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Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über Geruch, Geruchskultur, Partnerwahl und Evolution.
Liebe geht durch die Nase
Jede Körperzelle hat Geruchsrezeptoren
Sind es die schönen Augen, die schlanken Beine, das verführerische Lächeln oder gar eine seelische Verbundenheit? Die Antwort ist einfacher als wir es vielleicht wahrhaben wollen. Sie oder er hatte schlicht das passende Immunsystem - und hatten den richtigen "Riecher" das zu erkennen.
Das Riech-Experiment

Der Duft des eigenen Kindes
Der Duft eines Neugeborenen ist essentiell für eine starke Mutter-Kind-Bindung. In unserem Experiment sollen drei Mütter ihre jeweils etwa einjährigen Kinder am Geruch erkennen. Erkennt eine Mutter ihr Kind am Geruch?
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Erkenntnisse aus der Riechforschung

Der Mensch riecht nicht nur mit der Nase allein
Der Bochumer Biologe und Mediziner Hans Hatt entdeckte, dass auch Zellen außerhalb des Riechorgans, der Nase, Rezeptoren für Geruch haben. Ihm gelang es nachzuweisen, dass nahezu in allen menschlichen Geweben Zellen mit Riechrezeptoren zu finden sind. Eine wichtige Frage, die sich aus diesen Befunden stellt, ist die nach der Bedeutung des Riechens, das offensichtlich nicht nur für die Partnerwahl große Bedeutung hat, sondern insgesamt für die Kultur, aber auch bereits für einfachste Zellen.

Mediathek: Interview und Beitrag

Was kann der "Duft des Wissens"?
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Interview mit Hanns Hatt
Fragen an Hanns Hatt: Was bewirkt der Duft des Wissens? Wie und wo wird er eingesetzt und geht Liebe wirklich durch die Nase? Hanns Hatt spricht über Erfahrungen und Erkenntnisse aus vielen Jahren Riechforschung.
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Der Duft des Wissens
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Beitrag: "Der Duft des Wissens"
Hanns Hatt hat zusammen mit einem Parfümeur den ersten Duft entwickelt, der die Lernfähigkeit, Konzentration und Kommunikation fördern soll. Drei Ebenen hat diese Wissens-Duft-Komposition. Dabei spielen Pheromone eine entscheidende Rolle.
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Wissenwertes rund um die Nase

Mehr als nur ein Riechorgan
Viele Redensarten der deutschen Sprache habe etwas mit unserem Körper beziehungsweise Körperteilen zu tun. Auch die "Nase" ist in der deutschen Sprache mehr als nur ein "Riechorgan".
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Düfte wirken auf unsere emotionalen Zentren
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Mit jedem Atemzug gelangen viele Millionen Duftmoleküle auf die Riechschleimhaut unserer Nase. Dort sitzen die Sinneshaare der Riechzellen. Jede Riechzelle ist auf ein bestimmtes Duftmolekül spezialisiert.
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Ein Organ der Superlative
Unsere Nase ist einzigartig. Sie ist das einzige Sinnesorgan, das seine Impulse direkt ins Gehirn leitet. Dementsprechend schnell und ungefiltert wirkt alles, was wir riechen, auf uns. Düfte wecken blitzschnell Gefühle und Erinnerungen.
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Andere Länder, andere Düfte
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Geruch ist nicht gleich Geruch. Vieles, was wir riechen, ordnen wir aufgrund unseres kulturellen Kontexts ein. Je nach Herkunft und Umfeld rufen Düfte unterschiedliche Gefühle hervor.
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Das Schnupperexperiment

Nase auf bei der Partnerwahl
Warum zieht uns der Geruch bestimmter Menschen besonders an, und warum stößt uns der Geruch anderer möglicherweise ab? Um diese Fragen zu klären, machte Claus Wedekind aus dem Team von Manfred Milinski an der Universität Bern 1995 ein interessantes Experiment: Er ließ weibliche Versuchspersonen an den getragenen T-Shirts männlicher Testpersonen schnuppern und bat sie, ihren Duftfavoriten auszuwählen. Eine Vorliebe für einen bestimmten Körperduft sollte - so die Arbeitshypothese des Wissenschaftlers - mit dem Vorhandensein bestimmter Gene zusammenhängen, denn die sexuelle Fortpflanzung und die damit verbundene Partnerwahl könnten einen Weg darstellen, um den Nachkommen möglichst unterschiedliche Immungene mitzugeben und damit ihre Widerstandskraft gegen Krankheiten zu steigern.

Tatsächlich werden die Körperdüfte bevorzugt, die einem Immunsystem entsprechen, das sich vom jeweils eigenen eines Mannes oder einer Frau unterscheidet. Offenbar bringt das jeweils passende "immungenetische Ergänzungsprogramm" Vorteile für den potenziellen Nachwuchs mit sich. "Wir erfassen unbewusst, wie die eigene Immunabwehr beschaffen ist, und können die eines potenziellen Partners am Geruch erkennen", erklärt Manfred Milinski.

Mediathek: Interview

Ein Riecher für den optimalen Partner?
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Interview mit Manfred Milinski
Fragen an Manfred Milinski: Wann lohnt sich sexuelle Fortpflanzung? Der Evolutionsbiologe beantwortet Fragen zur Partnerwahl - zum Beispiel durch Immungene.
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Sendedaten
scobel
"Liebe geht durch die Nase
Donnerstag, 11. August 2016,
um 21.00 Uhr in 3sat
Mediathek: Beiträge, Interviews
Videos zur Sendung auf einen Blick
Gäste der Sendung

Christian Schubert
Psychoneuroimmunologe und Psychotherapeut

Hanns Hatt
Sinnesphysiologe und Geruchsforscher

Kolumne
© ZDF_Kerstin_BänschDer Gesamteindruck
macht das Erlebnis

Gedanken von Gert Scobel zum Thema "Liebe geht durch die Nase"
Mediathek: Videobuchtipp
© knausVideo"Das kleine Buch
vom Riechen und Schmecken"

Die Autoren Hanns Hatt und Regine Dee informieren zuweilen auf geradezu unterhaltsame Weise.
Mediathek: Videobuchtipp
© schattauerVideo "Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie"
Christian Schubert über das Zusammenspiel von Psyche, Gehirn und Immunsystem. In überarbeiteter Fassung - ein Klassiker
Mediathek: Videobuchtipp
© spektrumVideo "Der heimliche Dirigent“
Wie das Immunsystem Partnerwahl und Schwangerschaft beeinflusst - Beispiele, Experimente und Einsichten von Andrea Kruse.
Buchrezensionen zum Thema
© btb"Der Duft der Erinnerung"
Poetisches und lehrreiches
Buch von Molly Birnbaum