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Einsteins Irrtümer
Die Relativitätstheorie auf dem Prüfstand
Vor 100 Jahren, am 25. November 1915, legte Einstein der Preußischen Akademie der Wissenschaften seine Grundidee einer allgemeinen Relativitätstheorie vor. Seit die Theorie 1916 veröffentlicht wurde, gehört sie zu den am besten etablierten Fundamentaltheorien der Naturwissenschaften.
Verblüffend daran ist, dass Einsteins Überlegungen zunächst mathematischer Natur waren, obwohl sie das physikalische Verhältnis von Materie zu Raum und Zeit beschreiben und eine Theorie der Gravitation beinhalten. Manche Ergebnisse, die die mathematische Theorie voraussagte, konnten im Experiment erst Jahrzehnte später empirisch überprüft werden.

Die Konstante nur vermeintlich falsch?
Einmal allerdings sprach Einstein selbst von einem großen Irrtum, den er begangen habe. Seine Theorie hatte nahegelegt, dass sich das Universum entweder ausdehnen oder zusammenziehen würde. Damals ging man jedoch davon aus, dass das Universum statisch ist. Einstein änderte daraufhin seine Gleichungen, indem er eine Konstante einführte, die den vermeintlich "falschen" Schluss beseitigte. Heute ist die zunehmende Ausdehnung des Universums unbestritten – und Einstein hatte aufgrund der neuen Ergebnisse seinen Irrtum korrigiert und die Konstante entfernt.

Inzwischen spricht manches dafür, dass die Konstante dennoch ihre Berechtigung hat. Im Kern verweist sie auf die späteren Entdeckungen von sogenannter "dunkler Energie" und "dunkler Materie", deren Existenz nahelegt, zentrale Konzepte Einsteins wie die Raumzeit neu zu überdenken.

Einsteins Konzepte müssen neu überdacht werden
Die Idee, dass es Irrtümer in Bezug auf die allgemeine Relativitätstheorie geben könnte, ist so alt wie die Theorie selbst. Doch gibt es heute gute Argumente, neu nachzudenken – nicht nur mit Blick auf die Unverträglichkeit der Relativitätstheorie mit einer anderen, weithin anerkannten physikalischen Grundtheorie, der Quantenphysik.

Gert Scobel versucht mit seinen Gästen, der Faszination von Einsteins Jahrhunderttheorie auf die Spur zu kommen. Was spricht 100 Jahre nach der allgemeinen Relativitätstheorie für die Behauptung, dass Einstein sich mehr als nur einmal geirrt haben könnte? Wie ist die Theorie entstanden? Welche Fragen wirft sie auf, und welche Antworten hat sie längst parat, zur Lösung der großen Rätsel der modernen Physik?

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"Mary from Bavary" über Quantenphysik
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Glossar

Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie
Supernova-Explosion
Die Spezielle Relativitätstheorie, die Albert Einstein 1905 veröffentlicht hat, betrachtet nur gleichförmig bewegte Körper, die also eine konstante Relativgeschwindigkeit zueinander haben. 1915 vollendete Einstein die Allgemeine Relativitätstheorie, die auch für beschleunigte Relativbewegungen anwendbar ist.
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Sendedaten
scobel-Sendung
"Einsteins Irrtümer"
am Donnerstag, 5. November 2015,um 21.00 Uhr
Gäste der Sendung
Renate Loll
Theoretische Physikerin
Thomas de Padova
Autor und Physiker
Jürgen Renn
Wissenschaftshistoriker

Gemeinsam mit seinen Gästen versucht Gert Scobel der Faszination von Einsteins Jahrhunderttheorie auf die Spur zu kommen.
Scobels Kolumne
Physikalische Absurditäten
Innenansichten von Gert Scobel
zum Thema der Sendung "Einsteins Irrtümer"
Videobuchtipps
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Rezension
"Die Relativitätstheorie. Einstein mal einfach"
Der Versuch einer einfachen Erklärung
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Die Erkenntnisjäger
Von der Theorie bis zum Beweis
Auf Einsteins Theorien basieren unsere modernen Medien. Mobiltelefone, Navigationssysteme oder das Internet. Über Satelliten sind wir jederzeit erreichbar - in Sekundenschnelle. Ganz egal, wo wir uns gerade auf der Welt befinden. Vor 100 Jahren war das anders.