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Baby nach Plan
Die moderne Reproduktionsmedizin
Karriere anschieben, den richtigen Mann finden - da passt ein Kind oft (noch) nicht. Facebook und Apple wollen ihre Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen bezahlen. Mit dem sogenannten Social Egg Freezing könnten weibliche Biografien entspannter werden. Eizellen werden auf Eis gelegt - bis die Umstände reif sind. Eine Revolution? Das sehen nicht alle so. Zusammen mit seinen Gästen diskutiert Gert Scobel über die Möglichkeiten in der Reproduktionsmedizin.

Chance für späte Familienplanung
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Social Freezing: Erst Karriere, dann Kinder? Immer mehr Frauen lassen Eizellen in flüssigem Stickstoff konservieren, weil die Zeit für eine Familie noch nicht reif scheint.
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Der Traum vom Kind soll wahr werden
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Seit der Gesundheitsreform 2004 werden die Kosten einer künstlichen Befruchtung (IVF) nur noch zur Hälfte und vom vierten Versuch an gar nicht mehr von den Krankenkassen übernommen.
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Künstliche Befruchtung - Methoden und Risiken
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Für Paare mit einem lange unerfüllten Kinderwunsch ist die künstliche Befruchtung oft die letzte Möglichkeit, selbst Nachwuchs zu bekommen.
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Wunschkinder
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Was bedeutet die künstliche Zeugung für die Ordnung der Familie? Andreas Bernard wollte es wissen und hat für sein Buch "Kinder machen" Kliniken, Samenbanken und Leihmutter-Agenturen besucht.
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Wissenswertes zum Thema

Mutter um jeden Preis
Glück und Elend der Reproduktionsmedizin: Laut der WHO ist Unfruchtbarkeit eine Krankheit. Die künstliche Befruchtung wird als wirksame Behandlungsmethode gesehen - als Heilkunst.
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Social Freezing: Auf Eis gelegt
Eizellen für die Zukunft: Auf "Egg Freezing Partys" beraten Befruchtungsexperten in den USA Frauen, wie sie ihre Eizellen einfrieren und die Geburt eines Kindes um des Jobs Willen hinauszögern können.
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Noch viele Hürden
Künstliche Befruchtung ist nicht immer erlaubt: Mehr als drei Jahrzehnte nach der Geburt des ersten Retortenbabys, haben sich für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch viele Türen geöffnet - aber bei weitem nicht noch nicht alle.
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Ungewollt kinderlos
Über Wege aus der Kinderlosigkeit: Jedes 7. Paar in Deutschland hat keine Kinder - ungewollt. Künstliche Befruchtung scheint vielen der letzte Ausweg. Doch dieses Verfahren ist teuer und birgt auch Risiken.
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"Erb gut"
Auf den Spuren der Babyindustrie: nano-Moderator Ingolf Baur trifft im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" einen professionellen Samenspender, eine Leihmutter und einen Reproduktionsmediziner.
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Social Egg Freezing und Kinderwunsch
In den USA stößt das Social Egg Freezing Angebot auf Interesse. Die Mitarbeiterinnen der Unternehmen hätten es sich ausdrücklich gewünscht, heißt es. Wie sieht es aber in Deutschland aus? Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Zeitung ZEIT könnten sich ein Drittel der Befragten ein Einfrieren ihrer Eizellen vorstellen.

Allerdings lehnt die Mehrheit der Deutschen ein Angebot der Arbeitgeber wie Facebook oder Apple kategorisch ab. Vor allem sind es die jungen Menschen, die sich Social Freezing vorstellen können. Bei den 14 bis 49-Jährigen sind es 53 Prozent, bei den über 60-Jährigen sind es hingegen nur ca. 20 Prozent.

Mehr als sechs Millionen Bundesbürger wünschen sich Kinder, können aus medizinischen oder persönlichen Gründen allerdings keine bekommen. Für sie stellt sich nicht die Frage, ob sie ihre Eizellen einfrieren sollen, sondern eher, wie sie überhaupt schwanger werden können. Ca 50.000 künstliche Befruchtungen gibt es im Jahr in Deutschland, dabei klappt es leider selten beim ersten Versuch. Die Krankenkassen zahlen lediglich drei Versuche, danach muss das kinderlose Paar, die künstlichen Befruchtungen selbst tragen. Zumeist gehen sie dann ins Ausland, wo die künstliche Befruchtung günstiger ist oder in extremen Fällen greifen sie auf eine Leihmutterschaft zurück.

Sind es die Reichen, die nun die Armen ausnutzen, um Kinder zu bekommen? Werden zukünftig auch deutsche Arbeitgeber, Social Freezing ihrer Mitarbeiterinnen finanzieren? Wird es zukünftig den perfekten Menschen geben? Zusammen mit seinen Gästen diskutiert Gert Scobel über die moderne Reproduktionsmedizin.

Sendedaten
Donnerstag, 8. Januar 2015,
um 21.00 Uhr
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Beiträge, Interviews und Tipps
Die Videos der Sendung "Baby nach Plan" auf einen Blick.
Gäste der Sendung
Die Schwangerschaft auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, Kinder kriegen bis ins hohe Alter - die Reproduktionsmedizin macht's möglich. Doch wo liegen die Grenzen, wie weit wollen wir gehen? Diese und und andere Fragen klärt Gert Scobel mit seinen Gästen:

Andreas Bernard
Kulturwissenschaftler

Uta Meier-Gräwe
Ökonomin, Haushalts- und Familiensoziologin

Jan-Steffen Krüssel
Reproduktionsmediziner
Lesenswert: Scobels Kolumne
© ZDF_Kerstin_BänschIst Medizin Wunscherfüllung
um jeden Preis?

Innenansichten von Gert Scobel zum Thema Reproduktionsmedizin
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© Carl Auer Karl Alber
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