in ihm finden, sagen wir eine Möhre, eine Ingwerknolle, ein Orangensaft und eine Flasche Sojasauce gemeinsam?
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Der Gesamteindruck macht das Erlebnis
Wer auch nur einige Seiten aus dem ebenso interessanten wie unterhaltsamen Buch von Hanns Hatt gelesen hat, ahnt, wie spannend das Thema "Geruch" sein kann. Dabei unterschätzen wir diesen Sinn notorisch.
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Zeit, sich der Lage der Opfer zuzuwenden
Die Anzahl der Fälle im Bereich Kinderpornografie sind 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent gestiegen. So gut die Täter organisiert sind - die Opfer sind es in der Regel nicht.
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Schmerz ist überraschend unerforscht
"Schmerz" ist eines der wenigen wissenschaftlichen Themen, dessen Alltagsbedeutung man nicht lange erklären muss. Schmerzen kennt jeder von uns aus eigener Erfahrung.
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Übertreibungen sind größer als die Ergebnisse
Es gibt kaum einen Bereich der Medizin der, abgesehen von der Krebsforschung, seit Jahrzehnten mit derart gleichbleibend hohen Erwartungen betrieben wird wie die sogenannte "Gentherapie". Geht man dem Phänomen nach, wird man zunächst enttäuscht sein. Es ist leicht einzusehen, warum das so sein muss.
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Wir leben im Zeitalter der Energie
Energie ist eine der beiden Grundbegriffe, mit deren Hilfe die uns bekannte physikalische Welt in der allgemeinsten Form beschrieben werden kann. Interessanterweise ist Energie mit dem anderen Begriff, mit Materie, direkt verbunden. Energie ist nichts anderes als eine Form von Materie - die ihrerseits eine Form der Energie darstellt.
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Was uns fehlt, ist eine gute Fehlerkultur
Wer versucht, Fehler um jeden Preis zu vermeiden, wird nicht nur rigide und unnahbar, sondern in aller Konsequenz unmenschlich. Es ist - wenn überhaupt - nur Maschinen möglich, keine Fehler zu machen: und das auch nur in Bereichen und mit einer Software, die sich überblicken lässt.
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Ist mein Kind hochbegabt?
Kennen Sie das? Die erbitterten Diskussionen schon im Kindergarten, später dann in der Grundschule und – wesentlich entspannter, weil inzwischen auf dem Boden der Tatsachen gelandet – in den weiterführenden Schulen zum Thema: "Ist mein Sven-Torben nicht eigentlich hochbegabt?"
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Entscheidungen in komplexen Systemen
Eines der großen strukturellen Probleme unserer Zeit ist keineswegs neu, sondern im Gegenteil uralt. Immer schon hat uns die Vielfalt und Komplexität der Welt überfordert und vor schier unlösbare Probleme gestellt.
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Ist das Medium die Botschaft?
Den Satz, dass das Medium die Botschaft, also der Inhalt selbst sei, kennen viele. Weniger bekannt ist ein anderer Satz - ein Buchtitel – des Medientheoretikers Marshall McLuhan.

Hat Solidarität noch eine Bedeutung?
Josef Muscat, der Ministerpräsident von Malta, brachte es vor einigen Tagen auf den Punkt. "Es wird eine Zeit kommen", sagte er, "in der Europa für seine Untätigkeit verurteilt wird. So wie es verurteilt wurde als es in der Geschichte beim Genozid wegschaute".
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Hier das Sein, dort der Schein
Hier also das Sein, dort der Schein. Beginnt man aber den angeblichen Schein vom Sein zu trennen, und die Zwiebel zu häuten, stellt man bald fest, dass man nichts mehr in der Hand hält.
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Vieles bleibt weiterhin im Dunkeln
Mit Blick auf die hitzige und sehr emotional geführte Debatte über den sogenannten "assistierten Suizid“, d.h. das selbstbestimmte Sterben mit ärztlicher Hilf, lassen sich eine Reihe von Argumenten pro und contra anführen.
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Woran glaubst Du?
"Woran glaubst Du?" lautet die Frage, die das Leitmotiv der 3sat-Themenwoche ist. Meine Antwort auf diese Frage war, dass jede Antwort auf diese Frage bei genauerem Hinsehen nichts anderes ist als eine weiterführende Frage.
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Harte Lebensbedingungen für Kinder
Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie wenig wirkliche Kinder- und Jugendlichenmedikamente es gibt. Natürlich liegt das - wie meist in solchen Fällen - vor allem am Geld.
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Gemeinsam essen, ein besserer Mensch werden
Es könnte sein, dass eine Medienanalyse tatsächlich zu Tage fördert, was für mich gefühlt evident zu sein scheint: Abgesehen von Mord und Totschlag in Form von Krimis gibt es im Fernsehen vor allem Kochsendungen.
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Wir haben alle Lebewesen in uns
Unsere Familiengeschichte als Menschen schließt alle anderen Lebewesen mit ein. Wir haben sie in uns. Und wir verändern sie durch das, was wir tun.
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Die letzte Kränkung des modernen Menschen
Bislang wurde - abgesehen vom Urmythos der Vertreibung aus dem Paradies - vor allem von drei weiteren großen Kränkungen der Menschheit gesprochen.
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Eine Angriff auf die Wurzeln unserer Gesellschaft
Vergewaltigungen werden nicht nur bei der IS und den fundamentalistisch-terroristischen Einheiten in Nigeria und anderen Staaten als billiges, aber im Vergleich zu Waffen ungleich wirksameres, nachhaltigeres Mittel der Zerstörung von Menschen eingesetzt.
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Macht Bildung uns menschlicher?
Wissen, Bildung und Kunst tragen zweifellos dazu bei, uns in der Welt beheimateter, vielleicht sogar glücklicher zu fühlen. Aber tragen sie auch dazu bei, uns zu besseren Menschen zu machen? Haben Sie mit Blick auf (Mit)Menschlichkeit einen besonderen Wert?
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Die Eliten bleiben nach wie vor unter sich
Folgt man dem Begriff des Kapitalismus durch das Gewebe der menschlichen Geschichte, dann kann man dies in den wesentlichen Zügen entwickeln und aufdröseln. Kapitalismus ist ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit.
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Ist Medizin Wunscherfüllung um jeden Preis?
Im Bereich der Biologie greift die Idee der Beherrschbarkeit immer stärker um sich - getreu der Devise von Foucault, dass Politik am Ende immer Biopolitik ist. Dies gilt insbesondere für die Reproduktionsmedizin.
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