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Auschwitz – die Zukunft der Erinnerung
Wie kann Aufklärung in Zukunft aussehen?
Zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Befreiung wurden noch einmal etwa hundert Überlebende nach Auschwitz eingeladen. Es ist absehbar, dass die Zahl der Überlebenden von Jahr zu Jahr kleiner wird. Wie aber soll dann in Zukunft ein wirksames Erinnern an Auschwitz, an den Holocaust, an die Ermordung von über sechs Millionen Menschen aussehen?
Deutschland hat, was die Erinnerung an den systematischen Wahnsinn der Ermordung von Menschen angeht, eine einzigartige Aufgabe der Erinnerung an diese Ereignisse, die "nie wieder“ geschehen sollten.


Mediathek: Interview

Antisemitismus in Deutschland?
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Fragen an Josef Schuster:
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland redet u.a. über Antisemitismus, Erinnerungskultur und den Holocaust.
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Hintergrund und Wissenswertes

Genozide nach Auschwitz
© reuters Video
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"Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt", so Mahatma Gandhi. Der Film zeigt die weitere Geschichte von Genoziden nach Auschwitz und beantwortet so die Frage: Was hat die Weltgemeinschaft durch Auschwitz gelernt?
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Fabrik des Todes
© reuters
Mehr als eine Million Tote, die meisten von ihnen Juden: Mit dieser unfassbaren Zahl wurde Auschwitz weltweit zum Symbol des Holocaust.
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Der Historikerstreit
© dpa
Der sogenannte Historikerstreit war eine Debatte über die geschichtliche Einordnung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen. Den Hauptanstoß dazu gab 1986 der Berliner Professor Ernst Nolte.
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Eine Kulturgeschichte des Teuflischen
© reuters Video
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Immer wieder versucht man, sich dem Bösen zu nähern und die Fragen zu beantworten, ob das Böse eine naturgegebene menschliche Eigenschaft, Teil der Psyche oder gar eine metaphysische Kraft ist.
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Holocaust: Das Ende des Vertrauens
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Der Holocaust bedeutete für die verfolgten Juden den totalen Vertrauensbruch auf allen Ebenen. Menschen verrieten Freunde, Verwandte, Nachbarn. Es gab keinen Verlass, auf nichts und niemanden.
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Wie aus dem Albtraum Stärke wird
© ap
Überlebende des Holocaust zeigen, dass es trotz dem erlebten Grauen möglich ist, eine lebensbejahende Einstellung zu haben, trotz unsäglicher Entwürdigung und unsäglichem Leid, ihre Würde zu bewahren.
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Auschwitz und Antisemitismus
Vor siebzig Jahren, am Nachmittag des 27. Januar 1945, befreiten sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz. Rund eineinhalb Millionen Menschen wurden dort ermordet. Die meisten von ihnen waren Juden. Das Ausmaß und die unfassbare Grausamkeit der hier verübten Verbrechen machten Auschwitz zum Synonym für das Schlimmste, das Menschen je Menschen angetan haben.

Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahre 2012 weiß jeder fünfte der unter Dreißigjährigen heute bereits mit dem Begriff Auschwitz nicht viel zu verbinden. Und schlimmer: Deutsche Juden sehen sich zunehmend erneut mit unverhohlenem Antisemitismus konfrontiert und fühlen sich bedroht, ausgerechnet in Deutschland, dem Täterland, das doch so eifrig die Vergangenheit aufgearbeitet hatte.


Holocaust - Völkermord an den Juden in Europa
Die Nationalsozialisten wollten das europäische Judentum durch systematische Verfolgung und Ermordung vernichten. Zahlen und Fakten zu dem in der Geschichte einzigartigen Völkermord:

    Der Begriff Holocaust ist abgeleitet vom griechischen Wort "holokaustos"für "völlig verbrannt", "Brandopfer".

    Die Schätzungen zur Zahl der ermordeten Juden reichen von mindestens 5,1 Millionen bis mehr als sechs Millionen.

    Den Nazi-Verbrechen fielen auch hunderttausende Sinti und Roma zum Opfersowie zehntausende Behinderte, Homosexuelle und Regimegegner.

    Der groß angelegte Judenmord begann mit Erschießungen tausender Menschen durch SS und Polizei nach dem Überfall auf Polen 1939. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 stiegen die Opferzahlen sprunghaft an.

    Um mehr Menschen möglichst schnell töten zu können, bauten deutsche Besatzer in Polen große Vernichtungslager mit Gaskammern.

    Am 27. April 1940 befahl der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, auch in Oswiecim (Auschwitz) ein Lager zu bauen. Weitere große Todesfabriken waren Chelmno, Sobibor und Treblinka.

    Allein in Auschwitz-Birkenau wurden mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet, 90 Prozent davon Juden.

    Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee dort rund 7000 Gefangene.

    Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt, in Deutschland er durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt 1996 eingeführt.





Lesenswertes zum Thema

Sendedaten
Donnerstag, 22. Januar 2015,
um 21.00 Uhr
Mediathek
© reutersBeiträge, Interviews und Tipps
Die Videos der Sendung "Auschwitz – die Zukunft der Erinnerung" auf einen Blick.
Gäste der Sendung
Gert Scobel spricht mit seinen Gästen darüber, wie es um unsere Erinnerungskultur steht.
  • Harald Welzer
    Sozialpsychologe,
    Futurzwei.Stiftung Zukunftsfähigkeit,
    Berlin
  • Monika Schwarz-Friesel
    Antisemitismusforscherin, Kognitionswissenschaftlerin,
    TU Berlin
  • Michel Friedman
    Anwalt, Publizist, Journalist
Lesenswert: Scobels Kolumne
© ZDF_Kerstin_BänschMacht Bildung uns menschlicher?
Innenansichten von Gert Scobel zum Thema "Auschwitz – die Zukunft der Erinnerung"
Mediathek: Scobels Buchtipps
Buchrezensionen zum Thema
Infos
ZDF-Schwerpunkt
Lili Jacob - Geschichte einer Auschwitz Überlebenden
Ein Fotoalbum als Vermächtnis
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