Donnerstags, um 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
© dpa Lupe
Dank RFID-Chips könnten sich die Konsumenten in Zukunft über Herkunft und Verarbeitung ihrer Nahrungsmittel informieren.
Automatisierung der Routine
Das Internet der Dinge hält Einzug
Das intelligente Haus, in dem Mensch und Wohnen fast eins werden, ist bereits Wirklichkeit geworden. Darin erkennt das Bad, ob sein Benutzer gesund ist, die Herdplatte optimiert den Energieverbrauch, das Wohnzimmer wird zur Kommunikationszentrale und der Kühlschrank weiß, was fehlt und ordert die Sachen selbständig per Internet. Das Internet der Dinge wird unsere täglichen Routinen automatisieren.
Alle uns umgebenden Objekte kommunizieren im Netz und bearbeiten ihre Aufgaben selbständig. Das vernetzte Auto ist bereits Realität. Es lenkt bei Bedarf autark und kann selbständig ins Parkhaus fahren, dort einparken und wieder herauskommen. Außerdem kann das Fahrzeug drahtlos mit seiner Umwelt kommunizieren - zum Beispiel mit Ampeln oder anderen Fahrzeugen. Dies hilft ihm, sein Fahrverhalten anzupassen und nicht nur sicherer, sondern auch ökonomischer zu fahren.

In der Logistik werden Menschen überflüssig
Das Internet der Dinge ist bereits seit Jahren in der Logistik Realität. Jeder Behälter oder jedes Paket wird mit einem RFID-Chip ausgestattet. RFID steht für "radio-frequency identification". Über den digitalen Speicher erhalten Objekte Zielinformationen und können so einfache Entscheidungen vor Ort selbstständig treffen. Die vom Fraunhofer-Institut entwickelten "intelligenten Kisten", ein Schwarm von Robotern, bringt die Produkte schnellstmöglich an ihren Zielort. Menschen sind dabei überflüssig.

Die RFID-Chips helfen auch, die Ausleihe in Büchereien zu organisieren. Sind sämtliche Bücher gechipt, kann man bei der Ausleihe einfach mittels einer Antenne den Identifikationscode der Bücher einlesen. Das Verfahren vereinfacht und beschleunigt die Ausleihe von Medien ganz ohne menschliches Zutun und verhindert Diebstahl. Beim Verlassen der Bibliothek gibt es elektronische Schranken, die überprüfen, ob das Buch korrekt registriert wurde. Mit Hilfe der als Tags oder Transponder bezeichneten RFID-Chips könnten alle Dinge identifiziert und weitere Informationen zu ihnen geliefert werden.

Chips helfen, Entscheidungen zu treffen
Ein Rechner im Supermarkt registriert zum Beispiel, welches Haarshampoo die Kundin aus dem Regal nimmt und gibt sofort Produktinfos auf einem Display preis. Wählt ein Kunde einen Wein, bekommt er gleich den dazu passenden Käse. Auch in der Fleischproduktion werden RFID-Chips genutzt. Kurz nach der Geburt bekommen Ferkel einen Chip ins Ohr getackert. Die Futterautomaten im Stall sind mit Antennen ausgestattet. Immer wenn ein Schwein frisst, wird das vom zentralen Rechner registriert. Der Landwirt hat so einen genauen Überblick über das Fressverhalten jedes einzelnen Tieres.

Im Schlachthaus dann werden sämtliche Daten des RFID-Chips ausgelesen und die Lebensdaten jedes Tieres gespeichert. So könnte jede Verpackung mit Schweinekotelett zukünftig mit einem RFID-Chip versehen werden. Im Web könnten sich dann die Konsumenten über Herkunft, Futter und den Schlachtbetrieb des Tieres informieren. Doch sollten wirklich Funkchips auf allen Produkten angebracht werden, damit alles miteinander vernetzt ist? Ist das die Zukunft?

Sendung zum Thema
Internet der Dinge