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Sendungsvorschau
Quo vadis Bundeswehr?
Wie sieht das Militär der Zukunft aus? Thema bei scobel Thema am 9. Juni 2016.
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© dpa Video
Video: Ganze scobel-Sendung "Rohstoffe" ansehen
Rohstoffe: Der Fluch der knappen Güter
Das skandalöse Geschäft hinter den Kulissen
Das moderne digitale Leben ist eng verbunden mit Sklaverei und Krieg. Diese Tatsache ist weit weniger im öffentlichen Bewusstsein als die Folgen schwindender fossiler Ressourcen wie Erdöl, Kohle und Erdgas. Doch die, Kämpfe um die sogenannten Konfliktrohstoffe wie Coltan und Zinnerz sind nicht minder brutal und blutig.
Diese Rohstoffe werden für unsere digitale Lebenswelt, für Handys und Laptops, aber auch für die Kosmetikindustrie und andere Wohlstandsprodukte benötigt. Ihr Abbau findet überwiegend illegal und außerhalb staatlicher Kontrolle statt - in Ländern die als Konfliktregionen gelten, oder durch den Raubbau zu solchen geworden sind. Für die Gewinnung der umkämpften Stoffe werden systematisch Menschen- und Völkerrechte verletzt.

In der Sendung "Scobel" dokumentieren wir die häufig verschleierte Kette aus Gier und Gewalt und zeigen das Leid, das viele Menschen im Namen des Wohlstands einiger weniger ertragen müssen.


Wissenwertes zu "Herkunft von Rohstoffen"

Zukunftsvision Produktepass
© reuters
Institut für Ressourcenforschung Augsburg: Der Wissenschaftler Armin Reller und sein Team analysieren hier die Inhaltsstoffe diverser Bauteile. Ihre Vision: Herkunft, Arbeits- und Umweltbedingungen während der Herstellung sollen transparent gemacht werden.
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Zukunftsfähige Ressourcenstrategien
© ZEITwissen
Armin Reller
Interview mit Armin Reller: "Nicht nur der Preis darf entscheiden, ob wir ein Produkt kaufen, sondern auch die Herkunft seiner Bestandteile" - Wir sprachen mit dem Wissenschaftler und Visionär am 27. Oktober in Augsburg.
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Wissenwertes zu "Ausbeutung im Kongo"
"Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Laptops und Handys und unserem Leid und unserem Blut. Der Reichtum an Rohstoffen ist eher Fluch als Segen", so Justin Nkunzi, kongolesischer Priester und Menschenrechtsbeauftragter der Erzdiözese Bukavu, Kongo.


Ressourcenausbeutung im Kongo
© Reuters
Ob Handy oder Auto: In vielen Produkten des täglichen Lebens können Mineralien aus Konfliktländern stecken. Beispielsweise Öl, Gold, oder Coltan sind für Rohstoffhändler im Kongo ein lukratives Geschäft.
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Der Krieg, die Frauen und unsere Handys
© Reuters
Das katholische Hilfswerk Missio hat den Kampf um den Rohstoff Coltan für die Handyherstellung als eine der wichtigsten Ursachen für den Bürgerkrieg im Kongo bezeichnet.
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"Blood In The Mobile" - Blutige Handys
© dpa
Eine Dokumentation von Frank Poulsen über unsere Verantwortlichkeit. Poulsen ist für seine Recherchen zum Film in den Kongo geflogen, in dessen Boden das kostbare, zur Handy-Herstellung unverzichtbare Coltan liegt.
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Mediathek: Interviews

Die Coltan-Minen im Kongo
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Video: Interview mit
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Fragen an Thérèse Mema: Was bedeutet der Coltan-Abbau für die Menschen im Kongo? Wie helfen die Missio-Trauma-Zentren? Und was können die Vereinten Nationen für die Kongolesen tun? (Interview in englischer Sprache)
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Das blutige Geschäft mit dem Kongo
Video
Video: Interview mit
Frank Poulsen ansehen
Fragen an Regisseur Frank Poulsen: Wie ist die Lebenssituation der Minenarbeiter im Kongo? Welche Gruppen kontrollieren die Minen? Und warum ist dieser Krieg im Kongo einer der blutigsten überhaupt? (Interview in englischer Sprache)
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Das Leiden der Frauen im Kongo
Video
Video: Interview mit
Meike Dinklage ansehen
Fragen an Meike Dinklage: Die Journalistin reiste für eine Reportage über den Abbau von Coltan in den Ost-Kongo. Dort traf sie Frauen, die von Rebellen entführt, vergewaltigt und versklavt worden waren. Sie hörte Geschichten von unvorstellbarer Grausamkeit.
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Große-Seen-Konferenz
In Kinshasa wurde im Juli 2013 ein neuer Zertifizierungsmechanismus für Rohstoffe aus der Region von Afrikas Großen Seen aus der Taufe gehoben. Das Zertifikat, das von der Große-Seen-Konferenz in Ost- und Zentralafrika mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung entwickelt wurde, soll belegen, dass die Rohstoffe ohne Einwirkung von Gewalt und ohne Kinderarbeit gefördert wurden.

Transparenzregeln sollen gewährleisten, dass die Einnahmen aus dem Rohstoffverkauf nicht bewaffneten Gruppen zugute kommen. Diesen dürfen auch keine Schutzgelder gezahlt werden. Das Zertifikat ist die direkte Konsequenz eines 2010 beschlossenen US-Gesetzes, das die Einfuhr von sogenannten Konflikt-Rohstoffen untersagt.

Die Republik Kongo erhielt als erster Mitgliedstaat des Regionalverbands eine offizielle Zertifizierungsbehörde. Die Regierung in Kinshasa erhofft sich davon, Unsicherheiten in der Industrie auszuräumen und damit die Exporte anzukurbeln. Zuletzt hatten internationale Unternehmen aus Angst vor negativer Presse und Einfuhrbeschränkungen ganz davon abgesehen, Rohstoffe aus der Region zu kaufen. In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Berichte über Konflikt-Rohstoffe aus dem Kongo gegeben, etwa über das in Handys verwendete Coltan.

Der Große-Seen-Konferenz gehören elf Staaten an: Das sind Angola, Burundi, Kenia, Kongo-Brazzaville, die Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Sambia, der Sudan, Tansania, Uganda und die Zentralafrikanische Republik. Hauptziele sind die Schlichtung von Konflikten, die Stärkung der Demokratie und die Förderung von Entwicklung.


Dodd-Frank-Act
Im Zuge der 2010 angegangenen US-Finanzreform muss jedes an der US-Börse notierte Rohstoffunternehmen Geldflüsse an Regierungen offenlegen (Dodd-Frank-Act). Rohstoffunternehmen, die auf US-Kapitalmärkten aktiv sind, müssen Lizenzzahlungen, Steuern sowie Abgaben für jedes Land projektgenau offenlegen. Für jeden etwa an der Wall Street gelisteten Konzern gelten die Vorschriften. Und auch für Unternehmen, die an US-Börsen gelistete Firmen beliefern. Deutsche Zulieferer in den USA werden aufgefordert, einen Herkunftsnachweis vorzulegen - obwohl genaue Regeln noch offen sind.


Weiterführende Links

Wissenwertes zu "Energie"

Energieeffizienz: Kurswende statt Kollaps
Unsere ganze Lebensweise ist seit knapp zwei Jahrhunderten nur möglich, weil unser Energieverbrauch als Spezies weltweit exponentiell steigt. Wir leben im Energiezeitalter.
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Sendedaten
"Rohstoffe: Der Fluch der knappen Güter" - scobel am Donnerstag, 19. November 2015, um 21.00 Uhr
Mediathek
Beiträge, Interviews und Tipps
Die Videos der Sendung"Rohstoffe" auf einen Blick
Gäste der Sendung
Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die Auswüchse der Rohstoffdiplomatie, das skandalöse Geschäft hinter den Kulissen, den aktuellen Stand politischer Maßnahmen und konstruktive Lösungen:

Reimund Bleischwitz
Ökonom

Marie Müller-Koné
Bonn International Center for Conversion

Volker Zepf
Geograph

Scobels Kolumne
© ZDF_Kerstin_BänschWir entnehmen mehr,
als wir sollten

Innenansichten von Gert Scobel
zum Thema der Sendung "Rohstoffe"
Gert Scobels Videobuchtipp
© westend"Der geschenkte Planet"
Video: Es kommt zurzeit nicht oft vor, dass ein kritisches Buch auf den Markt kommt, das zugleich Mut macht und Zukunftsperspektiven eröffnet.
Gert Scobels Videobuchtipp
© wgb verlag"Ressourcenstrategien"
Video: Das Thema "zukunftsfähiger Umgang mit Ressourcen" ist hochaktuell. Eine Einführung in den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen gibt das Sachbuch u.a. von Armin Reller
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